Binge Eating-Epidemie: Tausende Kilokalorien auf einen Streich

CorbisMit dem Kalorienzählen kommen Binge Eater nicht nach: Während eines Fressanfalls stopfen sie unkontrolliert Essen in sich hinein. Die Betroffenen sind stark übergewichtig. Experten schätzen, dass fünf Prozent der Deutschen an der Essstörung der Überflussgesellschaft leiden.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-872765.html
  1. #1

    Der Eine

    verfrisst sein Geld, der Zweite versäuft sein Geld, der Dritte verhurt es, der vierte verraucht es, der fünfte verspielt es, der Letzte kommt gar nicht erst an Geld heran.
  2. #2

    Zitat von wschwarz Beitrag anzeigen
    verfrisst sein Geld, der Zweite versäuft sein Geld, der Dritte verhurt es, der vierte verraucht es, der fünfte verspielt es, der Letzte kommt gar nicht erst an Geld heran.
    Blöd ist halt nur, wenn die erstgenannten 5 eigentlich gar nicht wollen, was sie da tun.
  3. #3

    Neue Erkrankung?

    Was soll an der Fresssucht denn neu sein und warum nennt man sie plötzlich binge eating?
    und klar: Natürlich leiden Fresssüchtige an Adipositas. Irgendwie verständlich.
    Und es gibt entgegen der Behauptung des SPON hunderte wissenschaftliche Artikel weltweit. Und es wird nicht zur Essstörung, es ist eine. Tsssh... Weihnachtsartikel pfui!
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Aber adipöse Menschen werden nicht mehr auf Normalgewicht herunterkommen."
    Ich hoffe doch, dass das „aus dem Zusammenhang gerissen” wurde:
    Abnehmen von Adipositas Grad I auf Normalgewicht bedeutet zum Beispiel für einen 1,80 m großen Durchschnittsbürger, von 100 kg auf 80 kg abzunehmen. Das scheint mir ein erreichbares Ziel zu sein; ich habe auch schon öfters Halbierungen mit jahrzehntelang anhaltendem Erfolg im Bekanntenkreis erlebt.

    Falls das doch so gemeint ist, wie es hier steht, wäre man ja geradezu gezwungen dazu, die üblichen Vorwürfe gegen die Vertreter der Psychologie zu erheben...
  5. #5

    erkenntniswert?

    ich habe den artikel gleich zweimal gelesen und frage mich nun immer noch, wo darin auch nur eine einzige neue erkenntnis versteckt sein soll. das für mich einzige neue daran ist die wortschöpfung "binge eating" aber die sache an sich ist die gleiche geblieben...ich verstehe den artikel wahrscheinlich nicht...
  6. #6

    Entschuldigt diese Formulierung...

    ...aber das ist Bullshit.
    Ich war zweimal in meinem Leben Adipositas bedingt durch übermässigem Konsum und keine/kaum Bewegung.
    Man kann abnehmen und auf das Idealgewicht kommen, man kann seinen Fettanteil auf unter 10% runter korrigieren.
    Ich halte es für absolut falsch, dass man wegen Fresssucht immer dick bleiben wird. Man muss die Ernährung umstellen und man muss sich bewegen, man muss hauptsächlich weniger Kalorien zu sich nehmen als die individuell festgelegte Grenze, dann nimmt man ab! Das ist keine Zauberei, dass ist simpelste Mathematik.

    Richtig ist nur, dass das sehr schwer umzusetzen ist, da Gewohnheiten eben Gewohnheiten sind und man diese „einfach“ ändern muss. Das dauert. Wer jedoch anfängt sich normal zu ernähren, anstatt Fett und Kohlenhydrate, hauptsächlich Proteine, Vitamine und Mineralien zu sich nimmt, z.B. viele Früchte, Gemüse, Proteinpulver, nur Geflügel und Fisch sowie keine Softgetränke, nur Wasser und höchstens Diet-Getränke und dazu täglich eine Stunde Cardio – sich also aktiv bewegt - der wird das auch schaffen. Hier ist Vorsicht walten zu lassen. Low-Carbon-Diet hat sich bei mir bewiesen aber es gibt auch andere Möglichkeiten, wichtig ist, dass man nicht übertreibt und ein gesundes Mass findet. Man MUSS sich auch damit arrangieren, dass man das für immer durchziehen muss, weil wenn man dann Normalgewichtig ist und wieder anfängt Fressen in sich reinzustopfen, muss sich nicht wundern. Deswegen sind radikal-Diäten Nonsens, man MUSS die Ernährung auf ein gesundes Mass umstellen.

