Belastetes Wildfleisch: Blei im Magen

dapdBehörden warnen vor zu häufigem Konsum von belastetem Wildfleisch. Denn schießen Jäger mit Bleimunition, landet das giftige Schwermetall unter Umständen im menschlichen Magen. Wie stark ist die Bleibelastung wirklich?

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-872791.html
  1. #50

    Treffen sich zwei Jäger

    Hoffentlich nicht mit Bleimunition...
  2. #51

    Belastetes Trinkwasser

    Die Jäger stehen in einer langen Reihe von zahlreichen Belastungen, die sich beim Fleisch vom Wild schlussendlich manifestieren.

    Im Sauerland und im Bergischen Land sind diverse Gewässer erheblich belastet mit Eisenerz, Blei-, Kupfererze, Galmei (Zinkerze). Das stammt aus mittelalterlichen Stollen und wird kontinuierlich freigesetzt und aufgenommen.

    Weitere Belastungen ergeben sich durch Industrie, Steinkohlen- und Steinsalzabbau, Freizeitnutzungen, Fischteiche und Abbau von Kies und Sand.
  3. #52

    Zitat von Pat-Riot Beitrag anzeigen
    Wieder ein Problem, das ein Vegetarier nicht hat. Meine Bio-Möhrchen müssen nicht erst erschossen werden (weder mit Flinte noch Büchse), bevor ich sie verzehren kann. Und ich habe auch noch kein Schrot im Korn gefunden.

    Guten Appetit noch.
    Wenn Sie in einer Gegend mit großer Wildschweinpopulation wohnen, freuen Sie sich über jedes Wildschwein, was mit egal welcher Munition abgeschossen wurde.
    Denn die Viecher dringen in Ihren Garten ein und fressen Ihnen Ihre geliebten Möhrchen und anderes Gemüse weg.

    Und wenn die Viecher noch Zeit haben, graben die mal kurz Ihren Rasen um.

    Da kommt doch Freude auf.
  4. #53

    Die Rache des Wildes...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Behörden warnen vor zu häufigem Konsum von belastetem Wildfleisch. Denn schießen Jäger mit Bleimunition, landet das giftige Schwermetall unter Umständen im menschlichen Magen. Wie stark ist die Bleibelastung wirklich?

    Blei im Wildfleisch: Wie giftiges Schwermetall in den Magen kommt - SPIEGEL ONLINE
    Wir werden alle sterben! Entweder an gesättigten Fetten, "bösem Cholesterin, aromatischen Kohlenwasserstoffen, Nitrosaminen oder am Blei im Wildschweinbraten.
    Und besonders das Letztere übertrifft jeden Knollenblatterpilz in seiner Wirkung.
    Man muss sich nur einmal vorstellen: Da wird ein Wild beschossen, ist wenige Sekunden später tot, der Kreislauf ist somit zusammen gebrochen, aber sofort beginnt das bisschen Blei, dass im Wildkörper verblieben ist, sich aufzulösen und verteilt sich - wodurch eigentlich? - im Wildkörper um gerade noch rechtzeitig in der Wildschweinkeule anzulangen, bevor diese einige Stunden später ausgelöst wird.
    Nun ist nichts mehr zu retten, jeder der davon kostet ist verloren. Da von solchem Braten in der Regel 3-4 Menschen essen, dürften allein 2011 bei einer Jahresstrecke von 585 000 Wildschweinen mindestens 1 500 000 "Geniesser" inzwischen sich die Radieschen von unten beschauen...
    Dazu kommen noch bei etwa 1 300 000 erlegten Stück Reh-, Rot-, Muffel-, Gams- und Damwild weitere 4 000 000 Tote...
    Was für eine Rache...
    D
  5. #54

    Na ja, ein Nabu - Aktivist...

