Flucht in die USA: Syrischer Top-Diplomat verrät Assads Geheimnisse

REUTERSJihad Makdissi war einer der wichtigsten Sprecher des syrischen Regimes, nun liefert er den USA Informationen aus Assads Machtzirkel. Laut "Guardian" ist er nach Washington geflohen. Damaskus erklärt seine Abwesenheit ganz anders: Er habe sich lediglich drei Monate freigenommen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-874623.html
  1. #1

    Die Tatsachen sprechen für sich

    Aus dem Artikel:
    Im syrischen Dauerkonflikt zeichnet sich auch nach knapp zwei Jahren keine Lösung ab. Der Uno-Sondergesandte Lakhdar Brahimi konnte bei seinen jüngsten Vermittlungsgesprächen offenbar kaum Fortschritte erzielen.
    Meines Erachtens beweist dieses Zitat, dass das syrische Volk hinter Baschar Assad steht. Ansonsten wäre er nie in der Lage gewesen, zwei Jahre gegen eine fremde Invasion auszuharren.
  2. #2

    Vielen Dank für die Auskunft

    Zitat von !!# Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel: Meines Erachtens beweist dieses Zitat, dass das syrische Volk hinter Baschar Assad steht. Ansonsten wäre er nie in der Lage gewesen, zwei Jahre gegen eine fremde Invasion auszuharren.
    "Zuletzt konnten die Aufständischen im Land jedoch gerade außerhalb der Metropolen einige Erfolge verbuchen. So konzentrieren sich die Rebellen in der Provinz Aleppo nach den Worten eines Kommandeurs verstärkt auf die Stützpunkte der Regierungstruppen.

    Man sei von der Strategie abgerückt, die Armee in den Städten anzugreifen, sagte Oberst Abdel Dschabbar Okaidi der Nachrichtenagentur Reuters."

    Sagt mir nur eines: Weder ist die Stadt Aleppo ganz oder auch nur ansatzweise eingenommen, noch der Flughafen und die "Schlachten aller Schlachten" um Damaskus scheint sich nirgendwo abzuzeichnen.

    Daneben zeigt sich auch mit der neuerlichen Iskander- und Diesel Lieferung deutlich, dass sich die USA ihre Subversions- oder Invasionspläne abschminken können.
  3. #3

    Ueberlaeufer oder Informant?

    Zitat von !!# Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel: Meines Erachtens beweist dieses Zitat, dass das syrische Volk hinter Baschar Assad steht. Ansonsten wäre er nie in der Lage gewesen, zwei Jahre gegen eine fremde Invasion auszuharren.
    Ja, die Situation ist sicher nicht so wie unsere Medien sie darstellen, was natuerlich auch etliche Fragen aufwirft, z.B. wie unabhaengig (oder kompetent? oder beides?) unsere Medien eigentlich sind.

    Was den Geflohenen angeht: Entweder will er seine Haut retten (aber hier muss ich an den Aussemninister denken der vor etlichen Monaten geflohen ist, und bei dessen Flucht der unmittelbar bevorstehende Zusammenbruch von Assad's Staat prophezeit wurde), oder er war z.B. ein Top-Informant der Amis dem man auf die Spur gekommen ist. Aber diese Fragen sollten sich eigetnlich die Journalisten stellen!
  4. #4

    Geheimnisse?

    Diese Überschrift liest sich wie in der Bild Zeitung.
    Wo genau sind jetzt die Geheimnisse und wieso wird in dem Artikel fälschlicherweise weiterhin darauf beharrt, dass Russland eine Warnung an Syrien ausgesprochen hatte.

    Die Berichterstattung war schonmal besser....
  5. #5

    Präsentieren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jihad Makdissi war einer der wichtigsten Sprecher des syrischen Regimes, nun liefert er den USA Informationen aus Assads Machtzirkel. Laut "Guardian" ist er nach Washington geflohen. Damaskus erklärt seine Abwesenheit ganz anders: Er habe sich lediglich drei Monate freigenommen.

