Reiserecht: Kaputter Flugzeugsitz ist Reisemangel

DPAAuf einem Langstreckenflug funktionierte der Sitz im Flugzeug nicht richtig - obwohl die Passagiere in der Comfort Class gebucht hatten. Laut einer Entscheidung des Landgerichtes Frankfurt erhalten sie dafür einen Teil ihres Reisepreises zurück.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-874901.html
  1. #1

    Condor...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf einem Langstreckenflug funktionierte der Sitz im Flugzeug nicht richtig - obwohl die Passagiere in der Comfort Class gebucht hatten. Laut einer Entscheidung des Landgerichtes Frankfurt erhalten sie dafür einen Teil ihres Reisepreises zurück.

    Reiserecht: Kaputter Flugzeugsitz ist Reisemangel - SPIEGEL ONLINE
    Naja, Comfort Class gibt es bei Condor... so richtig entspannend sind die Sitze da nicht gerade. Nur schräg zu stellen (keine Liegeposition), recht hart und meist schon arg abgenutzt. Ich bin schon mehrfach mit denen in der Comfort Class geflogen, aber vermeide es, wenn es eine andere Airline zu dem anvisierten Ziel gibt - Air Mauritius ist auch nicht schlecht. Außerdem lässt die Freundlichkeit bei Condor oft sehr zu Wünschen übrig...
  2. #2

    Noch interessanter

    Ja, ein kaputter Flugzeugsitz ist ein Reisemangel, interessanter Bericht von SPON. Aber noch interessanter erscheint die Frage, ob ein zu enger Flugzeugsitz auf einem Langstreckenflug generell ein Reisemangel ist. Meiner Ansicht nacht handelt es sich dabei um ein Grundsatzproblem, dem sich die Verantwortlichen nicht stellen, weder die Fluggesellschaften noch die Regierungen und die IATA). Die Zahl der Thrombose-Toten wegen zu enger Sitze in Flugzeugen wird geheimgehalten.

    Was fehlt, ist die längst überfällige öffentliche Diskussion darüber, ob größere Flugpassagiere ein Recht auf einen Platz im Flugzeug haben, in dem sie unbeengt und mit ausreichender Beinfreiheit sitzen können. Das gilt besonders für Langstrecken, weil dort die körperlichen Gefährdungen zunehmen. Die Menschen, gerade junge Menschen, werden immer größer – der moderne Flugbetrieb darf diese Entwicklung nicht länger ignorieren.
  3. #3

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Was fehlt, ist die längst überfällige öffentliche Diskussion darüber, ob größere Flugpassagiere ein Recht auf einen Platz im Flugzeug haben, in dem sie unbeengt und mit ausreichender Beinfreiheit sitzen können. Das gilt besonders für Langstrecken, weil dort die körperlichen Gefährdungen zunehmen. Die Menschen, gerade junge Menschen, werden immer größer – der moderne Flugbetrieb darf diese Entwicklung nicht länger ignorieren.
    Bevor man über Sitzabstände diskutiert, sollte den allermeisten Reisenden zuerst mal klar sein, dass sie mit den bezahlten Preis max. einen Konstendeckungsbeitrag leisten, aber keinesfalls die tatsächlichen Vollkosten ihres Fluges decken. Die werden durch diejenigen, die in der Economy flexible Tickets halten bzw. durch diejenigen, die vorne sitzen querfinanziert.

    Also sollte der Ruf zuerst mal lauten, hinten realistische Preise zu verlangen, bevor über irgendwelche Platzverbesserungen nachgedacht wird.
  4. #4

    Vielflieger

    [......................... Die Zahl der Thrombose-Toten wegen zu enger Sitze in Flugzeugen wird geheimgehalten.

    Was fehlt, ist die längst überfällige öffentliche Diskussion darüber, ob größere Flugpassagiere ein Recht auf einen Platz im Flugzeug haben, in dem sie unbeengt und mit ausreichender Beinfreiheit sitzen können. Das gilt besonders für Langstrecken, weil dort die körperlichen Gefährdungen zunehmen. Die Menschen, gerade junge Menschen, werden immer größer – der moderne Flugbetrieb darf diese Entwicklung nicht länger ignorieren.[/QUOTE]

    Typisch, sich selber besserstellen wollen auf Kosten der anderen. Wenn es ihnen im Flieger zu eng ist können sie ja wie die Frau im Artikel upgraden und Business oder First wählen. Und das dann bitte auch bezahlen. Ich sehe nicht ein, dass ich die Sonderwünsche von Zugrossgewachsenen, ZuDicken, Klaustrophobikern usw. mitbezahlen soll. Und gegen Throbosen hat bei mir immer das Rumspazieren geholfen. Vielleicht auch mal ordentlich trinken ?
  5. #5

    Ja klar

    Die Reise geht vom Antritt der Reise bis zum Reise-Ziel.