    Zitat von Rainer_Berlin Beitrag anzeigen
    1. Zu den Untersuchungen in Eberswalde: Die Tötungswirkung war nicht vom Material, sondern von der Geschosskonstruktion abhängig... Rainer Altenkamp, NABU Berlin
    Das ist ja brandneu, Herr Nabu - Aktivist, nämlich seit etwa 100 Jahren bekannt.
    Zitat von Rainer_Berlin Beitrag anzeigen
    ...
    2. Bei den Untersuchungen in Eberswalde ist u. a. auch herausgekommen, dass das bisherige Zulassungsverfahren für Muntion unabhängig vom Material in D völlig unzureichend ist, ein Teil der getesteten Munition war überhaupt nicht geeignet, Wild zu erlegen...Rainer Altenkamp, NABU Berlin
    Und das waren welche Munitionssorten?
    Aber kommen Sie bitte jetzt nicht mit Luftgewehrmunition (4,5 mmm oder 2 cm Militärgeschossen aufwärts...
    Schon 5.6mm lfB (sogenannte Kleinkalibergeschosse) sind - leider - sehr wohl geeignet, waren früher bei Wilddieben beliebt, da relativ leise..
    Zitat von Rainer_Berlin Beitrag anzeigen
    3. Subjektive Erfahrungsberichte von Jägern sind für eine wissenschaftliche Auswertung ungeeigenet. Eine schon 2011 publizierte Untersuchung des IZW Berlin hatte bereits ergeben, dass sich die Erfahrungsberichte von Jägern bzgl. mangelnder Tötungswirkung bleifreier Munition sich bei den Untersuchungen des beschossenen Tierkörpers nicht bestätigen ließen..... Rainer Altenkamp, NABU Berlin
    Diese Aussage können Sie in die Tonne treten, solange die Herren des IZW ihre Untersuchungen nicht im täglichen Jagdbetrieb durchführten. (Wo ist der Link zu der Untersuchung ? Oder handelt es sich mal wieder um ein ideologisch gefärbtes "freies Zitat"?)
    Zitat von Rainer_Berlin Beitrag anzeigen
    ...3. Ein Hauptproblem der bleihaltigen Munition ist die Vergiftung von Seeadlern und anderen aasfressenden Greifvögeln mit Munitionsresten. Wer das nicht möchte, sollte schon deswegen grundsätzlich auf mit Bleimunition erlegtes Wild verzichten. Rainer Altenkamp, NABU Berlin
    Nun wollen Sie wohl auch noch den Seeadler als Schalenwildabräumer hochstilisieren? Sie können, wenn überhaupt, im Zusammenhang mit der Seeadlerpopulation wohl nur Bleischrote meinen, mit denen in Deutschland nicht ein Stück Schalenwild geschossen wird.
    Aber ist ja egal, nicht wahr? Wenn nötig vermengen wir gerne mal die Fakten...
    D
  6. #55

    Zitat von Rainer_Berlin Beitrag anzeigen
    1. Zu den Untersuchungen in Eberswalde: Die Tötungswirkung war nicht vom Material, sondern von der Geschosskonstruktion abhängig.
    2. Bei den Untersuchungen in Eberswalde ist u. a. auch herausgekommen, dass das bisherige Zulassungsverfahren für Muntion unabhängig vom Material in D völlig unzureichend ist, ein Teil der getesteten Munition war überhaupt nicht geeignet, Wild zu erlegen.
    3. Subjektive Erfahrungsberichte von Jägern sind für eine wissenschaftliche Auswertung ungeeigenet. Eine schon 2011 publizierte Untersuchung des IZW Berlin hatte bereits ergeben, dass sich die Erfahrungsberichte von Jägern bzgl. mangelnder Tötungswirkung bleifreier Munition sich bei den Untersuchungen des beschossenen Tierkörpers nicht bestätigen ließen.
    (...)
    4) Jäger verwenden mutmaßlich Munition, die sicher tötet, historisch aus Blei. Unwirksame Varianten werden nicht mehr gekauft und verschwinden vielleicht sogar aus dem Sortiment.
    5) Bei zufällig gewählter Munition ohne Blei ist die Chance groß, schlechte Munition zu erwischen (Siehe 2).
    6) Somit ist der Eindruck, Bleimunition wirke besser, leicht erklärbar. Schlechte Nicht-Blei-Munition wirkt wahrscheinlich auch objektiv schlechter, als gute Bleimunition.
  7. #56

    Zitat von drsindelfaenger Beitrag anzeigen
    .... kommt die Lüge mit der Bleibelastung bei Wildfleisch auf den Gabentisch der Republik! Und wird daurch auch nicht wahrer! Wildfleisch ist und bleibt das einzige, echte Bio-Fleisch, egal ob nun mit blei- oder bleifreier Munition geschossen.
    Biofleisch. Von mit Genmais angefüttertem "Wild". Alles klar.
  8. #57

