SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück: Wandel durch Annäherung

dapdOhne Anpassung kein Aufstieg: Das trifft auf die einen weniger, auf die anderen mehr zu. Zum Jahreswechsel ein Kalender mit Zitaten des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück aus der Zeit, als er noch nicht SPD-Kanzlerkandidat war.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-874738.html
  1. #1

    Unglaubwürdige Verwandlung

    Fleischhauers Zitatensammlung zeigt, wie unglaubwürdig die Verwandlung Steinbrücks vom Saulus zum Paulus ist. Fleischhauers Angst vor dem Horrorszenarium bei einem Kanzler Steinbrück ist also unbegründet. Nach seiner Wahl würde Steinbrück den neoliberalen Katechismus weiterhin aufsagen.
  2. #2

    Vielen Dank, dass hier den Wählern nochmals

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ohne Anpassung kein Aufstieg: Das trifft auf die einen weniger, auf die anderen mehr zu. Zum Jahreswechsel ein Kalender mit Zitaten des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück aus der Zeit, als er noch nicht SPD-Kanzlerkandidat war.

    Kolumne von Jan Fleischhauer: Mit Peer Steinbrück durchs Jahr - SPIEGEL ONLINE
    deutlich zeigen, was man mit der SPD unter dem Kanzlerkandidaten Steinbrück wählt. Exakt das ist es, wofür Herr Steinbrück steht, und genau so wird er seine Politik ausrichten! Ganz unabhängig davon, was er jetzt bis zur Wahl noch erzählt, damit der dumme Michel sein Kreuz bei ihm macht. Steinbrück stand und steht für reinste neobliberale Politik!

    Solange die SPD einen solchen Kanzlerkandidaten hat und von den Seeheimern geführt wird, ist auch die SPD unwählbar! Das wird Steinbrück am Wahlabend merken, wenn er das schlechte Ergebnis von Steinmeier noch deutlich unterboten hat. Weil die Konservativen und Neoliberalen ihn nicht gewählt haben, so sehr die ihm jetzt auch noch nach dem Mund reden.
    Die Millionen verlorenen SPD-Wähler werden Steinbrück dann auch nicht gewählt haben. Da werden eher noch einmal signifikant viele alte SPD-Wähler ihre Stimme verweigern. Ist doch viel zu deutlich, dass Steinbrück schon im Wahlkampf die sozialdemokratischen Positionen nur äußerst mühsam über die Lippen kommen und die Faust dabei immer geballt in der Tasche steckt.
  3. #3

    Neoliberal

    Leute die nicht rechnen können oder wollen und die immer dieselben Sprüche aufsagen nennen alle anderen "neoliberal". Ich finde, Steinbrück ist eine Hoffnungsfigur für die alte SPD, die aus der Zeit des Arbeiter-Schutzes vor Ausbeutung ein Stück näher der Wirklichkeit kommen
    sollte. Natürlich differenziert, denn auch heute muß Ausbeutung angeprangert werden. Das tut ja nun "Die Linke" schon reichlich !
  4. #4

    letzte hoffnung steinbrück

    Zitat von Spr. Beitrag anzeigen
    deutlich zeigen, was man mit der SPD unter dem Kanzlerkandidaten Steinbrück wählt. Exakt das ist es, wofür Herr Steinbrück steht, und genau so wird er seine Politik ausrichten! Ganz unabhängig davon, was er jetzt bis zur Wahl noch erzählt, damit der dumme Michel sein Kreuz bei ihm macht. Steinbrück stand und steht für reinste neobliberale Politik!
    das einzige trostpflaster für diejenigen, die sich eventuell von schwarz-gelb aufgrund der desaströsen unfähigkeit der fdp verabschieden müssen.
    einen verantwortungslosen umverteilungsstaat wird es mit steinbrück zumindest nicht geben, zumindest nicht hemmungslos.
  5. #5

    Billige Replik

    Eine noch einfachere, billigere Replik auf Augsteins "Können sie Merkel", fiel Ihnen wohl nicht ein Herr Fleischhauer?

    Es muss schon eine psychische Belastung sein, sich immer so im Schatten zu wähnen.
  6. #6

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Fleischhauers Zitatensammlung zeigt, wie unglaubwürdig die Verwandlung Steinbrücks vom Saulus zum Paulus ist. Fleischhauers Angst vor dem Horrorszenarium bei einem Kanzler Steinbrück ist also unbegründet. Nach seiner Wahl würde Steinbrück den neoliberalen Katechismus weiterhin aufsagen.
    Im Grunde ist die Wandlung mehr vom Paulus zum Saulus.
    Vorher hat er Dinge gesagt, die mit der Realität übereinstimmen. Dinge die man glauben konnte und die Hoffnung machten, zwar einen schweren Weg, aber dafür eine Zukunft zu haben.

    Nun soll stattdessen lieber das letzte Saatgut an die raffgierigen Alten ausgezahlt werden, denen es ein Leben lang super ging, die Vollbeschäftigung und Weihnachtsgeld hatten, aber sich zu fein waren Nachwuchs zu zeugen.
    Wer ernsthaft meint, die Rente könne bei 65 blieben, spinnt. Und es geht nicht darum, ob der Arbeitsmarkt die Leute braucht, es geht darum, das die Alten 2 Jahre (mindestens!!) länger von der Staatskasse fern gehalten werden.
  7. #7

    Gut erkannt

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Fleischhauers Zitatensammlung zeigt, wie unglaubwürdig die Verwandlung Steinbrücks vom Saulus zum Paulus ist. Fleischhauers Angst vor dem Horrorszenarium bei einem Kanzler Steinbrück ist also unbegründet. Nach seiner Wahl würde Steinbrück den neoliberalen Katechismus weiterhin aufsagen.
    und genau deshalb sind Steinbrück und die SPD unglaubwürdig.

    Kann sein, dass Steinbrück ein Versuchstier für eine Pille gegen die neoliberale Krankheit ist. Diese Pille wird er am Wahlabend natürlich sofort wieder absetzen. Sie hat einfach zuviele sozial gerechte Nebenwirkungen.
  8. #8

    Das

    gesagte von Steinbrück kann man unterschreiben.
    Wenn es um seine Glaubwürdigkeit und Fachkompetenz besser bestellt wäre, könnte man ihn sogar wählen.

    Siehe ab 29:30

    Größenwahn und Selbstbedienung - Der Krimi um die Millionen der West-LB - die story - WDR Fernsehen
  9. #9

    Behelfspsychogramm

    Angesichts der Zitate bin ich mir nicht sicher, ob Herr Fleischhauer ungewollt Reklame für Steinbrück macht. Dieses Behelfspsychogramm des Kandidaten sagt aus, dass er ein hemdsärmeliger Hau-rein-Denker ist, der seine Oberflächlichkeit als Anpacken kultiviert, der immerzu von Leistung redet, aber nie von Solidarität und für den sein SPD-Parteibuch nur ein vergilbtes Pamphlet von annodunnemals darstellt. Steinbrück repräsentiert die leere Hülle SPD geradezu perfekt, der Mann passt genau in diese Zeit des Überbordwerfens aller bewährten Prinzipien zugunsten der Kommerzdiktatur, er lebt offensichtlich auch nicht in einer demokratischen Gedankenwelt, Räson geht bei ihm vor Partizipation, Effektivität vor politische Kultur. Abgesehen von seiner kumpelhaft-barschen Attitüde ist Steinbrück wie Merkel, nur nicht zwischen den Beinen.