Radikale neue Wirtschaftspolitik: Mein Mann des Jahres ist Shinzo Abe

Die Deutschen halten stabile Preise immer noch für heilig. Besser wäre es, wenn sich unsere Notenbanker in der Euro-Krise an Shinzo Abe orientieren. Der frisch gekürte japanische Premier verkörpert die Zukunft der Geldpolitik, denn er stellt das Wachstum der Wirtschaft vor die Eindämmung der Inflation.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/rue...-a-874653.html
  1. #1

    Lieber Herr Münchhausen,

    auch die Financial Times Deutschland konnte trotz hoher Verluste lange leben, weil jemand diese ausglich. Als das ausblieb, wurde sie eingestellt. Für die Defizitländer im Euro-Raum gilt gleiches. Wie soll Japan überleben, wenn die Schulden nicht zurückgezahlt werden?
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Deutschen halten stabile Preise immer noch für heilig. Besser wäre es, wenn sich unsere Notenbanker in der Euro-Krise an Shinzo Abe orientieren. Der frisch gekürte japanische Premier verkörpert die Zukunft der Geldpolitik, denn er stellt das Wachstum der Wirtschaft vor die Eindämmung der Inflation.

    Rückblick 2012: Person des Jahres ist Shinzo Abe - SPIEGEL ONLINE
    War alles schon da, Herr Münchau. Die Wirkung ist von kurzer Dauer und am Ende bleibt nur die Inflation und die Wirtschaft geht bergab.
    Oder waren die 1920iger Jahre eine Wirtschaftswunder-Zeit am Ende?
  3. #3

    Ein schönes Rechenbeispiel

    Nur haben sich im gleichen Zeitraum die Preise in der realen Welt um 100 Prozent erhöht, so dass dem nominalen Gehalt eine um 50 Prozent verringerte Kaufkraft entgegen steht.
  4. #4

    Theorie und Wirklichkeit

    Gesamtwirtschaftlich gesehen funktioniert dies "vielleicht", aber was bedeutet es im Detail? Die Spekulationen nehmen dramatisch zu, die einzigen die darunter leiden werden sind die Masse an Geringverdienern und die Mittelschicht. Deren größe nimmt zu (dank weniger Arbeitslosen), aber insgesamt werden diese noch weniger Vermögen haben. Das Grundproblem der Welt bleibt: "es gibt kein unendliches Wachstum"
  5. #5

    Münchau ist ein Lobbyist der Schubkarrenindustrie!

    1923, wir kommen.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Deutschen halten stabile Preise immer noch für heilig. Besser wäre es, wenn sich unsere Notenbanker in der Euro-Krise an Shinzo Abe orientieren. Der frisch gekürte japanische Premier verkörpert die Zukunft der Geldpolitik, denn er stellt das Wachstum der Wirtschaft vor die Eindämmung der Inflation.

    Rückblick 2012: Person des Jahres ist Shinzo Abe - SPIEGEL ONLINE
    Wachstum, Wachstum, Wachstum...

    wofür, wohin, womit?

    Was soll das alles eigentlich?
  7. #7

    Lucky for some

    Wir wissen nun alle: Herr Münchau hat Schulden und wäre sie gern billig los. Das ist ebenso verständlich - wie verwerflich, wenn man bereit ist, dafür die Spargroschen von Opa aus dem Fenster zu werfen.

    Was Ihr interessantes und - wie bereits von Vorrednern herausgestellt - extremst unvollständiges Rechenexempel vergisst, in Betracht zu ziehen: Nirgendwo wird so viel gespart, wie in Deutschland. Während in Japan und den USA auch Kleinsparer ihr Geld eher in Aktien oder Immobilien anlegen, sparen die Menschen hierzulande ihr Geld auf Bankkonten. Und auch die verlieren massiv an Wert. Aktuell lässt sich das übrigens bereits beobachten. Unser Geld wird durch die geringen Zinsen immer weniger wert.

    Ihre sensationellen Nachrichten sind also bereits jetzt schon Old News. Good News waren sie noch nie.
  8. #8

    optional

    Wer hat eigentlich ein Problem mit Null Inflation bei gleichzeitigem Nullwachstum? Vor allem dann wenn die Bevölkerungszahl sinkt? Doch nur Die die mit Geld bzw Schulden Geld verdienen und uns alle Nase lang ins Unglück stürzen.
  9. #9

    Ein Oekonom behauptet ja auch dass

    HartzIV eine Investition mit Zinsen ist ... vergessen wir mal die sozialpolitische Seite, kann ich nur lachen. Schulden auf der Kreditkarte sind teuer!