Glückssuche: "Wettbewerb kann nur ein Teil des Lebens sein"

dapdGeld macht nicht glücklich - oder? Die meisten Menschen suchen Glück noch immer in materiellen Dingen, sagt Daniel Cohen. Im Interview erklärt der französische Wirtschaftsprofessor, warum das nicht funktioniert und wo Glück wirklich zu finden ist.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...-a-873877.html
  1. #1

    Kein Geld macht also nicht unglücklich!

    Das ist gut zu wissen! Ich dachte bisher, der finanzielle Druck Richtung Monatsende hin würde die Tendenz zum glücklich sein zumindest etwas dämpfen. Mein Fehler, scheinbar.

    Es stellt sich nie wirklich die Frage, ob Besitz und Geld glücklich machen können. Wir sollten darauf achten, wann solche Glücksbekenntnisse zur Augenwischerei werden: viele Menschen sind nicht nicht glücklich, weil sie kein Geld, sondern generell zu wenig Geld haben, um eben nicht im Konsum zu schwelgen, sondern um sich und die Familie gut über den Monat zu bringen. Und dann gilt doch: kein Geld kann unglücklich machen, solange der Bauch leer ist.

    Hat wohl jemand geschrieben, dessen Bauch gerade voll war. Davon ab: diese schwarz-weiß-Analyse ist über-oberflächlich.
  2. #2

    Schlussfolgerungn?!

    Wie wahr, aber zuletzt wird das wohl in der Politik ankommen, die sich meist durch besondere Engstirnigkeit in Verbindung mit Selbstüberschätzung auszeichnet.
    Ein mit geradezu religiöser Inbrunst verteidigter Grundsatz ist es ja die unbegrenzte Bereicherung zu schützen. So als ob sich primär darin das Lebensglück verwirklicht. Und der Konkurrenzkampf, nicht die Kooperation, als Treibmittel allen "Fortschritts". Von der Wiege bis zur Bahre.

    Eine Katastrophe, in der Tat. Dieser Irrglaube ist vor allem deshalb so erfolgreich weil er das Narrativ ist das die bestehenden Besitz- und Machtverhältnisse legitimiert. Und von Heesrcharen von Helfern verteidigt wird. Wes Brot ich ess...
    Was bei der Diskussion "macht Geld glücklich?" oft ausgespart bleibt, ist die Tatsache dass ein Mindesteinkommen durchaus massiven Einfluss hat, und jede Veränderung an dieser Untergrenze dramatische Auswirkung. Es gibt ja sogar Zyniker die sagen dass 10 Euro mehr Grundsicherung keine Rolle spielen, weil die eh nicht glücklich machen. Aber erst oberhalb dieser Schwelle, im 6stelligen Vermögens-Bereich flacht dann die Kurve komplett ab.
    Die simple ethische Schlussfolgerung wäre dass diejenigen die schon viel haben viel weniger geschützt werden müssen als die die wenig haben. In der Praxis, auch unserer Vorzeige-Christen in der Politik, ist es genau umgekehrt.
  3. #3

    Geld alleine macht nicht glücklich...

    ...man braucht auch Aktien, Gold und Immobilien. ;)
    Es ist immer wieder nett wenn "Glücksforscher" versuchen den Menschen zu erklären wie unwichtig Geld wäre. Das es aber Menschen gibt die vor Geldsorgen und Zukunftsängsten kaum schlafen können, in der Folge gesundheitlich angeschlagen sind und sich dann erst Recht in der Abwärtsspirale befinden, wird geflussentlich ausgeblendet. Mir geht es gut und ich kenne die Werte des Lebens. Aber nur weil diese nicht von den Sorgen die viele Andere haben überblendet werden.
    Gute Ratschläge helfen diesen Menschen nicht.
  4. #4

    In Marmor meisseln und aushängen!
  5. #5

    ein...

    Wirtschaftsprofessor, erklärt die Welt, schlimm wenn Professoren solch eingeschränktes und simples Weltbild haben, Zusammenhänge nicht erkennen und auf albernste Art ihre kruden Schlußfolgerungen zum Besten geben. Schlimm auch, dass die Artikelschreiberin über einen ähnlich engen Horizont verfügt und dem "Prof." diesen Raum gibt.
  6. #6

    Ach? Das es zu sowas immer wieder "neue" Experten Meinungen gibt... Der normalo weiß das auch so ,
  7. #7

    Zitat von clausde Beitrag anzeigen
    ...man braucht auch Aktien, Gold und Immobilien. ;)
    und Diamanten, denn "Diamonds are a Girl's Best Friend"
  8. #8

    Naja...

    „Geld macht nicht glücklich. Aber wenn man unglücklich ist, ist es schöner, in einem Taxi zu weinen als in einer Straßenbahn.“ Marcel Reich-Ranicki

    Damit ist alles gesagt.
  9. #9

    lesen: aufmerksam

    Zitat von clausde Beitrag anzeigen
    Es ist immer wieder nett wenn "Glücksforscher" versuchen den Menschen zu erklären wie unwichtig Geld wäre.
    Der Herr Glücksforscher hat nicht behauptet das Geld "unwichtig" sei. Die Behauptung ist: ab einem bestimmten Lebensstandard spielt Geld eine weitaus geringere Rolle für unsere Glücksempfinden.

    Ich sehe solche Beiträge hier im Forum sehr oft. Sie beschäftigen sich schnell und oberflächlich mit einem Thema, welches auch schon durch SPON Redaktion schnell und oberfächlich behandelt worden ist. Anstatt hier schnell einen Kommentar zu veröffentlichen sollten Sie ihre Zeit damit verwenden die ein oder andere Publikation zum Thema zu lesen - oder vllt sogar ein Buch in die Hand zu nehmen. So können Sie auch im Kreis der Freunde und Verwandten durch eine sachdienliche Argumentation auffallen - und nicht durch Schnellschuss Marke Internetwissen 2-punkt-nix.

    Das Glück der Menschen hat mehr Aufmerksamkeit verdient als als einen 4-Zeiler im SPON Forum!

    Zitat von clausde Beitrag anzeigen
    Das es aber Menschen gibt die vor Geldsorgen und Zukunftsängsten kaum schlafen können, in der Folge gesundheitlich angeschlagen sind und sich dann erst Recht in der Abwärtsspirale befinden, wird geflussentlich ausgeblendet. Mir geht es gut und ich kenne die Werte des Lebens. Aber nur weil diese nicht von den Sorgen die viele Andere haben überblendet werden.
    Gute Ratschläge helfen diesen Menschen nicht.
    Da haben Sie Recht, gehört aber nicht hierher. Wir sollten die Glücksforschung nicht als eine Wissenschaft sehen auf die wir uns berufen können um Missstände in unsere Gesellschaft zu banalisieren. Und das gilt auch umgekeht.