Kassiererin Emmely: "Dankeschön, dass ich so viel erleben durfte"

dapdEs ging um Pfandbons für 1,30 Euro. Kassiererin "Emmely" wurde fristlos gefeuert und kämpfte über zwei Jahre lang gegen ihren Arbeitgeber, mit Erfolg. Jetzt hat Barbara Emme ein Buch veröffentlicht, sitzt wieder an der Supermarktkasse - und muss manchen Kunden Autogramme geben.

Supermarkt-Kassiererin "Emmely" arbeitet wieder an der Kasse - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    !!

    na dann hoffen wir mal, dass genügend Menschen das Buch kaufen, die Anwaltskosten bezahlt werden und etwas Geld übrig bleibt. Und, dass sie es nicht für ein Pad, Pid Pad ausgibt.

    Hört sich boshaft an?? Nee isses nicht, das tun ja die meisten Menschen mit einem unverhofften Betrag, leider.
  2. #2

    Politiker müsste man sein

    So ist das nun mal im Leben, die einen "vergessen" 100.000 Mark die anderen erschleichen sich Doktor Titel und verweigern im EU-Parlament die Arbeit der andere verjubelt 2 Millionen Euro Förderkredite für Firmen wie Königsmacher und Momox, bezahlt seine Schulden nie zurück und die anderen werden wegen 1,80 Euro voll zur Rechenschaft gezogen.
  3. #3

    optional

    Ich finds schwierig. Ich geb auch zu, dass ich im Zweifeln vermutlich falsch liege, da es für die andere Seite viele gute Argumente gibt (und ein dogmatisches Rangehen an die Sache hier eben auch unangemessen ist), aber wos halt hakt, ist: woran macht man Vertrauen an den Arbeitnehmer, woran Diebstahl, woran eben die angemessene Reaktion zum hunderprozentigen "Hinter-dieser Frau-stehens" aus?
    Es ist richtig, dass ne Kündigung zu weit ging. Dafür federt die Abmahnung angemessen ab bzw. hätten Arbeitgeber eine zu leichte Handhabung zur Entlassung ungeliebter Angestellter. Aber die Frage, die sich mir bei der Umschreibung der "erheblichen Pflichtswidrigkeit" des Gerichtes auftut, ist, woran macht man diese Erheblichkeit aus? Und wenn die eben so erheblich ist, wie kann man die Frau dann wieder an die Kasse stellen?
    (Und ich arbeite schon lange in einem Supermarkt und um mal zur Heuchelkeit zu kommen, jeder Angestellte frisst sich oft durch "kaputte" Ware. Diese Konzerne sind so gut versichert, es kümmert sie nix. Nichtmal wenn die Kinder nach ihren Überraschungen geifernd die Cornflakespackungen zerrupen und der Chef danebensteht).
    Ich will kein Chef sein, irgenwo stand, dass der meiste Diebstahl im Einzelhandel nicht von Kunden sondern von Angestellten ausgeht.
    Ich mein, dass Ganze hier ist schwierig. Eventuell kein gutes Zeichen. Und nicht einfach für diese Läden. (Auch wenns hier nicht die Falschen trifft..)
  4. #4

    Gerechtigkeit in seine Hände nehmen

    Nun, ist es nicht ein wegweisendes Beispiel, was Sie Herren und Damen als bürgerliche Politiker samt Heuschrecken wie Deutschen Bank aus diesem „Sozialstaat“ gemacht haben. Eine Kassiererin wird wegen 1,30 Euro fristlos gefeuert. Mister „Pain in the ass“ (Jain) und Herr „Rennen, mit kurzen Beinen“ (fitschen) veruntreuen Milliarden, machen Image allen deutschen Unternehmen kaputt und dürfen es gerne weiter tun! Nun wenn Justiz und Politik schweigt, dann begrüße ich jeden Banküberfall des Konzerns Deutsche Bank. Hoffentlich werden noch mehr „Robin Goods“ nach den beiden Vorfälle in Berlin wagen, die Gerechtigkeit in Ihre Hände zu nehmen…
  5. #5

    Bravo, Frau Emme

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ging um Pfandbons für 1,30 Euro. Kassiererin "Emmely" wurde fristlos gefeuert und kämpfte über zwei Jahre lang gegen ihren Arbeitgeber, mit Erfolg. Jetzt hat Barbara Emme ein Buch veröffentlicht, sitzt wieder an der Supermarktkasse - und muss manchen Kunden Autogramme geben.

