Luftfahrt: Nie war Fliegen sicherer als 2012

dapdFliegen ist so sicher wie nie zuvor: 2012 sank weltweit die Zahl der schwerwiegenden Unfälle im Vergleich zum Vorjahr drastisch. Auch die Zahl der dabei getöteten Menschen fiel niedrig aus. Ausnahmen sind Afrika - und Russland.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-875092.html
  1. #20

    Gut, dann auf Stundenbasis...

    Zitat von SönkePaulsen Beitrag anzeigen
    es geht um Überlebensdauer. Wenn ich 10 Jahre lang zu Fußgehen kann, um mir die Vergleichskilometer mit einem Flug nach New York zu erarbeiten, dann mag mein Risiko als Fußgänger statistisch genauso hoch oder höher sein, wie als Passagier. De facto habe ich aber trotzdem einen Flug mit 10 Jahren zu Fuß gehen verglichen. Mit Bahn und Auto ist es in abgeschwächter Form dasselbe. Ich sage das, weil mit statistischen Vergleichen dieser Art viel geworben wird, um die Sicherheit des Fliegens herauszustellen.
    Wenn Sie täglich 12h durchgängig Fußgänger, Autofahrer, Busfahrer, Hausfrau bzw.- Mann uva. wären, lebten Sie gefährlicher als bei täglich 12h Linienflug.
  2. #21

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Was Ihren „unsicheren Anflug auf Nizza“ betrifft, kann es sich nicht um einen „Beinahe- Unfall“ gehandelt haben, denn er taucht in keiner frei zugänglichen Quelle auf.
    Das war auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein "unsicherer" Anflug, sondern einfach ein ziemlich wackliger. Betrachten Sie diesen, wie auch die allermeisten Erfahrungsberichte von Laien über unsichere Airlines einfach auf dem selben Niveau, wie diese "Airlinetester", die Fluglinien schlecht bewerten, weil sich Abflugslots verzögert haben, oder unterwegs Turbulenzen aufgetreten sind. Otto Normalverbraucher hat nunmal keine Ahnung von der Fliegerei und lässt i.d.R. keine Möglichkeit verstreichen, dies auch offen kund zu tun.
  3. #22

    Zitat von fuchsig1212 Beitrag anzeigen
    Unterstützt meine These keine Flugangst zu haben. Allerdings muss ich schon sagen, dass ich bei manch einer Landung schon gedacht habe, dass das hintere Fahrwerk sich erst einmal verabschiedet hätte ;)
    Bisher allerdings noch nie vorgekommen und das bleibt hoffentlich auch so ;)
    Freuen Sie sich doch. Gerade bei schlechten Bedingungen ist eine harte Landung sicherer, als eine butterweiche. Oft genugeschieht dies mit purer Absicht.
  4. #23

    Achja?

    " Die Arbeitsbelastung im Flight Deck geht dagegen zurück."

    Sie fliegen nicht selbst, richtig?

    Ich bin seit mehr als 20 Jahren beruflich am Fliegen. Kann Ihre Analyse nicht nachvollziehen. Fliegen Sie mal nach nem langen Tag nach Barcelona bei schlechtem Wetter oder dergl.

    Viel Spass bei der 'Minderbelastung' !
  5. #24

    Pilot??

    Zitat von Der_zu_spät_geborene Beitrag anzeigen
    " Die Arbeitsbelastung im Flight Deck geht dagegen zurück."

    Sie fliegen nicht selbst, richtig?

    Ich bin seit mehr als 20 Jahren beruflich am Fliegen. Kann Ihre Analyse nicht nachvollziehen. Fliegen Sie mal nach nem langen Tag nach Barcelona bei schlechtem Wetter oder dergl.

    Viel Spass bei der 'Minderbelastung' !
    Möglicherweise fliegen Sie seit 20 Jahren; aber mit Sicherheit nicht als Pilot!

    Selbstverständlich hat die Arbeitsbelastung abgenommen. FMC (Bordcomputer) übernimmt das Abfliegen der SID (Abflugroute), Streckenflug und STAR (Anflugprozedur). Das musste früher "von Hand" gesteuert und nach Funkfeuern navigiert werden. Die verbleibende "Belastung" heute ist eine Abweichung von o.g. Prozeduren durch die Controller.

