Interview mit Jared Diamond: Was wir von Urvölkern lernen können

APJared Diamond ist einer der wenigen Universalgelehrten. Er hat sich als Historiker, Biologe und Anthropologe einen Namen gemacht. Im Interview mit der Zeitschrift "natur" erklärt er, was moderne Staaten den traditionellen Kulturen voraus haben und wo sie von ihnen lernen können.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-874050.html
  1. #1

    und noch etwas..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jared Diamond ist einer der wenigen Universalgelehrten. Er hat sich als Historiker, Biologe und Anthropologe einen Namen gemacht. Im Interview mit der Zeitschrift <i>"natur"</i> erklärt er, was moderne Staaten den traditionellen Kulturen voraus haben und wo sie von ihnen lernen können.

    Jared Diamond: Unterschiede traditioneller und moderner Gesellschaften - SPIEGEL ONLINE
    sie zerstören nicht ihre lebensgrundlage, raubbau ist ihnen wohl fremd, weil sie mit sich und der natur im einklang sind.
    aber vielleicht ist dies auch nur eine idealisieung weil ich meine, daß die zerstörung der welt mit der christianisierung und ihrer missionarischen verbreitung einher ging.
  2. #2

    Indianer lebten nachhaltig,

    sie hätten nie alle Büffel abgeknallt, die Wälder gerodet und nach Öl gebohrt für Profit, wie es die neuen Besetzer, Siedler machen. Insofern waren sie weiser als der Weiße Mann in seinem Wahn. Die Rechnung kommt spät, aber sie kommt und ist zu bezahlen von den Enkeln.
  3. #3

    Papua Neuguinea !

    Zitat von spargel_tarzan Beitrag anzeigen
    sie zerstören nicht ihre lebensgrundlage, raubbau ist ihnen wohl fremd, weil sie mit sich und der natur im einklang sind.
    aber vielleicht ist dies auch nur eine idealisieung weil ich meine, daß die zerstörung der welt mit der christianisierung und ihrer missionarischen verbreitung einher ging.
    Auch weiter noerdlich gibt es noch eingeborene Staemme, so wie auf
    den Philippinen.Gar nicht weit weg von meiner ersten Behausung.
    Manchmal kam diese die Dorfstrasse herunter um fischen zu gehen, mit Lanzen. Die Frauen laufen noch oben ohne herum, aber nur im Dorf.
    Wenn sie sich in die Zivilisation begeben muessen sie ihre Brueste
    bedecken. Vorschrift der kath. Kirche. Erst habe ich gestaunt, dass die
    immer mit dreckigen Beinen rumliefen. Dann kam mir die Erleuchtung,
    nein, nicht die kath. das ist der beste Schutz gegen Insektenstiche.
  4. #4

    Zitat von spargel_tarzan Beitrag anzeigen
    sie zerstören nicht ihre lebensgrundlage, raubbau ist ihnen wohl fremd, weil sie mit sich und der natur im einklang sind.
    Oder weil Ihnen dafür die technischen Möglichkeiten fehlen und/oder weil es zu wenige sind.
  5. #5

    So geht verhandeln

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einmal war das Abkommen schon unterschriftsreif, und da sagten die Leute aus dem Dorf: Nein, gestern war gestern, wir fangen noch mal von vorne an. [/url]
    Das beste Zitat, grins.
  6. #6

    Nonsens

    Zitat von vantast64 Beitrag anzeigen
    sie hätten nie alle Büffel abgeknallt, die Wälder gerodet und nach Öl gebohrt für Profit, wie es die neuen Besetzer, Siedler machen. Insofern waren sie weiser als der Weiße Mann in seinem Wahn. Die Rechnung kommt spät, aber sie kommt und ist zu bezahlen von den Enkeln.
    Die waren nicht weiser, sie hatten nicht die Möglichkeiten.
  7. #7

    Jajaja, und schon tauchen wieder die altklugen Mahner auf, die hier den Unfug verbreiten wollen, dass Ureinwohner mit ihrer Umgebung prinzipiell "gesünder" umgingen.

    Die Ureinwohner der Osterinsel beispielsweise haben durch hemmungslosen Raubbau (z.B. Abholzung des Baumbestandes) ihre eigene Lebensgrundlage zerstört.

    Und auch Indianervölker auf dem amerikanischen Kontinent - beispielsweise die Tolteken - haben vermutlich durch Kriege und Bodenauslaugung die Grundlagen ihrer Kultur zerstört.

    Die Zerstörung der Lebensgrundlagen ist keineswegs eine Erfindung der bösen Europäer, und "Indianer" und "Naturvölker" sind keineswegs bessere Menschen.
  8. #8

    Kollaps

    Zitat von vantast64 Beitrag anzeigen
    sie hätten nie alle Büffel abgeknallt, die Wälder gerodet und nach Öl gebohrt für Profit, wie es die neuen Besetzer, Siedler machen. Insofern waren sie weiser als der Weiße Mann in seinem Wahn. Die Rechnung kommt spät, aber sie kommt und ist zu bezahlen von den Enkeln.
    Leider stimmt das nicht, dass es bei den Indianern oder bei Naturvölkern keine Überlastung der Ressourcen gegeben hat. Ich empfehle das Buch Kollaps von Herrn Diamond. Sie werden staunen.
  9. #9

    Margaret Meads Wunschdenken

    Jetzt bin ich gespannt auf zahlreiche hymnische Beiträge auf die ach so edlen Naturvölker von seiten grüner Gutmenschen und Feministinnen. Die vielzitierte "Anthropologin" Margaret Mead (1901 - 1978) hatte nach nur oberflächlichen Studien der samoanischen Gesellschaft das Bild einer friedlichen und der freien Liebe frönenden Paradiesgesellschaft gezeichnet und ist in gewissen Kreisen immer noch die meistzitierte Quelle. In Wirklichkeit gab es dort blutige Frauenraubkriege und Menschenfresserei. Erfreulicherweise zeichnet Jared Diamond ein differenzierteres Bild seiner Naturvölker.