Freeski-Nationalteam: Der Flug der Wilden

APFreeskier sind die Exoten unter den Skifahrern, die Freigeister abseits der Pisten. Seit die Szene weiß, dass ihre Sportart olympisch wird, organisiert sie sich: Erstmals gibt es ein Nationalteam und einen Bundestrainer.

http://www.spiegel.de/sport/wintersp...-a-874270.html
  1. #1

    Geil

    Ich find es cool dass endlich auch Freestyle Ski in moderner Form olympisch wird.
  2. #2

    ...

    slopestyle als olympische disziplin ist geil, sofern sie ihnen wirklich einen fetten park hinstellen. für die teilnehmer aus trinidad brauchts am rand halt ein paar kleinere obstacles, aber da muss auf jeden fall auch ein min. 20 m table hin. cool wäre es außerdem, wenn in die bewertung auch der style eingehen würde, aber das ist vermutlich nicht zu erwarten. spin to win.... schade übrigens, dass sie keine bogner-rennanzüge tragen müssen :)
  3. #3

    Zitat von king.woita Beitrag anzeigen
    slopestyle als olympische disziplin ist geil, sofern sie ihnen wirklich einen fetten park hinstellen. für die teilnehmer aus trinidad brauchts am rand halt ein paar kleinere obstacles, aber da muss auf jeden fall auch ein min. 20 m table hin. cool wäre es außerdem, wenn in die bewertung auch der style eingehen würde, aber das ist vermutlich nicht zu erwarten. spin to win.... schade übrigens, dass sie keine bogner-rennanzüge tragen müssen :)

    Und das Ganze nochmal auf Deutsch bitte.
  4. #4

    Zitat von fiutare Beitrag anzeigen
    Und das Ganze nochmal auf Deutsch bitte.
    mit etwas anstrengung kann man sich den sinn meines beitrages schon erschließen. beschwerden darüber, dass rotationssprünge als spins, schanzen als kicker und zu überwindende hindernisse als obstacles bezeichnet werden, sind bitte direkt an die freeski gemeinde zu richten. ich schalte jetzt übrigens mein tragbares endgerät zur elektronischen datenverarbeitung (notebook) aus, da ich mit meinem flachen, brettähnlichen bildschirm mit berührungsfunktion (ipad) in der wohnung noch unabhängiger bin.
  5. #5

    Typisch NOC und IOC

    Da läuft wohl irgendwie der Nachwuchs weg oder kommt gar nicht erst in den typischen Skisport Abfahrt, RS, Slalom weil es als uncool gilt?
    Hier scheint mal aber gelernt zu haben und gibt den Disziplinen eine gewisse Freiheit. Sei es Skicross, Freeskiing usw.

    Gleiches Problem hatten wir schon alles mal beim Segelsport in den Sommerspielen, deswegen wollte man damals auch umbedingt Windsurfen bei den Olympischen 1984 haben, nur konnte man die damals als wilde Beachboys geltenden Surfer mit ihrem eigenen Style so natürlich nicht zu den Games lassen.
    Also aus Windsurfen mit seiner Bandbreite an unterschiedlichen Disziplinen, kurz mal eben ne statische Disziplin nach dem Motto Stehbrettsegeln mit um "die Tonnen pumpen" gemacht. Damals wie heute auf Einheitsmaterial (RSX) bestehend aus 18kg schweren Plastikbombern mit unhandlichen Riggs und nicht dem aktuellen Stand der Technik entsprechend.
    Man stelle sich nur mal vor die Bahnradkünstler müssten auf nem "Epple Alurad" ihre Runden drehen, jeder Kanute und Ruderer würde in einer PE-Wanne antreten oder die Skiflieger haben alle den gleichen Ski am Fuss und würden im 80er Style Skioverall die Schanzen runterrauschen? LOL
    Zum Glück gabs beim Wintersport nie die Materialfestlegung und Bindung an einen Hersteller der daraus eine starke Marktmacht festigen konnte. Deswegen können sich hier auch die Varianten der Sportarten besser entwickeln. Leider nicht beim Segeln.
    Jeder Versuch einer sogenannten Box-Regel beim Windsurfen einzuführen, sprich das Board/Segel müssen bestimmten Rahmen mit max. Maßen entsprechen, wurde durch Lobbyarbeit oder antiquiertem Denken der Verbände (ja es waren Segler die hier den Tonangaben keine Surfer) zu Nichte gemacht.
    Bei den Windsurfern ging es kontinuierlich den Bach runter, kaum Nachwuchs, sprich Interesse an der Olympiaklasse usw. da es nie in der Form präsentiert wurde, wie auch Ottonormal ihn betrieb.
  6. #6