    Was bedeutet schlechtes Wetter? Da wir in der Regel immer nach IFR (Instrumentenflug) fliegen ist das Wetter für unrelevant, es sei denn bei Extremlagen, die in unseren Breiten jedoch nicht vorkommen.
  6. #25

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    .....
    Die zeitliche Inanspruchnahme ist gestiegen (und wird vermutlich 2013 weiter steigen). Die Arbeitsbelastung im Flight Deck geht dagegen zurück.
    Zitat von Der_zu_spät_geborene Beitrag anzeigen
    " Die Arbeitsbelastung im Flight Deck geht dagegen zurück."

    Sie fliegen nicht selbst, richtig?

    Ich bin seit mehr als 20 Jahren beruflich am Fliegen. Kann Ihre Analyse nicht nachvollziehen. Fliegen Sie mal nach nem langen Tag nach Barcelona bei schlechtem Wetter oder dergl.

    Viel Spass bei der 'Minderbelastung' !
    Dann fliegen Sie leider seit mehr als 20 Jahren ein und das selbe Lfz-Muster..........
  7. #26

    Beeindruckende Statistik

    Zitat SpON: "Demnach verzeichneten die insgesamt 243 IATA-Airlines keinen einzigen Totalverlust eines Jets westlicher Bauart."

    Angesichts der jährlich Abermillionen Flüge und dessen, was alles schief gehen kann, ist das ein beeindruckendes Ergebnis. Auch wenn, wie im Artikel und Forum schon steht, die Statistik auch mitspielen muss und es im Folgejahr vielleicht schlechter aussieht, wenn es halt doch mal wieder eines der Großflugzeuge (A380, B747) erwischt. Dennoch: Dass die Zahlen auch über längere Zeiträume (10 Jahre und mehr) konstant nach unten zeigen, obwohl die Zahl der Flüge immer weiter zunimmt, zeigt, wie gut sich die Branche um die Sicherheit kümmert.

    Übrigens: Gerade in Afrika ist Fliegen im Vergleich zum Straßenverkehr aufgrund des teils schlechten Zustands der Straßen besonders sicher.


    Jag
  8. #27

    Da hier viele Neunmalkluge unterwegs sind,

    Rechengenies und Piloten, die keine sind, hilft vielleicht ein Zitat:
    "Walter Krämer vom Institut für Wirtschafts- und Sozialstatistik der Technischen Universität Dortmund hat sich in seinem Buch „So lügt man mit Statistik“ auf den Vergleich von Flugzeug und Bahn konzentriert. „Je nachdem, welches Bezugssystem man wählt, kann man Flieger oder Zug schlecht aussehen lassen“, erklärt er. „Rechnet man zum Beispiel mit Personenkilometern, fällt die Rechnung für das Flugzeug sehr günstig aus.“ Die Personenkilometer errechnen sich folgendermaßen: Ein Jumbo, der von Frankfurt nach Sydney fliegt, kommt bei 300 Passagieren und 12 000 Kilometern Strecke auf 3 600 000 Personenkilometer. Für diese Strecke ergeben sich dann mit den Zahlen, die Krämer bei seinen Berechnungen verwendet hat, dreimal mehr Verkehrstote für die Bahn als für das Flugzeug. Anders stellt sich die Sache dar, wenn die Sicherheit anhand der Stunden berechnet wird, die der Reisende insgesamt in dem Verkehrsmittel unterwegs ist. Auf dieser Berechnungsgrundlage gibt es in der Bahn dreimal weniger Verkehrstote pro 100 Millionen Passagierstunden als beim Flugzeug. Die Wahrscheinlichkeit, in der nächsten Stunde zu sterben, ist dann im Flugzeug dreimal so hoch wie im Zug.
    ...
    Flugunfälle: Mit Statistik lügen? - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/wissen/technik/erfindungen/aeronautik/tid-14453/flugunfaelle-mit-statistik-luegen_aid_405219.html
  9. #28

    ...und noch ein Zitat

    Zum Thema Beinahe-Unfälle. Dann haben wirs, glaube ich:
    "Allerdings mahnen die Autoren vor einer "seit Jahrzehnten tickenden Zeitbombe": Beinahe-Kollisionen von Flugzeugen am Boden und in der Luft. Besonders an Flughäfen mit hohem Verkehrsaufkommen und gekreuzten Start- und Landebahnen lauere Gefahr. Die Zahl der Beinahe-Unfälle sei kaum spürbar gesunken."
    http://mobil.stern.de/reise/service/flugunfallstatistik-2011-fliegen-wird-immer-sicherer-1770146.html