    Datenbasis

    Was sind die Quellen, die diesem Artikel zu Grunde liegen? Wildesser wären stärker bleibelastet, der Schusskanal könne noch so großzügig ausgeschnitten werden... es bliebe eine Bleibelastung. Wie hoch ist sie denn bitte? Haben Sie diese Daten belastbar vorliegen? In dem Artikel kann ich sie nicht finden. Dann reichen sie diese bitte nach. Ansonsten bleibt bei mir hängen, dass mit populistischer Schlagseite Panik erzeugt werden soll.
  9. #58

    Kalter Kaffee

    Blei ist in der Tat nicht unbedingt gesund und ich denke auch, dass es in vielen Bereichen aAternativen gibt. Zum Beispiel bei der Jagd mit Schrotpatronen auf Wasserwild. Hier sind die Schußdistanzen nach meiner Erfahrung meist nicht allzu weit und hier kann man auf Weicheisen oder Wolfram ausweichen. Letzteres ist dem Blei übrigens ballistisch sogar weit überlegen. Bei der Jagd auf Schalenwild (Reh, Hirsch, Wildschwein etc.) sehe ich derzeit keine gleichwertige Alternative zur bleihaltigen Munition. Sicherlich sterben die Tiere bei guten Schüssen auch früher oder später, aber eine wirkliche Alternative sehe ich da nicht. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, daß dies auch gar nicht notwendig ist, da sich die Splitter der bleihaltigen Munition überwiegend in den inneren Organen der Tiere finden. Und diese werden sowieso meist entsorgt. Die "Bleibelastung" des Wildbrets (sofern man überhaupt von einer Belastung sprechen kann) ist in der Tat unter anderem auf eine Vorliebe des Wildes für Pilze zurückzuführen, welche Blei stark kumulieren.
    Mir stellt sich nun die Frage, warum derartige "Horrormeldungen" über die ach so schreckliche bleihaltige Munition mit schöner Regelmäßigkeit in der geneigten Presse als neue erschütternde Erkenntnis präsentiert wird? Könnte es vielleicht sein, daß es wirtschaftliche Interessen gibt? Weil sich zum Beispiel "bleifreie" Jagdgeschosse extrem billig und leicht auf CNC-gesteuerten Drehmaschinen herstellen lassen??? Oder weil Weicheisenschrot ebenfalls höchst preiswert zu erzeugen ist??? Außerdem lassen sich mit ein paar dringend erforderlichen Studien wieder "Forschungsgelder" für Beschäftigung suchende Biologen generieren. Ich denke, hier dürfte wohl die Ursache zu suchen sein. Und wie immer so auch hier gilt die alte Erkenntnis: Trau keiner Studie die du nicht selbst gefälscht hast!
  10. #59

    Recycling

    Ist der Artikel nicht schon mal letztes Jahr verwendet worden?
    Blei als Werkstoff darf für viele der aufgeführten Einsatzgebiete EU-Weit gar nicht mehr verwendet werden. Dort muß gleichzeitig eine hohe Wiederverwendungsquote erreicht werden. Die Einzige noch zulässige Verwendung wäre somit einzig der Einsatz in Akkumulatoren. Gibt es heute noch Jäger die mit Bleimunition hantieren, so sind das sogenannte "Altbestände". Die wirkliche Gefahr von Wildfleisch ist allerdings der Nachweis von Spätfolgen von Tschernobyl und neuerdings sogar von Fukuschima. Mit dem Fallout dieser Ereignisse verseuchtes Wildfleisch wird allerdings großflächig aus dem Verkehr gezogen. Schrottladungen im Hasen, Wildenten etc. sind hier allerdings nicht die Ursache für eine direkte Verseuchung des Wildes, sondern die Wildtiere vergiften sich über die Nahrungskette mit den Umweltgiften. Somit sind die Schwermetallgifte das Ergebniss von Jahrhundertelanger Verseuchung einer Landschaft durch die frühere Industrie. Diese Industrie ist in Deutschland zum größten Teil bereits verschwunden und durch andere Umweltschonendere Industrien ersetzt worden.