Gigaliner: Wenig Interesse an Tests mit Riesen-Lkw

dapdDer Testbetrieb mit Riesen-Lastwagen auf deutschen Straßen stößt bei Speditionen offenbar kaum auf Interesse. Bislang haben nur wenige Unternehmen die Gigaliner auf die Straßen geschickt. Jetzt will das Verkehrsministerium weitere Strecken freigeben und erntet Kritik von der Bahn-Lobby.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/g...-a-874978.html
  1. #50

    Gigaliner

    Also die Lkw's sollen ja wie schon erwähnt Langstrecken fahren.Die Fahrer müssen eine sonderlehrgang absolviere. Die lkw's sind auf 80 gedrosselt und haben stricktes Überholverbot so sollte es sein!?Bin aber der Meinung das 44to zu wenig sind;sondern so um ca
    50/55to wäre realistischer.
  2. #51

    der gigaliner ist erst für Speditionen interessant.wenn ganz Deutschland und evt. Europa befahrbar ist .
    und wenn das gesamtgewicht bei 60 t liegt.
    das sind niederlande und Schweden schon 10 Jahre weiter. in Deutschland bremst halt die bahnlobby .
  3. #52

    Gigaliner

    Warum die Aufregung, die Lkw's sollen Langstrecken fahren also M-HH zb.Die Fahrer werden gesondert geschult und auf 80gedrosselt und absulutes Überholverbot.Die 44to sind zu wenig, sollte auf 50-55to erhöht werden.Probleme gibts nur bei der Parkplatzsuche;und bei den sonntagsfahrern die beim überholen ins schwitzen kommen weil sie beim beschleunigen nicht aufs Gaspedal treten sondern die Tank Uhr im Auge haben,siehe Autobahnauffahten!!!!!
  4. #53

    Wiederverkauf kein Problem

    Zitat von phekie Beitrag anzeigen
    Das wichtigste Kriterium, warum Speditionen evtl. zögerlich sind, steht mal wieder nicht im Artikel. Wer finanziert denn wie lange die Dinger?
    Wenn ich mich jetzt anmelde, krieg ich dann einen umsonst gestellt oder muss ich das komplette Gespann selber finanzieren?
    Wenn eher zweites, was passiert denn dann mit dem Gespann, wenn der Feldversuch endet und negativ beschieden wird? Kann ich dann auf meine Kosten verschrotten lassen oder wie? Verkaufen kann ich ja nicht mehr..
    Alles mal wieder toll durchdacht. Bei den geringen Margen in der Transportbranche wird ich als Chef einer Spedition dann auch lieber die Finger von lassen bevor ich >130000 € für einen Feldversuch versenke.
    Ein 'Gigaliner' (welches eine Marke der Firma Krone ist), also: ein Lang-LKW gibts in zwei Ausführungen: entweder ein gewöhnlicher Sattelzug mit angehängtem Tandem-Achsanhänger oder ein gewöhnlicher Dreiachser-LKW mit nachgezogenem Sattelauflieger auf einem Dolly.

    In beiden Fällen kann ich das Gespann trennen und daraus normaler Gleider- bzw. Sattelzüge machen. Ich habe dann nur den Dolly übrig, und benötige eine zweite Sattelzugmaschine. Dann habe ich drei gew. LKW, die sich immer und überall einsetzen lassen. Oder verkaufen.

    DAS ist nämlich der wirtschaftlich Grund hinter den Dingern: Zwei Fahrer bringen dieselbe Ladungsmenge in weniger Zeit und mit weniger Hardwarekosten (und natürlich geringeren Personalkosten) von A nach B wie sonst drei LKW-Züge.
  5. #54

    Alternative Modalohr

    Zitat von jasper366 Beitrag anzeigen
    Wenn Strecken dementsprechend geplant (um)gebaut werden, könnte eine rollende Landstraße evtl. eine Alternative sein, aber ich befürchte es hapert an einem entsprechenden Angebot (Preis) und auch der Zeitvorteil wird auf Grund der aufwändigen Beladung nicht sonderich groß sein. Bietet sich somit, wenn überhaupt, nur für Waren an die über weite Wege transportiert werden, dies ist aber wieder nur der geringste teil des LKW Verkehr.
    Es gibt von der Fa. Lohr Industries im Elsass ein System namens Modalohr, welches in Frankreich (noch kleineres Lichtraumprofil als in D) und Italien eingesetzt wird namens Modalohr. Das sind spezielle Bahnwaggons, die eine einfache seitliche Beladung mit kompletten Sattelzügen oder Aufliegern erlaubt. Durch die Bauweise ist es möglich, normale Auflieger zu transportieren. Das System wird sich nicht surchsetzen, weil
    - a) in den Umladebahnhöfen mehr Platz benötigt wird als bei der klassischen RoLa-Verladung
    - b) erhebliche Investitionen in rollendes Material zu tätigen sind
    - c) und dummerweise Lohr Industries sich mit den Entwicklungskosten voll auf die Schnauze gelegt haben; sie sind seit etwa Mitte des Jahres insolvent :(

    Soviel zu Bahntransporte.

