Oscar-Preisträger Ang Lee: "Illusionen sind wahrhaftiger als das Leben"

20th Century FoxMit "Life of Pi" hat Ang Lee einen als unverfilmbar geltenden Bestseller grandios auf die Leinwand gebracht. Im Interview erklärt der Oscar-Preisträger, warum er die Geschichte vom Schiffbruch mit Tiger nur in 3D drehen wollte und weshalb er gegen starke Widerstände des Studios kämpfen musste.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/an...-a-874348.html
  1. #1

    Ich kenne das Buch nicht, werde es aber unbedingt lesen.
    Was die Interpretation der Insel angeht, ich billige Lee, dass er nicht versucht, dem Zuschauer seine Eigene geben. Interpretieren muss jeder selbst und es gibt so viele Interpretationen als Zuschauer.
    Manchmal weiß sogar der Schriftsteller selber nicht, was er eigentlich sagen will. Jedes Buch, jedes Kunstwerk übertrifft die wahren Absichten des Urhebers, der keinen Einfluss auf deren Verwirklichung hat. Der Künstler ist der Letzte, den wir fragen sollten, wen wir ein rätselhaftes Buch (oder Gedicht) interpretieren müssen/wollen. Er kann sowieso keine Kontrolle über Wirkungen haben. Seine Arbeit ist nun getan, ab dem Moment, dass das Werk fertig ist. Dann kommt der Leser an der Reihe.
  2. #2

    Schade

    Wenn Ang Lee sagt, das die Illusion wahrhaftiger sei, wieso muss dann sein Zuschauer 3d sehen. 3D beraubt mich ehr beim betrachten eines Filmes der Illusion. Ein guter Film mit einer guten Geschichte braucht diesen Efekt nicht. Ich habe aufgehört 3D Filme zu sehen - falls es noch die Wahl gibt. 3D verdunkelt den Film zusätzlich un verkleinert ihn. Man hat immer da Gefühl durch einen kleinen Guckkasten zu schauen.
  3. #3

    Märchenhaft

    Ich habe ihn gerade im Kino auf Englisch gesehen.
    Der Film verzaubert die Sinne, selten war ich so gebannt, fast nie war das Ende so vage abzusehen. Und hat dann doch wieder überrascht.
  4. #4

    Bollyholly

    Konnte den trailer nicht zu Ende schauen.
    So ein Unsinn!
  5. #5

    Es nervt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit "Life of Pi" hat Ang Lee einen als unverfilmbar geltenden Bestseller grandios auf die Leinwand gebracht. [/url]
    Langsam nervt dieser inflationäre Gebrauch des Wortes "unverfilmbar" bei einigen Filmbesprechungen (zuletzt bei "Cloud Atlas"). Was reitet die Kritiker, die so ein Attribut immer und immer wieder vergeben. Sind sie immer noch nicht eines besseren belehrt worden?
  6. #6

    optional

    Ja, ich denke hier lag Lee falsch. Das Studio hatte doch recht mit dem Ende. Man geht ja ins Kino um verzaubert zu werden.
    Wenn ich nur eine gute Geschichte will, bleibe ich zuhause am Fernsehr, es gibt mittlerweile Serien die um einiges cleverer sind als Kinofilme.
    Das Ende ist dann doch ernüchternd. Auch wenn man zwichendurch doch starke Zweifel am Geschehenen hat. Wenn am Ende die andere, vermutlich wahre, Geschichte nicht erzählt wird, verlässt man das Kino mit einem sehr guten Gefühl. So ...... nicht wirklich.
  7. #7

    buddhist

    was für ein schönes, nettes, angepasstes, aussageloses interview.
    Soweit zu sehen geht es im film darum, einen halbnackten, ganz passabel aussehenden inder mit nem netten jugendlich-männlichen body semi-erotisch mit tiger in ziemlich kitschigen bildern in szene zu setzen.

    am thema homoerotik scheint sich Ang Lee ähnlich abzumühen, wie am thema vaterkomplex. Ist ja schön, dass dabei gute und wichtige filme (man denke an "Brokeback Mountain" und seine bedeutung für die akzeptanz von schwulen, weltweit) herauskommen,
    - aber wären das nicht wichtigere themen für interviewfragen gewesen, als ausgerechnet die nach dem buddhistischen glauben des regisseurs?
  8. #8

    Schöne Bilder - selten so gelangweilt

    Angeblich soll der Film spirituell sein, was ich nicht feststellen konnte. Ich habe eher auf die Uhr geschaut, wann es denn endlich vorbei ist - was mir selten im Kino passiert. Nach "Der alte Mann und das Meer" brauche ich nicht noch einen 'Mensch allein auf Hoher See' Film (er war allein, wenn man aufhört, Tiere zu anthropomorphisieren).
  9. #9

    Was für den Kindergarten!

    Wenn ich schon wieder dieses Gefasel von Spiritualität lese. Mir reicht schon der Trailer, den ich im Kino gesehen. Die Effekte sind schlecht gemacht und wer so einen Film gut findet, sollte sich am besten für den Kindergarten zurückmelden.