Zum Tode Keiji Nakazawas: Zeichnen, um zu überleben

Getty ImagesAlles, nur nicht wegrennen: Keiji Nakazawa überlebte 1945 den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima. Später zeichnete er sich das Erlebte als Comic von der Seele. "Barfuß durch Hiroshima" gilt als Meilenstein des Genres. Jetzt erlag Nakazawa den Spätfolgen der nuklearen Katastrophe.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-874872.html
  1. #1

    Katastrophe?

    Habe gerade das Buch Bomber County gelesen. Der Autor behauptet, daß Flächenbombardements überwiegend ziviler Ziele gegen die Genfer Konvention verstoßen. Sollte dies korrekt sein, handelt es sich bei dem Atombombenabwurf auf Hiroshima um ein Kriegsverbrechen. Curtis LeMay, der für die Ausführung des Angriffs verantwortliche General, hat das indirekt zugegeben, als er nach dem Krieg erklärte, daß wenn die USA den Krieg verloren hätten, er als Kriegsverbrecher angeklagt worden wäre.
  2. #2

    mit 73... Spätfolgen nach 67 Jahren...

    na klar, Herr Pannor, alles klar!!!!
  3. #3

    Zitat von wortmannin Beitrag anzeigen
    Habe gerade das Buch Bomber County gelesen. Der Autor behauptet, daß Flächenbombardements überwiegend ziviler Ziele gegen die Genfer Konvention verstoßen. Sollte dies korrekt sein, handelt es sich bei dem Atombombenabwurf auf Hiroshima um ein Kriegsverbrechen. Curtis LeMay, der für die Ausführung des Angriffs verantwortliche General, hat das indirekt zugegeben, als er nach dem Krieg erklärte, daß wenn die USA den Krieg verloren hätten, er als Kriegsverbrecher angeklagt worden wäre.
    Dann sollten Sie auch mal in einer Suchmaschine nach "Baedekerangriffe" suchen. Sie werden überrascht sein.....
  4. #4

    73..

    ..ist kein Alter, schon garnicht in Japan.Und Krebs und was er sonst noch hatte sind in diesem Alter nicht der Normalfall.
  5. #5

    Ich lach mich weg

    Spätfolgen des Atombombenabwurfes: Diabetes, grauer Star, Lungenkrebs (!).
    Hat sich 67 Jahre durchgerafft, der Tapfere. Und jetzt diese Spätfolgen. Entzetzlich! Echt!
  6. #6

    Legendär

    Barfuss durch H. ist der beste dokumentarische Comic. Es ist traurig zu hören, dass sein Schaffer gestorben ist!
    R.I.P.
  7. #7

    Endlich jemand, der sagt, wie es war.

    Zitat von zufriedener_single Beitrag anzeigen
    1) Wer hat WW2 im Pazifik begonnen?
    Japan
    2) Ist es aus Sicht der USA legitim den Krieg im Pazifik schnellstmoeglich und mit moeglichst wenig eigenen Verlusten zu beenden?
    Ja

    Deutschland und Japan haben die Quittung fuer ihre ueberzogenen Ansprueche bekommen. Wo ist das Problem?
    Genau so ist es. Die USA haben sich die Sache mit der A-Bombe nicht einfach gemacht. Die Situation war die: Japan war faktisch zerstört, aber die japanischen Truppen führten immer noch einen aussichtslosen Guerillakrieg in China. Daheim verhungerten Frauen und Kinder, weil Nahrungsmittel nur noch Soldaten bekamen. Die USA schätzten dann, daß die Beendigung dieses Kriegs mit konventionellen Mitteln zwischen 500.000 und einer Million US-Soldaten das Leben kosten würde. Wäre das hinnehmbar gewesen? Nein, natürlich nicht, da Japan den USA den Krieg erklärt hatte, nicht umgekehrt.

    Vor dem Abwurf der A-Bomben erfolgten zahlreiche eindeutige Warnungen, die vom "gottgleichen" japanischen Tenno natürlich verworfen wurden. Japan hatte die Chance, diesen Krieg zu beenden, ohne mit A-Bomben beworfen zu werden. Wieder einmal hat eine Religion dazu geführt, daß eine Chance nicht wahrgenommen wurde, und die Katastrophe hereinbrach.
  8. #8

    Wen überrascht das noch?

    Zitat von knapf01 Beitrag anzeigen
    na klar, Herr Pannor, alles klar!!!!
    War doch zu erwarten, dass sich der Herr Pannor diese Chance nicht entgehen lassen würde.
    Selbst wenn Keiji Nakazawas Kettenraucher gewesen wäre, von ihm hätten wir das nicht erfahren
  9. #9

    Diabetes, grauen Star und Lungenkrebs

    in diesem Alter haben auch viele, viele andere Menschen. Ganz ohne einem Atombombenangriff ausgesetzt gewesen zu sein.

    Bei Keiji Nakazawa begann das mit den Alterskrankheiten also 2009, mit 69 Jahren - immerhin 64 Jahre (!) nach dem Desaster. Sie ohne jeden Beleg als 'Spätfolge' desselben zu bezeichnen, erscheint gewagt, um das mal freundlich zu euphemisieren.