Burschenschafter Kai Ming Au: "Wir haben den Kampf verloren"

dapdUm den chinesischstämmigen Burschenschafter Kai Ming Au entbrannte einst der Streit um einen "Ariernachweis" in der Deutschen Burschenschaft. Jetzt hat sein Bund, die Hansea Mannheim, den Dachverband verlassen. Im Interview erklärt der Student, wie mühsam der Streit mit den Rechtsextremen war.

Kai Ming Au spricht über den Austritt aus der Deutschen Burschenschaft - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Aua.

    Entschuldigung für dieses Wortspiel. Hatte der Burschenschaftker Au nicht schon vorher verloren?
  2. #2

    Wie auch immer...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Um den chinesischstämmigen Burschenschafter Kai Ming Au entbrannte einst der Streit um einen "Ariernachweis" in der Deutschen Burschenschaft. Jetzt hat sein Bund, die Hansea Mannheim, den Dachverband verlassen. Im Interview erklärt der Student, wie mühsam der Streit mit den Rechtsextremen war.

    Kai Ming Au spricht über den Austritt aus der Deutschen Burschenschaft - SPIEGEL ONLINE
    ... es hat sich für Einige leider nichts verändert. Man könnte es als Sturm im Wasserglas betrachten, wenn es nicht so dermaßen dumm wäre.

    Als Erinnerung:
    Tucholsky - Gedichte: Das Mitglied
  3. #3

    ....

    Ich finde es ganz gut, daß diese Leute nun mal klare Kante geben und zeigen welch Geistes Kind sie sind.
    Was sich mir nicht so richtig erschließt ist, warum ein Mensch mit asiatischen Wurzeln überhaupt den Wunsch hat in so einem merkwürdigen Verein Mitglied zu sein. Wie diese Leute ticken war doch eigentlich nie ein so großes Geheimnis.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    SPIEGEL ONLINE: Hatte der Austritt auch etwas mit dem Streit um Ihre Person zu tun? Schließlich wollte die Deutsche Burschenschaft Sie wegen Ihren aus Hongkong stammenden Eltern 2011 ausschließen.]
    Auch wenn der Kommentator es nicht hören mag, aber der DATIV ist noch immer dem GENITIV sein Tod. So ein Artikel und dann falsches Deutsch? Ich fasse es nicht!
  5. #5

    Schade, dass die Burschenschaften ihre Tradition verlieren.

    Es waren demokratische und liberale Grundlage, die sie zu einem Mitbegründer der deutschen Demokratiebewegung 1848 werden liess.
    Jetzt sind das auch nur noch rechte Schreihälse und Bierdimpl.
  6. #6

    Zitat von paulhaupt Beitrag anzeigen
    Ich finde es ganz gut, daß diese Leute nun mal klare Kante geben und zeigen welch Geistes Kind sie sind.
    Was sich mir nicht so richtig erschließt ist, warum ein Mensch mit asiatischen Wurzeln überhaupt den Wunsch hat in so einem merkwürdigen Verein Mitglied zu sein. Wie diese Leute ticken war doch eigentlich nie ein so großes Geheimnis.
    Denke wegen Networking. Viele Freunde in dieser Zeit in diesen Kreisen gemacht heißt immer noch später an viele lukrative Jobs zu kommen
  7. #7

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Um den chinesischstämmigen Burschenschafter Kai Ming Au entbrannte einst der Streit um einen "Ariernachweis" in der Deutschen Burschenschaft. Jetzt hat sein Bund, die Hansea Mannheim, den Dachverband verlassen. Im Interview erklärt der Student, wie mühsam der Streit mit den Rechtsextremen war.

    Kai Ming Au spricht über den Austritt aus der Deutschen Burschenschaft - SPIEGEL ONLINE
    Allein schon die Sache mit dem Ariernachweis sagt doch alles über die braunen Strukturen in den Burschenschaften aus. Ich verstehe sowieso nicht, wieso man heute noch außerhalb von Sportvereinen ein solch ekliges Gruppengefühl für sein eigenes Selbstbewusstsein benötigt.
  8. #8

    Soll die DB doch untergehen

    Hoffentlich ziehen auch all die anderen liberalen Bünde nach und verlassen die DB. Leider können solche Entscheidungen ja nicht kurzfristig getroffen werden, um ein deutliches Zeichen zu setzen und die Austritte werden nur nach und nach beschlossen und öffentlich bekannt.
    Danach kann die DB mit den verbliebenen Bünden ja gerne in die rechte Ecke driften, in der sie sich wohl fühlt und alle vernünftigen Bünde müssen sich mit dem Pack nicht mehr in einen Topf werfen lassen.

    Für alle, die sich jetzt meckern, dass man so etwas sehr wohl schnell beschliessen kann:
    Es braucht den entsprechenden Convent (so etwas wie eine Mitgliederversammlung), zu dem fristgemäss mit der entsprechenden Tagesordnung geladen wird und die findet bei den meisten Verbindungen nur 1x, bei machen 2x im Jahr statt.
  9. #9

    Vorteile

    Zitat von paulhaupt Beitrag anzeigen
    Ich finde es ganz gut, daß diese Leute nun mal klare Kante geben und zeigen welch Geistes Kind sie sind.
    Was sich mir nicht so richtig erschließt ist, warum ein Mensch mit asiatischen Wurzeln überhaupt den Wunsch hat in so einem merkwürdigen Verein Mitglied zu sein. Wie diese Leute ticken war doch eigentlich nie ein so großes Geheimnis.
    Die Mitgliedschaft un einer Verbindung bringt durchaus Vorteile. Da die "Alten Herren" ihre Verbindung mit Rat und Tat (Geld) unterstützen kann ein Mitglied sowohl bei der Suche nach Unterkunft bis hin zum Zugang auf Praktikaplätze Unterstützung finden. Auch nach Studienabschluß bleibt das Netzwerk und damit die Möglichkeit gegenseitiger Hilfe erhalten.
    Als Außenstehender könnte man leicht an einen Filz denken, aber das ist nicht der eigentliche Zweck der Verbindung.