Weniger als 200 Anträge: Deutsche nutzen Pflege-Auszeit kaum

dapdSeit Anfang 2012 können Beschäftigte ihre Arbeitszeit reduzieren, um Angehörige zu pflegen. Doch das Gesetz zur Pflegezeit wird kaum genutzt: Einer vorläufigen Statistik des Bundesfamilienministeriums zufolge sind bislang weniger als 200 Anträge eingegangen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-874892.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Anfang 2012 können Beschäftigte ihre Arbeitszeit reduzieren, um Angehörige zu pflegen. Doch das Gesetz zur Pflegezeit wird kaum genutzt: Einer vorläufigen Statistik des Bundesfamilienministeriums zufolge sind bislang weniger als 200 Anträge eingegangen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

    Pflegezeit: Deutsche stellten 2012 weniger als 200 Anträge - SPIEGEL ONLINE
    Ist es ein Wunder?
    Das Gesetz ist von vorne bis hinten eine Farce!
  2. #2

    Es stellt sich da die Frage....

    ....wie ein Arbeitgeber darauf reagiert, wenn er gezwungen wird dem Arbeitnehmer einen Kredit zu geben, was die vorgeschossenen 25% des Lohns ja sind. Auch muss man überlegen, wie er damit zurecht kommt, dass der Arbeitnehmer nur noch die Halbe Arbeit machen will. Soll er eine Halbzeitkraft einstellen und seiner Frau das Auto weg nehmen?
  3. #3

    weltfremd

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Anfang 2012 können Beschäftigte ihre Arbeitszeit reduzieren, um Angehörige zu pflegen. Doch das Gesetz zur Pflegezeit wird kaum genutzt: Einer vorläufigen Statistik des Bundesfamilienministeriums zufolge sind bislang weniger als 200 Anträge eingegangen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

    Pflegezeit: Deutsche stellten 2012 weniger als 200 Anträge - SPIEGEL ONLINE
    das zeigt mal wieder wie weltfremd unsere herschenden eliten sind, wer kann sich das schon leisten ne auszeit im job zu nehmen? dann sagt der chef, was auszeit, ok hier haste ne auszeit fuer immer.
    man abgeordneter müsste man sein, da is die welt so schoen rosa einfach
  4. #4

    Wie immer bei dieser

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Anfang 2012 können Beschäftigte ihre Arbeitszeit reduzieren, um Angehörige zu pflegen. Doch das Gesetz zur Pflegezeit wird kaum genutzt: Einer vorläufigen Statistik des Bundesfamilienministeriums zufolge sind bislang weniger als 200 Anträge eingegangen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

    Pflegezeit: Deutsche stellten 2012 weniger als 200 Anträge - SPIEGEL ONLINE
    Ministerin: Klein - Klein, nur Stückwerk, herumdoktorn am Symptom, nichts als leere, sinnentfernte und realitäfremde Aktionen. Leider ist diese Frau nicht die Einzige absolute Fehlbesetzung in Merkels Kabinett. Das Große Ganze, eine Vision, oder zumindest einen gescheiten Plan zum lösen der dringenden und drängenden gesellschaftlichen Probleme ( Demografiekatastrophe, Jugendverwahrlosung, Alleinerziehendenarmut... ) sucht man im Familienministerium vergebens. Das muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen; 140 Anträge bei Millionen von Pflegebedürftigen! So sieht es halt aus wenn verkopfte, lebensferne Quotenfrauen versuchen etwas auf die Reihe zu bringen. Ich werde den Verdacht nicht los das Frau Merkel solche Personalien absichtlich wählt damit sie als alleinige Heilsbringerin im Plus bleibt. Und die Umfragen scheinen ihr ja recht zu geben.
  5. #5

    Offenbar eine Schnapsidee ...

    ... von das Familienminister Schröder. Am besten wieder kassieren und die mit der Verwaltung beschäftigten Beamten sofort wieder einer sinnvollen Beschäftigung zuführen, z.B. der Reinigung der deutschen Sprachen von machohaften Artikeln.
  6. #6

    Das Bürokratiemonster ..

    ..hat wieder zugeschlagen. Der Staat muss sich nicht in alles einmischen .
  7. #7

    So langsam frage ich mich, ob Frau Schröder überhaupt noch politisch brauchbar ist. In ihren 3 Jahren als Ministerin hat sie noch nichts gescheites auf die Beine gestellt, s. auch Kristina Schröder | Personen | ZEIT ONLINE
    Also: Quo vadis?
  8. #8

    Vielleicht hätte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit Anfang 2012 können Beschäftigte ihre Arbeitszeit reduzieren, um Angehörige zu pflegen. Doch das Gesetz zur Pflegezeit wird kaum genutzt: Einer vorläufigen Statistik des Bundesfamilienministeriums zufolge sind bislang weniger als 200 Anträge eingegangen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

    Pflegezeit: Deutsche stellten 2012 weniger als 200 Anträge - SPIEGEL ONLINE
    man sich im Vorfeld mal damit befassen sollen, wer seine "Alten" pflegt. Und in welchem Rahmen sich der Pflegeaufwand bewegt.

    Pflege wird in der Hauptsache von Frauen geleistet.
    Wenn es sich um einen schwerstpflegebedürftigen handelt mit Nachtversorgung oder permanent Betreuung z.B. bei schwerer Demenz, ist es gar nicht möglich noch zusätzlich einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Diese "Alten" werden entweder im Heim gepflegt, oder die Pflegende ist so und so zu Hause. . Und wo es sich um eine stundenweise Versorgung bzw. Pflege handelt....wenn die Frauen bereits halbtags arbeiten, lässt sich die Arbeitszeit naturgemäß nicht mehr reduzieren. Und wenn sie eine volle Stelle haben, zählen sie mehrheitlich zu den Geringverdienerinnen und ein noch geringeres Einkommen können sich diese Familien meist nicht leisten. Ganz davon abgesehen, dass der Arbeigeber es meist nicht nötig hat sich auf solche Experimente einzulassen. Der Markt ist voll von Frauen, die den Job ohne Umstände übernehmen könnten.

    Und diejenigen Frauen, die in einem gut bezahlten Job tätig sind, können es sich leisten die Pflege privat zu organisieren und tun dies mehrheitlich auch.

    Die geringe Zahl der Anträge überrascht mich in keinster Weise und zeigt dass die Auszeit, auch wenn sie gut gemeint gewesen sein sollte, an der gesellschaftlichen Realität vorbei geht.
  9. #9

    Genau so etwas führt zur Politikverdrossenheit. Wenn man sich bei einem so eindeutigen Flop nicht hinstellt und sagt: "Ok, wir haben die Situation falsch eingeschätzt, aber wir bessern nach." Sondern meint so etwas auch noch schön reden zu müssen.