    Das Schlimmste was passieren kann, ist, dass man nach dem Abnehmen Hautlappen hat die man entweder durch viel Training oder durch eine Operation entfernen kann.
    Es gibt nur sehr wenige Menschen die eine ehrliche Erkrankung haben bei denen es physiologisch einfach nicht geht, abzunehmen, aber das sind Ausnahmen im geschätzten Promille Bereich der Übergewichtigen. Meistens sind es nur ausreden und das Wehleiden – natürlich ist Sport anstrengend und wenn man beleibt ist, dann tut es auch weh, logisch kriegt man keine Luft wenn das Fett auf die Lunge drückt - Langsam anfangen und sich stetig steigern. Empirisch gesehen weiss ich, kann ich wirklich nachvollziehen, wie schwer der Anfang ist und auch ich habe früher vieles einfach auf Phänomen XY abgeschoben, mich herausgeredet. Letztlich muss man zuallererst, wie beim Rauchen oder Trinken auch, seine Engstirnigkeit, seine festgefahrene Meinung überwinden. Nicht die Schuld bei anderen sondern alleine bei sich und seinem (Konsum-)Verhalten suchen und finden.
    Nicht aufgeben, einfach immer weitermachen und probieren, es irgendwie durchziehen und in 6 – 24 Monaten hat man seinen Traumkörper, zwar mit Hautrissen und Hautlappen, zweiteres lässt sich entfernen und man hat nicht nur etwas grossartiges geleistet, nein, man lebt auch viel bewusster und gesünder als vorher als der Durchschnittsmensch.
  7. #7

    Denglish 4U

    Denglish klingt halt besser. Früher war man schlicht urlaubsreif, heute hat man ein Burnout-Syndrom. Vermutlich steigert die Verwendung eines englischen Buzz Words für jedes x-beliebige Allerwelts-Wehwehchen die bereitgestellten Forschungsgelder sofort auf das Dreifache.

    Und SPON schaumschlägt fleißig mit, was denn auch sonst.
  8. #8

    optional

    SO kompliziert ist es nun auch nicht weniger zu essen. Einfach den Kopf von links nach rechts bewegen und "nein danke" sagen, wenn einem Essen angeboten wird. Man muss nicht jede Schwäche hinter einer pseudomedizinischen Erklärung verstecken. Irgendwas ist ja immer schuld (Umfeld, Erziehung, Gesellschaft, Wetter, Privatleben, Beruf)
    "Ich habe ... und bin daher ...!". Bullshit, du hast dich nicht im Griff, kannst nicht nein sagen und schnallst einfach nicht, dass diese Sucht dich umbringen wird.

    Ich würde gerne wissen wie viele Essgestörte sich morgens beim Ernährungsberater und Psychologen ausheulen und sich dann beim ersten McDoof das "Angus Beef Menü mit XXL Pommes und Cola" reinfeuern.

    Wir leben in einer Überflussgesellschaft, das ist absolut richtig. Wir leben aber auch in einer Gesellschaft mit dem Recht auf Selbstbestimmung. Und dazu gehört eben auch etwas NICHT zu tun, z.B. alles zu essen was einem die Werbung auftischt.
  9. #9

    Null Nährwert

    Zitat von mephisto1997 Beitrag anzeigen
    ich habe den artikel gleich zweimal gelesen und frage mich nun immer noch, wo darin auch nur eine einzige neue erkenntnis versteckt sein soll. das für mich einzige neue daran ist die wortschöpfung "binge eating" aber die sache an sich ist die gleiche geblieben...ich verstehe den artikel wahrscheinlich nicht...

    Sie sind in Gesellschaft. Aber endlich haben wir ein schickes neues Modewort für den Trendsetter gefunden. Der kann jetzt von Burn out auf Binge eating umschulen. Ansonsten hat der Artikel Null Nährwert. Wahrscheinlich sitzt da ein armer Redakteur, der heute auch arbeiten muss und verzweifelt sein Sommer- äh Weihnachtsloch füllen muss.