Krisenvorbereitung: Die meisten Firmen wollen ihre Mitarbeiter halten

CorbisDas kommende Jahr wird wirtschaftlich schwierig, darauf bereiten Ökonomen die Öffentlichkeit seit Wochen vor. Doch noch droht keine neue Jobmisere. Über 70 Prozent der Unternehmen planen auch in der Krise keine Entlassungen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-874442.html
  1. #1

    Sie wollen die Stammbelegschaft halten.....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das kommende Jahr wird wirtschaftlich schwierig, darauf bereiten Ökonomen die Öffentlichkeit seit Wochen vor. Doch noch droht keine neue Jobmisere. Über 70 Prozent der Unternehmen planen auch in der Krise keine Entlassungen.

    Wirtschaftsflaute: Firmen wollen ihre Mitarbeiter halten - SPIEGEL ONLINE
    Das ist nur ein Teil der Realität.
    Viele aus der angeblichen Stammbelegschaft sind Zeitarbeiter.
    Wenn meine Belegschaft zu 20 % aus ZA besteht und das über Jahre dann gehören diese wohl zur Stammbelegschaft.
    Allerdings sind die Köpfe wahllos austauschbar. Ist einer zu teuer wird er durch einen Willigen für weniger Lohn ersetzt.
    Man könnte es für die Industrie noch viel einfacher machen:

    40 % der Belegschaft werden gleich als Kurzarbeiter eingestellt.
    Der Staat weitet das Kurzarbeitergeld auf unbestimmte Zeit aus.
    So werden teure Einarbeitungszeiten konsequent eingespart und vor allem wird der Arbeitnehmer nicht übermütig und fordert angesichts der Gewinne höhere Löhne. Die Gewerkschaften bleiben auch ruhig weil ja angesichts der Gefahr des Rückgangs der Wirtschaftsleistung
    sonst der Einbruch des Wirtschaftswachstums droht. Was auch immer das sein mag.
  2. #2

    Die meisten Firmen wollen ihre Mitarbeiter halten

    Ja klar, die bauen schon mal vor weil mittlerweile jeder halbwegs Vernünftige fordert, dass in Deutschland ein sehr grosser Nachholbedarf bei den Löhnen besteht. Jetzt kommt wieder die alte Drohung `entweder weniger Lohn oder weniger Arbeitsplätze´.

    Dieses Lied wurde in den letzten 15 Jahren nun doch etwas zu oft gedudelt.
  3. #3

    Verkürzte " Krisenzyklen " ...

    Gab es nach dem II.ten WK. so im mittel, alle 6-7 jahre eine Krise in der Wirtschaft, so sind die Krisenzyklen im letzten Jahrzehnt rasant verkürzt
    (worden).
    Die ANs können sich bei bevorstehenden Tarifverhandlungen NICHT mehr auf einen zuvorigen Zeitraum guter Wirtschaftslage und Erträge berufen.
    Eine Krise jagt die nächste,- immer schneller... somit kann und wird indoktriniert, es sei
    " kein Spielraum " für einen Reallohnzuwachs vorhanden.
    Die Rekordgewinne vieler Großunternehmen sprechen da jedoch eine
    " Ganz andere Sprache " !

    Die " Krisen " sind nur ein Hologramm von bezahlten sogenannte
    " Wirtschaftsexperten " !
  4. #4

    Wahnsinn

    " sie bleiben dann aber weiter beim Verleiher beschäftigt"

    Einfach Wahnsinn. Denen passiert gar nichts, da sie quasi verbeamtet sind. Wie gut ist es doch, Leiharbeiter zu sein.
  5. #5

    Na ja, die Überschrift stimmt nicht ganz. Die richtige Überschrift muß heißen:

    "Die meisten Firmen müssen ihre Mitarbeiter halten".
    Der Hintergrund ist der sich abzeichnende Mangel an Fach- und Führungskräften.
    Daher können wir es uns nicht erlauben, die Mitarbeiter ziehen zu lassen.
    Gruss aus Heidelberg
  6. #6

    Frommer Wunsch

    Am deutlichsten dürften einen Konjunktureinbruch die Leiharbeiter zu spüren bekommen, die in den Unternehmen arbeiten. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe wollen 71 Prozent der Befragten zuerst diese Beschäftigten nach Hause schicken - sie bleiben dann aber weiter beim Verleiher beschäftigt.
    Lieber Autor, wann begreifen Sie es ?
    Für den Verleiher muß die Krise noch gar nicht mal richtig angekommen sein; wenn der Leiharbeiter nicht mehr beschäftigt werden kann, dann wird er eben "betriebsbedingt" gekündigt. Das ist ja das schöne daran !
  7. #7

    Habe ich auch schon gedacht

    Zitat von sagmalwasdazu Beitrag anzeigen
    Gab es nach dem II.ten WK. so im mittel, alle 6-7 jahre eine Krise in der Wirtschaft, so sind die Krisenzyklen im letzten Jahrzehnt rasant verkürzt
    (worden).
    Die ANs können sich bei bevorstehenden Tarifverhandlungen NICHT mehr auf einen zuvorigen Zeitraum guter Wirtschaftslage und Erträge berufen.
    Eine Krise jagt die nächste,- immer schneller... somit kann und wird indoktriniert, es sei
    " kein Spielraum " für einen Reallohnzuwachs vorhanden.
    Die Rekordgewinne vieler Großunternehmen sprechen da jedoch eine
    " Ganz andere Sprache " !

    Die " Krisen " sind nur ein Hologramm von bezahlten sogenannte
    " Wirtschaftsexperten " !
    Wenn die Lage schlecht ist, darf man nichts fordern, weil die Krise da ist.

    Läufts gut darf man nichts fordern weil die nächste kommt oder kommen könnte.

    Ich frage mich auch warum man von der nächsten redet. Die letzte war nie vorbei.
  8. #8

    Die Wirtschafts'deppen' (ersetzt 'Weisen') und andere Wahrsager

    die meisten heutigen Krisen werden vorhergesagt und produziert von sogenannten Spezialisten, die sich hinterher als Wahrsager herausstellen. Mal haben sie recht, mal nicht ....hj hautpsache jemand kauft ihre Meldung. Noch sind die Medien dankbare Abnehmer .... bis irgendwann der letzte Depp gemerkt hat, genauso gut hätte man den Tintenfisch fragen können, der vor wenigen Jahren die EM Ergebnisse vorhergesagt hat.
  9. #9

    Kein Wunder

    wurde doch eben das Kurzarbeitergeld auf Steuerzahlers Kosten auf 12 Monate ausgedehnt...

    Damit da kein Zweifel aufkommt - ich halte das für sehr vernünftig. Allerdings sollte man auch darauf hinweisen, das Entlassungen selbst aus wirtschaftlichen Gründen in Deutschland fast unbezahlbar ist... Die Gewerkschaften haben es ja für die Ihren geschafft, beamtenähnliche Verhältnisse zu installieren...