Schul-Massaker: Forscher wollen DNA des Newtown-Amokläufers analysieren

APDas Vorhaben ist umstritten: Forscher wollen die DNA des Massenmörders von Newtown analysieren. Welches Ziel sie verfolgen, ist unklar. Kritiker warnen aber schon jetzt vor den Folgen. Sie befürchten eine Stigmatisierung anhand bestimmter Erbinformationen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/a-875008.html
  1. #1

    Vorsicht

    Nicht selten leiden auch Wissenschaftler am Asperger Syndrom. Die Erforschung könnte nach hinten los gehen, wenn eigene DNA-Merkmale denen des Massenmörders ähneln.
  2. #2

    Grossartige Idee

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Vorhaben ist umstritten: Forscher wollen die DNA des Massenmörders von Newtown analysieren. Welches Ziel sie verfolgen, ist unklar. Kritiker warnen aber schon jetzt vor den Folgen. Sie befürchten eine Stigmatisierung anhand bestimmter Erbinformationen.

    Schulmassaker in Newtown: Forscher wollen Amokläufer-DNA analysieren - SPIEGEL ONLINE
    Die Herstellung, Verbreitung und Verfuegung ueber von ABC Massenvernichtungswaffen bis runter zu Kuechenmessern ist derartig pathologisch, dass sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit genetisch bedingt ist.

    Damit faellt die komplette politische und administrative Fuehrungsriege in jedem Land, das solche Waffen besitzt, unter Generalverdacht und muss schaerfstens beobachtet warden.

    Aber nicht nur eine DNA Untersuchung ist erforderlich, sondern auch implantierte RFDIs fuer lueckenlose persoenliche Satellitenueberwachung, taeglicher mandatorischer Bericht an die neachste Polzeidienststelle ueber Aufenthalt und detaillierter Taetigkeitsbericht (wann, wo, warum und wieso), Kontaktpersonen, Bankverbindungen, lueckenlose psychlogische Evaluierung usw. sind das mindeste, was man im Interesse der Aufrechterhaltung der oeffentlichen Sicherheit und Ordnung ewarten darf.

    Nochmal, wir reden ueber Politiker und deren Erfuellungsgehilfen hier.
  3. #3

    optional

    Ich denke die sozialen Faktoren, wie das Elternhaus und die Einflüsse der Gesellschaft sind zum größten Teil für das Heranreifen eines Gewalttäters verantwortlich. Vielleicht noch etwas zu viel Testosteron im Blut. Wir alle wandeln doch auf einem schmalen Grad, wo oft nur ein kleiner Schubs genügt um uns auf die dunkle Seite des Lebens zu werfen. Was diesen Schubs letztendlich ausmacht, wird schwer zu bestimmen sein, wie die wirkliche Ursache einer Krebserkrankung.
  4. #4

    Ursachen von Gewalt gut erforscht

    Die Ursachen von Gewalt sind bereits gut erforscht.Der Menschen entwickelt sich in einer Kombination aus Anlagen und Umwelterfahrung,wobei wir auf Grund unserer Anlagen sehr ähnlich sind und mir kein Hinweis bekannt ist der auf einen angeborenen Hang zur Gewalt hindeutet.
    Je mehr wir in der Lage sind die bestimmenden Umwelteinflüsse zu erkennen,und entsprechend zu handeln,je grösser werden die Chancen sinnvolle Prävention zu ermöglichen.
    Ich möchte daher gerne noch einmal auf die Erkenntnisse von Alice Miller und Joachim Bauer hinweisen,deren Arbeit für mich sehr viel zum Verständnis beigetragen hat.
    Hier noch einmal Links die zum Thema passen:
    http://www.alice-miller.com/index_de.php
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/joachim-bauer-schmerzgrenze-diesseits-der-schmerzgrenze-1628163.html
    Das auch der Spiegel einmal offen war für ganz andere Erklärungen als gentische Ursachen,ist hier zum Beispiel nachzulesen:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13514175.html
    Zum Glück wird im obigen Artikel zu Newtown zumindest erwähnt das die einseitige Sichtweise von Genforschern viele Probleme mit sich bringt.Vielleicht ein Fortschritt,das auch Umwelteinflüsse erwähnt werden.
    Meine Befürchtung bleibt das die Ursachen der Gewalt solange wenig berücksichtigt bleiben,solange versucht wird dies ausschlisslich oder überwiegend genetisch zu erklären,obwohl mittlerweile so deutlich ist,wie der Mensch durch äussere Einflüsse geprägt wird.Ich glaube das so viel Zeit verloren geht,in der sinnvolle Prävention und Aufklärung geleistet werden könnte.
    Dabei erinnert mich die Vorgehensweise heutiger Genforscher,bzw. von deren Anhängern immer wieder an das Bild des vermeintlich "Bösen" wie wir es aus der Religion kennen.Dabei wird er Mensch selbst als ursprüngliche Quelle dieses Bösen angenommen.Mich schaudert es das solche Vorstellungen auch heute noch weit verbreitet sind.Dabei sind wir heute so viel weiter im verstehen der Ursachen und ganz anders Handeln wäre möglich.
  5. #5