    Assad-Regime: Syrischer Diplomat Jihad Makdissi arbeitet mit den USA - SPIEGEL ONLINE
    Wenn der Mann wirklich übergelaufen wäre, hätten die Amis ihn schon längst in der Öffentlichkeit präsentiert um andere zum Überlaufen zu bewegen. So aber hat man keinerlei Beweise. Und ob dieser Makdissi über bedeutende Kentnisse verfügt, die den Rebellen hilfreich sein könnten ist auch zweifelhaft. Der Mann ist Pressersprecher, also das syrische Pendant zu Steffen Seibert.
  6. #6

    ............

    Die Öffentlichkeit erfährt natürlich niemals, was hinter den Kulissen tatsächlich vor sich geht.
    Man führt auch heute keine Kriefe mehr, man setzt auf Selbstzerstörung.
    Das ist moralisch einwandfrei und erfüllt voll seinen Zweck.....

    .
  7. #7

    was nun?

    ich verstehe die meisten Kommentare hier nicht. warum Assad bis jetzt an der Macht ist wissen doch alle...die Geheimdienste und die alawitische Minderheit weis dass es im wahrsten Sinne des Wortes ihr Ende sein kann also an deren Stelle kampfe ich bis zum Ende und die Bevölkerung ist hinter Assad genau wie die Ostdeutschen hinter Hoenecker waren...waruk wird nicht die Tatsache diskutiert dass Syrien über chemische Waffen verfügt-wenn Russland das aucg bestätigt- und nicht wie im Falle Irak damals war...wo sind die Bushs, Berlusconis und Aznars wenn man sie braucht und konmt mir bitte nicht damit dass der Demokrat Assad die Waffen zur Selbstverteidigung hat. Als Israel-der größte Feind Syriens- im September 2007 mitten in Syrien bombardiert hat, ist nichts passiert aber wenn es um das eigene Volk geht dann her mit den Scuds, Luftwaffe und chemischen Waffen
  8. #8

    Zitat von freiheitsk Beitrag anzeigen
    Der Mann ist Pressersprecher, also das syrische Pendant zu Steffen Seibert.
    "Der frühere Sprecher des syrischen Außenministeriums...", die Position entspricht der des Vorgängers (!) von Andreas Peschke, Pressesprecher des Auswärtigen Amtes. Ich bin sicher, dass hier niemand den Namen kennt. Wir kennen das ja aus der jüngeren deutschen und osteuropäischen Geschichte, wie die Beamten problemlos die Seiten wechseln, wenn die Kasse stimmt, und viele Beamte haben der syrischen Regierung ja auch nicht aus Überzeugung gedient. Leider hat der Spiegel nicht recherchiert, wie viel der Top-Diplomat für seinen Wechsel erhalten hat.

    Man muss in dem Artikel zwischen den Zeilen lesen, um etwas über die Lage in Syrien zu erfahren.
    Wir haben ein Patt, weder haben zur Zeit die Aufständischen eine Chance, die Regierung zu stürzen, noch kann die Regierung die Hoheit über ganz Syrien herstellen. Die Aufständischen ziehen sich dorthin zurück, wo kaum Regierungstruppen sind, und wenn diese angreifen, ziehen sie sich zurück.
    Den Krieg in den Städten Damaskus und Aleppo haben die Aufständischen scheinbar erst einmal verloren. Auch die Kämpfe um die strategisch wichtigen zivilen bzw. militärischen Flughäfen haben sie scheinbar verloren, noch können sie die Luftwaffe wirksam bekämpfen, sonst gäbe es keine Luftangriffe mehr.
    Man vergleiche mal die Meldungen von heute mit denen bei SpOn in den letzten Wochen und Monaten.
    Scheinbar muss der Konflikt "ausbluten", wenn beide Seiten erschöpft sind, wird man mit internationalem Druck eine Friedenslösung finden müssen.
  9. #9

    Zitat von gerald246 Beitrag anzeigen
    Ja, die Situation ist sicher nicht so wie unsere Medien sie darstellen, was natuerlich auch etliche Fragen aufwirft
    Sie lassen uns doch sicher auch wissen auf welche qualifizierte Quelle sie sich berufen um dies behaupten zu können.....