Studenten zum Jahreswechsel: "Total froh, dass 2012 endlich endet"

SPIEGEL ONLINEWar 2012 ein gutes Jahr? Was war das Schönste und was das Schlimmste? Zwischen Jahresendzeit- und Aufbruchstimmung berichten Studenten von ihren persönlichen Hochs und Tiefs. Und sie wagen einen Blick in die Zukunft: Was soll 2013 bringen?

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...-a-873860.html
  1. #1

    @Karl

    Naja, mit der freien Entfaltung ist es im Kapitalismus abseits privilegierter Stellungen etwa als Mediziner auch nicht weit her - und Studiengebühren haben mit der Qualität der Lehre recht wenig zu tun. Warum überkommt mich eigtl. bei MasterstudentInnen U24 immer ein irgendwie ungutes Gefühl? Liegt es vlt. daran, dass nicht nur in meinem Studiengang die Erstsemester mit ihren 18, 19 an Naivität und Unwissenheit gepaart mit unglaublichem Selbstbewusstsein kaum zu übertreffen waren?
  2. #2

    Die Studenten von heute sind die Niedriglohnjober von morgen.
    5 Jahre Praktikum, dann 1-Euro-Job.
  3. #3

    Unfassbar...

    ...diese Naivität.
    "Wenn ich meinen Master habe wird alles besser".
    "Ich muß nur noch die passende Stelle finden".
    "Das was ich studiere wird nicht gesucht, aber ich bin ja eh für die 40 Stunden-Woche nicht gemacht."
    "Ich will erstmal Urlaub/Weltreise machen, surfen gehn".
  4. #4

    Frauen und Karriere

    Einfach mal die Fotostrecke anschauen und die Fächerwahl der Frauen und Männer und dann darüber nachdenken, warum Frauen seltener Karriere machen.
  5. #5

    Tja...

    Zitat von HansGusto Beitrag anzeigen
    Einfach mal die Fotostrecke anschauen und die Fächerwahl der Frauen und Männer und dann darüber nachdenken, warum Frauen seltener Karriere machen.
    Johannes und Karl studieren etwas. Die anderen wollen nur spielen! ;)
  6. #6

    Hochspannend

    Jetzt wissen wir also, wie das Jahr für linke Studenten so gewesen ist und was 2013 bringen soll. Was ist denn aber mit denen, die unser Land in Zukunft mal voranbringen sollen? Hatten die keine Zeit?
  7. #7

    Ja, das ging mir auch durch den Kopf

    Zitat von HansGusto Beitrag anzeigen
    Einfach mal die Fotostrecke anschauen und die Fächerwahl der Frauen und Männer und dann darüber nachdenken, warum Frauen seltener Karriere machen.
    beim Betrachten dieser Fotostrecke.

    "Kunsthistoriker werden ja nicht so gesucht..."

    Warum, Mädchen, haste das dann studiert????
  8. #8

    na sa-gen-haft

    "Okay, Kunsthistoriker werden nicht unbedingt gesucht, aber ich würde Berlin auch verlassen, um Arbeit zu finden."
    Sagenhaft, diese Opferbereitschaft. Berlin verlassen. Eigentlich undenkbar.

    "Bevor ich Geld verdiene und voll in den Lehrerberuf einsteige, möchte ich mir aber noch etwas gönnen, eine Reise auf die Malediven zum Beispiel. Dafür spare ich schon."
    Urlaub auf den Maldiven: ca. 2.750€ für 1 Woche.
    Noch nie regelmäßig gearbeitet aber zu Beginn schonmal Luxusurlaub machen, den sich andere Leute erst nach Jahren und Sparen leisten können. Und was für Ansprüche haben wir noch?

    "Außerdem habe ich viel über meine berufliche Zukunft nachgedacht und gemerkt, dass ich für eine klassische 40-Stunde-Woche nicht gemacht bin. Lieber möchte ich freiberuflich in verschiedenen Bereichen arbeiten."
    Freiberuflich heißt also weniger als 40h die Woche arbeiten? HALLO? Das Gegenteil wird der Fall sein, sonst kannst Du dir die Butter auf dem Brot nicht leisten.

    Karl, 29, studiert Medizin im letzten Semester
    Endlich mal realitätsnahe Einsichten. Aus Dir wird was werden Karl. Und sozial sein und gerecht, kann man auch in unserem Land.

    Christin, 29, studiert Französisch/Romanistik und Gender Studies sowie klassische Archäologie
    Wenn sie mit 20 Abi hatte, hat sie schon 18 Semester hinter sich. Sagen wir 16, weil sie ja ein Kind bekommen hat. Ich frage mich ernsthaft, was sie mit ihrer Gemischtwarenausbildung denn eines Tages arbeiten will.
  9. #9

    Mit dem Jahresausklang haben die Studis doch endlich wieder was hinter sich gebracht

    Total überzeugend, der unermüdlich im deutschen Sprachbett sich wälzende Hudelverein. Da quält sich was total frustriert in die höheren Semester und hat einen total abgefackten Sprachgebrauch drauf, dass sich die Professoren in Zukunft ein Dictionary mit Übersetzungshilfe von Deutsch nach Rülpsdeutsch anschaffen müssen, um ihr altes unangepasstes Dudendeutsch aus dem Regal zu nehmen. Es ist doch total ätzend, dass die an den Unis Wissenschaft absondernden und Altdeutsch labernden Gruftis in der digitalen Umwelt krass aus der Zeit ragen. Lasst doch endlich die Studis in den Hörsälen ihr eigenes total cooles Programm fingern mit PC, Handy und Kartoffelchips zum abwinken, bevor sie total abgetörnt im neuen Jahr aus der Rolle fallen.