    Da hat der kaputte Flugzeugsitz sehr wohl den grössten Anteil daran.

    Beim staubigen belegten Brötchen an Bord wäre es anders ;-)
  6. #6

    Leiden - oder wie im siebten Himmel

    Zitat von leser008 Beitrag anzeigen
    Typisch, sich selber besserstellen wollen auf Kosten der anderen. Wenn es ihnen im Flieger zu eng ist können sie ja wie die Frau im Artikel upgraden und Business oder First wählen. Und das dann bitte auch bezahlen. Ich sehe nicht ein, dass ich die Sonderwünsche von Zugrossgewachsenen, ZuDicken, Klaustrophobikern usw. mitbezahlen soll.
    Wie kommen Sie darauf, dass ich mich besserstellen will? In meinem Personalausweis steht 1,93 Meter, wahrscheinlich bin inzwischen geschrumpft, jedenfalls bin ich noch nie etwas anderes als Economy geflogen, wäre mir viel zu teuer. Das Problem ist ein objektives, ein biologisches. Es geht nicht um Bevorzugung oder Benachteiligung, auch nicht um die Mischkalkulation von bequemen teuren Plätzen und unbequemen billigen – innerhalb einer gewissen Bandbreite von Körpergröße und Gewicht müssen angemessene Flugzeugsitze bereitgehalten werden: Hier liegt die Priorität, die nicht eingehalten wird. Erst dann kommen die wirtschaftlichen Kriterien. Man kann nicht in Flugzeugen die Mehrzahl der Passagiere fast inakzeptabel einpferchen und dafür einer Minderheit kostspielige, aber sehr großzügige Sitze anbieten, das ist unvernünftig.

    Wer das Geld hat, fliegt wie im siebten Himmel, wer wenig Geld hat, der leidet beim Fliegen: Diese Klassengesellschaft in den Lüften muss zwar nicht unbedingt abgeschafft werden, weil dann sofort das Sozialismus-Geschrei ausbrechen würde – aber diese Klassengesellschaft darf nicht zu unhaltbaren Zuständen führen. Wenn die Fliegerei durch eine Neuordnung durchschnittlich teurer wird, dann ist es eben so.

    Zitat von leser008 Beitrag anzeigen
    Und gegen Throbosen hat bei mir immer das Rumspazieren geholfen. Vielleicht auch mal ordentlich trinken ?
    Unterhalten Sie sich doch einmal mit einem erfahrenen Arzt über die Gefahren – danach sind Sie wahrscheinlich zurückhaltender mit solchen lockeren Ratschlägen.
  7. #7

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    . Die Zahl der Thrombose-Toten wegen zu enger Sitze in Flugzeugen wird geheimgehalten. .
    Wer soll und vor allen Dingen wie soll man Thrombose-Toten denn geheim halten?

    Wenn man an der Diagnose "Thrombose" stirbt, dann meist nicht im Flugzeug oder kurz nach der Landung, sondern im Regelfall Tage danach.

    Es sind übrigens nicht die engen Sitzen, sondern die fehlende Bewegung, die zur Thrombose führt, respektive der enge Sitzabstand, der das Bewegen der Beine einschränkt.
  8. #8

    Thrombose

    Thrombosestrümpfe kann man tragen, alternativ des öfteren im Gang hin und herlaufen, mehr trinken usw.
  9. #9

    Schlechte Erfahrung mit Air Mauritius

    Ich habe die genau umgekehrte Erfahrung wie Earl Grey gemacht: 10 Stunden Flug mit Air Mauritius musste ich auf einem Sitz überstehen, dessen Sitzfläche stark nach vorne geneigt war. Ergebnis: Muskelkrämpfe, weil ich mich im Sitz immer wieder hoch schieben musste.
    Dagegen habe ich mit Condor bisher nur gute Erfahrungen gemacht, auch mit dem Personal. Es ist aber klar, dass auch hier mal jemand einen schlechten Tag erwischen kann.