    Wer sich über Sonderverkehre bei der Bahn informieren möchte, dem sei die Zeitschrift Bahnreport nahe gelegt. Es wird z.B. über Stahlcoiltransporte zwischen zwei Standorten im Ruhrgebiet berichtet. Alleine einen solchen Zug voll Material (1 Lok, 1 Lokführer, 10 bis 15 Waggons á 60 Tonnen Ladung) per LKW zu bewegen hieße mindestens 24 Fahrer, 24 Sattelzüge á 25 Tonnen Ladung und eine Unmege Verkehrsbelastung auf ohnehin grenzwertig vollen Straßen.
  6. #55

    Zitat von dr. kaos Beitrag anzeigen
    Ein 'Gigaliner' (welches eine Marke der Firma Krone ist), also: ein Lang-LKW gibts in zwei Ausführungen: entweder ein gewöhnlicher Sattelzug mit angehängtem Tandem-Achsanhänger oder ein gewöhnlicher Dreiachser-LKW mit nachgezogenem Sattelauflieger auf einem Dolly.

    In beiden Fällen kann ich das Gespann trennen und daraus normaler Gleider- bzw. Sattelzüge machen. Ich habe dann nur den Dolly übrig, und benötige eine zweite Sattelzugmaschine. Dann habe ich drei gew. LKW, die sich immer und überall einsetzen lassen. Oder verkaufen.

    DAS ist nämlich der wirtschaftlich Grund hinter den Dingern: Zwei Fahrer bringen dieselbe Ladungsmenge in weniger Zeit und mit weniger Hardwarekosten (und natürlich geringeren Personalkosten) von A nach B wie sonst drei LKW-Züge.
    Es gibt noch mehr Fahrzeugmodelle als die beiden genannten. Der Link zu dem Wikipediabereicht den ich hier vor zwei Tagen einstellte kam aber irgendwie nicht durch die Zensur...
    Bis auf ein weiteres Modell (Zugfahrzeug plus zwei angekuppelte Tandemanhänger) verlangen diese Kombis aber höhere Investitionen und die Fahrzeuge sind anderweitig nur schwer einsetzbar bzw. schlechter händelbar (rangieren oder Kurvenradien).

    EuroCombi
  7. #56

    Gigaliner

    Es gibt ein Faktenpapier zum Feldversuch mit Lang-LKW von der Initative für Innovative Nutzfahrzeuge.Wer das Gesponsert hat ,ka Ahnung.Seht es Euch an,es kann nicht Schaden.Hat sich auch mal wer Gedanken gemacht, wie eigentlich die Dachfläche die sich um 25% vergrößert hat von Eis u. Schnee gereinigt werden soll?Das hatte ich mal Herr Ramsauer gefragt u. er bestätigte mein Gedanken, dies nicht in die Planungen der Einführung einbezogen zu haben.Manuell ist das nicht mehr zu Realisieren.Ich habe eine stationäre Enteisungsanlage entwickelt die der Fahrer durchfährt und allles geht automatisch.Ein Prototyp ist in Arbeit.Ein frohes Neues noch.
  8. #57

    Zitat von jasper366 Beitrag anzeigen
    Die Meterlast eines 44t Gigaliners kann wohl nicht größer sein als die eines 44t 5-Achsers der ja heute schon heute fahren darf.
    Meterlast 40 tonner bei 18,75 m länge: 2,10 t / m
    Meterlast 60 tonner (!) bei 25,25 m länge: 2,4 t / m
    meterlast ? eine lustige erfindung von ihnen ?
    die achslast belastet die straße. und diese ist unabhängig von der länge des fahrzeuges.
    40 t auf 5 achsen = 8 t / achse
    60 t auf auf 8 achsen = 7,5 t / achse
    oder aber
    44 t auf 8 achsen = 5,5 t /achse
    ob sie diese gewichte auf 10, 20 oder noch mehr meter verteilen spielt dabei keine rolle.
  9. #58

    Vergeßt die Bahn

    Es wird immer so getan, als wäre die Verlagerung der Güter auf die Bahn das Allheilmittel. Dabei weiß man heute, dass die Bahn nur minimal umweltverträglicher transportieren kann als der LKW.
    Dazu kommt, dass sie leider total unwirtschaftlich ist. Also vergeßt es. Es macht einfach keinen Sinn den Transport mit Gewalt (Gesetz) auf die Schiene verlagern zu wollen.