    Doch. Auch ich befürchte eine Wiederholung

    "derartiger Zustände
    Als ich nach Akten über die Zwangssterilisierung meiner Tante suchte, traf ich nämlich nur auf Ignoranz und menschenverachtende Dummheit in der auch heute noch bestehenden Universitätsklinik, die diese Verstümmelungen damals durchgeführt hat.
    ich bezweifle keinen Moment, dass sich auch heute wieder Menschenschlächter und Folterknechte im weissen Kittel finden werden, die zu jeder dreckigen Schweinerei - im Namen des Gesetzes oder im Namen der "Wissenschaft" - bereit sind.
    Und ich bezweifle ebensowenig, dass sich die passenden Politiker finden lassen, die die entsprechenden Gesetze verabschieden würden.
    350000 "Exzesse"?
    Also Ausnahmen?
    Vermutlich Taten von "Einzeltätern"?

    "Zu den schlimmsten Exzessen kam es in Nazi-Deutschland: Mehr als 350.000 Menschen wurden im "Dritten Reich" sterilisiert - nicht nur wegen körperlicher, sondern auch wegen geistiger Behinderungen.
    Zwar befürchtet kaum jemand eine Wiederholung derartiger Zustände."
  6. #6

    optional

    Natürlich bestimmt die genetische Veranlagung allein nicht das Verhalten eines Menschen. Ob ein Mensch mit einer psychischen Erkrankung, z.B. Asperger Syndrom, gefährlich für seine Umgebung werden kann, hängt wohl maßgeblich von seiner Erziehung und Sozialisation ab. Wenn da sehr viel falsch gelaufen ist, kann aus einer persönlichen Frustrationsstimmung eine große Katastrofe entstehen, wohl eher und größer als bei jemanden ohne diese psychische Erkrankung, wo Hemmschwellen mehr wirken.
  7. #7

    soziale Zwecke werden nicht verfolgt

    Zitat von augu Beitrag anzeigen
    Ob ein Mensch mit einer psychischen Erkrankung, z.B. Asperger Syndrom, gefährlich für seine Umgebung werden kann, hängt wohl maßgeblich von seiner Erziehung und Sozialisation ab.
    Das ist sicher so. Aber dass dasselbe auch für Menschen mit somatischer oder ohne jegliche Erkrankung gilt, steht auch fest.

    Auf jeden Fall wird man sich nicht auf mögliche Asperger-Veränderungen konzentrieren, denn eine medizinische Diagnose gab es nicht, und die wäre wahrscheinlich auch nicht zweifelsfrei gewesen. Schizophrenie ist bspw. häufig schwer auszuschliessen.

    Hier kann praktisch nur nach Gewalttätigkeit direkt gesucht werden, weil sie das einzige gesicherte Symptom ist, und über korrelierende Symptome keine Kausalität hergestellt werden kann. Im übrigen lässt sich mit einer Stichprobe von 1 keine Statistik erstellen.
  8. #8

    dafür

    Menschen einzusperren bevor sie eine Straftat begehen werden, das wird es in absehbarer Zukunft nicht geben.
    Der Gedanke allerdings, dass psychische Defizite auch biologische Ursachen haben, der wird nicht so einfach zu verwerfen sein.
    Die Genetik wurde in der Vergangenheit schon missbraucht aber es gibt ja wirklich rein gar nichts, das nicht schon missbraucht worden ist.

    Es ist tatsächlich aber einer meiner grössten Wünsche etwa Psychopathie sicher feststellen zu können und die Betroffenen aus allen verantwortungsvollen Positionen in Politik, Behörden und Wirtschaft heraus zu halten, denn dafür sind diese Personen nicht geeignet auch wenn der Ein oder Andere von deren Taten profitiert.
    Psychopathen sollten auch keinen Waffenschein bekommen.

    Wie man mit Psychopathen im Alltag umgeht, da wünsche ich mir eine breite öffentliche Diskussion.