    Typisch NOC und IOC

    Teil 2

    Leider ist das "Segelsurfen" in dieser Version bei Olympia für die meisten langweilig und bringt nicht den jugendlichen Charakter den das IOC gerne hätte. Auch die Anfangsinvestition ist für viele Verbände nicht möglich zu stemmen, geschweige für den normalverdienenden Familienpapi dessen Ableger gerne zu Olympia will.
    Dann dieses Jahr die Entscheidung... wir machen mal eben Kitesurfen zur Olympischen Sportart. Cool auch noch ohne erstmal Demonstrationswettbewerb bei den OS zu sein.
    Bringt genau die Coolness, die Jugend und den Style zu Olympia.
    Wer nun denkt es wäre das was ein jeder unter Kiten versteht, also die hohen und langen Sprünge - Tricks und Manöver, ja nee. Man macht wieder eine statische Disziplin zur olympischen - Kite Racing. Schon mal davon gehört? Kaum jemand denke ich mal. Selbst die Vorstellung der Sportart für Rio 2016 am Ende der Schlussfeier in London war komplett falsch. Hier wurde Kitesurfen gezeigt mit Freestylemanövern/Sprüngen ect. Die kommen aber beim KiteRacing gar nicht vor. Es fahren hier nämlich 50 bis 100 Mann/Frau um einen dem Segelsport entliehenen Dreieckskurs taktisch um die Tonnen. Fehlte nur noch die Einheitsmaterialregel und Kiten wäre von vorneherein dem Untergang geweiht.
    Somit sind wir wieder bei der Bevormundung einer Sportart, weder gibt es bisher eine nationale auf verschiedenen Kadern, Ligen o. ä. aufbauende Jugendförderung und/oder Bestenauswahl, international gibt es vielleicht gerade mal 150 Leute die dies Sportart auf einem hohen Niveau betreiben.
    Na dann lässt man eben Jeden mit dem teilnehmen was er hat.
    Das hier eine klare Benachteiligung finanzschwächerer Verbände vorliegt ist jawohl nicht von der Hand zu weisen.
    Weiterhin hatte sich niemand mal Gedanken gemacht wie rein technisch eine solche Kiteregatta vom Platz her, von der Sicherheit/Ablauf her oder an den meistens im Hafen oder dessen Nähe liegende Leistungszentren trainiert werden soll.
    Na gut, final wurden vor ein paar Wochen die Sportart kurzfristig wieder aus dem olympischen Programm für 2016 gestrichen, nachdem schon zig nationale Verbände ihre gesamten Windsurf (RSX) Teams zum Kitenlernen in den Süden geschickt und materialtechnisch schon umgerüstet hatten.
    Nur nun wird wieder auf schwerem und technisch nicht einwandfreiem Material um die Tonnen gepumpt anstatt der Sportart endlich mal neue Disziplinen mit entsprechendem Material auf heutigem Entwicklungstand zu gewähren.
    Windsurfdisziplinen Slalom, Freestyle, Courserace auf leichtem Material usw...
    Meine Regattaausstattung wiegt komplett (Brett&Rigg) soviel wie bei euch nur das Board. Gleitet bei 6-7kn und läuft bis 30kn mit einem Segel, kostet nicht mehr als eure überteuerte Einheitsplanke. Denkt mal nach.
    Tja liebe Segelverbände Chance verpennt/verpasst/verprasst.
    Ich hoffe die FreeSkier behalten ihren eigenen Style und die Wettkampfform. Bitte lasst euch nicht in die Verbandsrahmen durch irgendwelche "Abstimmunggreise" pressen.
  7. #7

    ...

    ..olympisches windsurfen ist wirklich an spiesigkeit nicht zu überbieten. aber für geile waveriding- oder downwind-slalom wettkämpfe fehlen während der 2 wochen olympia garantiert immer die bedingungen (15kn aufwärts). auch freestyle wird schwierig. bleiben nur formula rennen. die wären natürlich imer noch deutlich attraktiver als rumgepumpe bei 5kn in irgendwelchen hafenbeken.

    diesbzgl. haben sloestyle, skicross und pipe den vorteil, dass man einfach nur ein fettes setup hinstellen muss.
  8. #8

    Ihr Tölpel

    Mein Snowboarderherz blutet, nun habt ihr euch Freeskier von der FIS defacto kaufen lassen und lasst euren Sport bis zum Exodus ausbeuten, kommerzialisieren zu Tode "renditieren"...

    Wenigstens sind wir Freestyle-Snowboarder schlau genug gewesen uns in die ehemalige TTR/heutige WST zu flüchten.
    Ich wünsche der FIS viel Glück, der Nachwuchs wird nicht lange bleiben...
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Freeskier sind die Exoten unter den Skifahrern, die Freigeister abseits der Pisten. Seit die Szene weiß, dass ihre Sportart olympisch wird, organisiert sie sich: Erstmals gibt es ein Nationalteam und einen Bundestrainer.

    Das Freeski-Nationalteam auf dem Weg nach Sotschi 2014 - SPIEGEL ONLINE
    Ich finds super, dass Freeskiing jetzt auch in der breiten Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit bekommt.

    Wer sich für das Thema interessiert, findet hier ein ausführliches Interview mit den beiden Teammanagern des Nationalteams Daniel Schießl und Tobi Reindl:
    Interview: Daniel Schießl und Tobi Reindl - Teil 1 | News | Olympia 2014