    Supermarkt-Kassiererin "Emmely" arbeitet wieder an der Kasse - SPIEGEL ONLINE
    Menschen wie Frau Emme werden dringend benötigt um den Rambos in den Personalbüros der Unternehmen ihre Grenzen zu zeigen. Das Land sollte ihr dankbar sein, einmal für ihren Mut die Angelegenheit durchgezogen zu haben und dafür, dass wir jetzt auch bei den Arbeitsrichtern ein Umdenken haben und den menschenverachtenden Handeln in den Vorstandsetagen Grenzen gesetzt wurden. Gerade diesen Leuten mit ihren Allmachts Phantasien die kleine Beschäftigte wie Dreck behandeln, ist gezeigt worden, Beschäftigte sind auch Menschen mit Rechten.
    Nochmals Bravo Frau Emme, Sie haben mehr für die Beschäftigten getan als viele Politiker und man sollte mal darüber Nachdenken, Frau Emme das Bundesverdienstkreuz zu verleihen, denn sie hat sich um dieses Land verdient gemacht.
    Gleichzeitig sollte man bei Kaisers den Personalchef feuern, denn mit solchen Leute ist kein Blumentopf zu holen. Dieser Mann ist eine Niete und hat seinen Job verfehlt. Vielleicht ist er an der Kasse brauchbar.
  6. #6

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ging um Pfandbons für 1,30 Euro. Kassiererin "Emmely" wurde fristlos gefeuert und kämpfte über zwei Jahre lang gegen ihren Arbeitgeber, mit Erfolg. Jetzt hat Barbara Emme ein Buch veröffentlicht, sitzt wieder an der Supermarktkasse - und muss manchen Kunden Autogramme geben.

    Supermarkt-Kassiererin "Emmely" arbeitet wieder an der Kasse - SPIEGEL ONLINE
    Alles andere wäre auch Unrecht gewesen!
    Ich sage nur Nonnenmacher!
  7. #7

    Na großartig!

    In diesem äußerst einseitigen Artikel ist das Loswerden von "unliebsamen Arbeitnehmern" also auf jeden Fall schlecht und verwerflich.

    Hier der Versuch einer objektiveren Darstellung:
    Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Dame gegangen werden sollte weil sie hervorragende Arbeit leistet und ihr Gehalt mit Ihrer Arbeit wieder rein bekommt.

    Sie überzeugt die Kollegen mit Ihrer Person?
    Gut für ihr seelisches Wohlbefinden, jedoch kaum relevant für den Grund Sie zu beschäftigen

    Sie arbeitet wieder bei Kaisers?
    Das ist allein Kaisers zu verdanken und nicht den Gerichten. Ich habe schon viele Arbeitnehmer gesehen, die geglaubt haben nach eine langen Betriebszugehörigkeit kaum mehr arbeiten zu müssen und dann feststellen mussten, dass nach einer erfolglosen Kündigung gleich am nächsten Tag wieder die nächste Kündigung auf dem Tisch lag und immer so weiter.
    Die Frage ist AUSSCHLIEßLICH, ob Kaisers die Frau raus haben will oder nicht. Und für eine belastbare Kündigung gibt es hervorragende Experten, den die Wirkung eines negativen öffentliche Images hat in den Zahlen seine Grenze.

    Warum ist es in Ordnung, wenn ein Arbeitnehmer gute Leistung bringen könnte, aber es nur dann tut wenn ihm danach ist und man ihm seiner Meinung nach die CHANCE gibt - und (natürlich) ein konstant hohes Gehalt fordert, mit dem es sich auskommen lässt? Und dann auf andere schimpft, die mehr leisten und mehr verdienen?
  8. #8

    War doch boshaft

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    na dann hoffen wir mal, dass genügend Menschen das Buch kaufen, die Anwaltskosten bezahlt werden und etwas Geld übrig bleibt. Und, dass sie es nicht für ein Pad, Pid Pad ausgibt.

    Hört sich boshaft an?? Nee isses nicht, das tun ja die meisten Menschen mit einem unverhofften Betrag, leider.
    Die Anwaltskosten wird Sie nicht zahlen müssen, das die Kassiererin a) in einer Gewerkschaft ist und Arbeitsprozesse durch die Gewerkschaftsbeiträge gezahlt werden und b) bei einer unrechtsmässigen Kündigung wohl hofffentlich der Arbeitgeber diese zahlen muss.

    Was die Kassiererin mit dem Geld macht ist Privatsache. Warum soll sie nicht einen iPad kaufen? Das allerwichtigste ist, dass die Frau wieder arbeitet und damit hat sie wieder ein regelmässiges Einkommen.

    Ihren Beiträgen empfinde ich als boshaft. Menschen wie Emily, die hart arbeiten und relativ wenig verdienen, können i.a. sehr gut mit Geld umgehen - im Gegensatz zu Bankmanager, und Planer für Bahnhöfe und Flughäfen. Menschen wie Emily werden i.a. nicht vom Steuerzahler gerettet.
  9. #9

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    die Anwaltskosten bezahlt werden
    die Anwaltskosten muss doch wohl die unterlegene Seite zahlen, also "Kaisers", oder der Staat halt.
    Na ja, es bleibt ein bitterer Beigeschmack. :-(