    Ich bin der absoluten Überzeugung, dass solche psychischen Deformationen für den Grossteil des Leides und des Irrsinns in der Welt und den menschengemachten Katastrophen verantwortlich sind.
    Der Zusammenhang zwischen biologischen Mermalen (z.B. morphologische Besonderheiten des Gehirns) und psychischen Pathologien lässt sich am Besten an diesen Extremen erforschen. Der Psychopath ist schon einer bevor er eine Tat begeht, diese Bezeichnung muss man sich nicht erst mit Massenmorden verdienen.

    Ich bin da sehr dafür das genauer zu erforschen anstatt sich ständig zu wundern. Psychopathen bereits mit einer Speichelprobe zu erkennen, das wäre traumhaft schön.

    Solange aber die ICD und die DSM nicht einmal wissen was Psychopathie überhaupt ist wird es keine Heilung der Menschheit geben.

    Und NEIN, Psychopathen sind keine netten Menschen auch wenn sie so scheinen und die liebevollste Erziehung bekommen haben. Im besten Fall werden sie "nur" Lügner, Betrüger und Manipulatore, aber wer will solche Leute schon der nicht selbst einen nassen Hut hat.
  9. #9

    Psychopathie

    Zitat von luckyloser Beitrag anzeigen
    Menschen einzusperren bevor sie eine Straftat begehen werden, das wird es in absehbarer Zukunft nicht geben.
    Der Gedanke allerdings, dass psychische Defizite auch biologische Ursachen haben, der wird nicht so einfach zu verwerfen sein.
    Die Genetik wurde in der Vergangenheit schon missbraucht aber es gibt ja wirklich rein gar nichts, das nicht schon missbraucht worden ist.

    Es ist tatsächlich aber einer meiner grössten Wünsche etwa Psychopathie sicher feststellen zu können und die Betroffenen aus allen verantwortungsvollen Positionen in Politik, Behörden und Wirtschaft heraus zu halten, denn dafür sind diese Personen nicht geeignet auch wenn der Ein oder Andere von deren Taten profitiert.
    Psychopathen sollten auch keinen Waffenschein bekommen.

    Wie man mit Psychopathen im Alltag umgeht, da wünsche ich mir eine breite öffentliche Diskussion.

    Ich bin der absoluten Überzeugung, dass solche psychischen Deformationen für den Grossteil des Leides und des Irrsinns in der Welt und den menschengemachten Katastrophen verantwortlich sind.
    Der Zusammenhang zwischen biologischen Mermalen (z.B. morphologische Besonderheiten des Gehirns) und psychischen Pathologien lässt sich am Besten an diesen Extremen erforschen. Der Psychopath ist schon einer bevor er eine Tat begeht, diese Bezeichnung muss man sich nicht erst mit Massenmorden verdienen.

    Ich bin da sehr dafür das genauer zu erforschen anstatt sich ständig zu wundern. Psychopathen bereits mit einer Speichelprobe zu erkennen, das wäre traumhaft schön.

    Solange aber die ICD und die DSM nicht einmal wissen was Psychopathie überhaupt ist wird es keine Heilung der Menschheit geben.

    Und NEIN, Psychopathen sind keine netten Menschen auch wenn sie so scheinen und die liebevollste Erziehung bekommen haben. Im besten Fall werden sie "nur" Lügner, Betrüger und Manipulatore, aber wer will solche Leute schon der nicht selbst einen nassen Hut hat.
    Psychopathie wird über soziale Kriterien definiert, und denen liegen keine naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zugrunde. Nicht einmal medizinische. Insbesondere würden, wenn Politik oder Gesellschaft die Ergebnisse auswerten würden, sicher Menschen mit "verkümmerten" Strukturen ausgesondert, die das Herdenverhalten des Menschen determinieren - wenn es denn sowas gibt -. Das ist Anmassung.

    Jede Einmischung durch Ignoranten muss ausgeschlossen werden, auch wenn diese die Forschungsgelder zur Verfügung stellen. Voraussagen aufgrund der genetischen Ausstattung ist schon bei somatischen Deviationen schwierig, wenn sie nicht direkt durch geninduzierten Stoffwechsel selbst induziert wird.

    Über die Psyche und Hirnfunktionen wissen wir nur wenig. Sie sind sowieso nur on the run zu beobachten. Verhältnis und Menge von Transmittern, Qualität und Quantität der Dendritenbildung, die elektrischen Funktionen sind alle nur zu beobachten, aber nicht vorherzusagen.

    Ich bin auch für eine solche Untersuchung, aber die Auswertung darf ausschliesslich Neurologen, Mathematikern oder Biologen vorbehalten bleiben. Psychologen müssen Hausverbot haben.