Belastetes Wildfleisch: Blei im Magen

dapdBehörden warnen vor zu häufigem Konsum von belastetem Wildfleisch. Denn schießen Jäger mit Bleimunition, landet das giftige Schwermetall unter Umständen im menschlichen Magen. Wie stark ist die Bleibelastung wirklich?

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-872791.html
  1. #10

    Bleifrei, hatten wir das nicht schon einmal?

    Man kann es nur begrüssen und dem Fortschritt ein Loblied singen; "Super bleifrei" Der Mensch ist unterschiedlich, klar, aber aber bitte nur bleifrei einen fahren zu lassen, macht eben den Unterschied, ob nach dem tanken oder dem essen von Wildschwein.
  2. #11

    ...

    Zitat von kühn44 Beitrag anzeigen
    Dass Blei in Jagdmunition schädlich ist weiß man seit Jahrzehnten - fast genauso lange schon gibt es Alternativen mit Kupfer- oder Messinggeschossen welche in den meisten Fällen ausreichende Wirkung haben
    Sie sagen es: "in den meisten Fällen" ... und man sollte auch nicht allen Werbeversprechnungen der Hersteller von alternativen Geschossen glauben. das ist eben Werbung...

    Und natürlich sind es die geizigen und konservativen Jäger... ;-)

    Diese Panikmache im Zusammenhang von Blei nervt. Teilweise richtig und teilweise nur Panik... Vielleicht sollten wir zunächst einmal die vielen Tonnen Blei von den Dächern Deutschlands entfernen.
  3. #12

    Schwachkopf

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Behörden warnen vor zu häufigem Konsum von belastetem Wildfleisch. Denn schießen Jäger mit Bleimunition, landet das giftige Schwermetall unter Umständen im menschlichen Magen. Wie stark ist die Bleibelastung wirklich?

    Blei im Wildfleisch: Wie giftiges Schwermetall in den Magen kommt - SPIEGEL ONLINE
    Rotwild, Schwarzwild, Rehwild usw. werden in der Regel mit Teilmantel- oder Vollmantelgeschossen erlegt, die aus dem Körper wieder austreten. Diese Panikmache geht mir wirklich auf den berühmten S...... Keine Ahnung aber große Klappe und überall seinen Senf hinzugeben. Das Thema ist übrigens so alt wie Methusalem und von toten "Wildfleischessern" habe ich noch nicht wirklich viel gehört.....
  4. #13

    Morgenstund' hat Blei im Mund

    Wieder ein Problem, das ein Vegetarier nicht hat. Meine Bio-Möhrchen müssen nicht erst erschossen werden (weder mit Flinte noch Büchse), bevor ich sie verzehren kann. Und ich habe auch noch kein Schrot im Korn gefunden.

    Guten Appetit noch.
  5. #14

    ...

    Zitat von ilja77 Beitrag anzeigen
    Dazu kommen dann noch Bakterien wie EHEC-Erreger, Hasenpest, Brucellose, Salmonellen und andere, die für den Jäger und auch die Privatperson, die mit rohem Fleisch umgeht, gefährlich sein können. Ach ja Hepatitis-Viren, die für Schwangere sehr gefährlich sein können, wurden in den letzten Jahren auch sehr häufig in Wildschweinen gefunden ...

    Dazu kommen dann noch die deutlich weniger hygienischen Umständern der Lebensmittelgewinnung als bei Schlachtbetrieben. Besonders nach den Bewegungsjagden im Winter ist ein Teil des Wildes bereits kurz nach der Jagd mit "Hautgoute" versehen, andere nennen es beginnenden Verderb ...
    Na wie gut für Sie, dass die Menschheit den Ackerbau erfunden hat. Sie wissen schon welche Vorschriften - EU sei Dank oder auch nicht - heute einhalten müssen, wenn man Wild gewerblich weitergeben möchte? Davon abgesehen frage ich mich, wie ich ohne den Hygienesegen der EU so alt werden konnte.

    Woher nehmen Sie denn eigentlich Ihre Kenntnisse in Bezug auf die Drückjagden?
  6. #15

    Aufgebauschtes Risiko

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Behörden warnen vor zu häufigem Konsum von belastetem Wildfleisch. Denn schießen Jäger mit Bleimunition, landet das giftige Schwermetall unter Umständen im menschlichen Magen. Wie stark ist die Bleibelastung wirklich?

    Blei im Wildfleisch: Wie giftiges Schwermetall in den Magen kommt - SPIEGEL ONLINE
    Mein Grossvater hat noch in den fruehen 60-ern jeweils zu Weihnachten unserer Familie einen Feldhasen aus dem eigenen Revier zukommen lassen. Kam mit der Post. Im eigenen Fell verpackt, Adresse ans Ohr geknoepft.

    Nach dem Fell abziehen und vor dem Kochen war Schrotugel suchen angesagt. Uebersehene Kugeln fielen dadurch auf, dass man draufbiss.

    Letzte Gelegenheit zur gefahrlosen Enstsorgung.

    Fazit: Wer sein Wild unzerkaut runterschlingt, verdient eine Bleivergiftung. Genauso wie eine Graetenvergiftung bei Fisch.

    Ach so, das war natuerlich noch das geringste Problem. Wenn man an die dutzenden atmosphaerische Atomwaffenversuche der USA und der UdSSR in dieser Zeit und davor mit in Betracht zieht, sind wir doch ganz gut dabei weg gekommen.
  7. #16

    Aufbruch

    Geschossrückstände von Büchsenmunition werden nach sauberem Kammerschuss zu 100% mit sogenanntem Aufbruch entfernt. Der Aufbruch wird sachgerecht am Erlegungsort entsorgt. Nun soll mir mal jemand erklären wie der Endverbraucher einer Hirschkeule mit Geschossresten in Kontakt kommen soll !?
  8. #17

    optional

    Ist doch im Grunde irrelevant ob es bisher Bleivergiftungen beim Menschen durch den Verzehr von mit Bleigeschossen erlegtem Wild gekommen ist, oder nicht. Fakt ist einfach: Es gibt die bleifreie Variante (war letztens auch Thema bei Quer im BR) - also: Warum unnötig Schwermetalle in die Umwelt bringen, wenn mans vermeiden kann?
  9. #18

    Bleimunition verbieten!

    Zitat von drsindelfaenger Beitrag anzeigen
    .... kommt die Lüge mit der Bleibelastung bei Wildfleisch auf den Gabentisch der Republik! Und wird daurch auch nicht wahrer! Wildfleisch ist und bleibt das einzige, echte Bio-Fleisch, egal ob nun mit blei- oder bleifreier Munition geschossen.
    Klar, erstmal unqualifiziert drauflos schreiben. Wenn jeder vierte in Deutschland tot gefundene Adler akut durch Aufnahme von Bleipartikeln aus schlecht entsorgten Wildaufbrüchen verendet, kann das für den Menschen auch nicht gesund sein. Vielfach werden diese Teile auch von Wasservögeln beim Gründeln aufgenommen. Die Verwendung von Bleischroten ist deshalb inzwischen vielfach verboten, nur Deutschland mit seiner mächtigen Jägerlobby ziert sich wieder mal. Zum Nachlesen:
    Untersuchung des IZW
  10. #19

    Für diee Seeadler reicht..

    .. die Bleivergiftung. Ein Drittel der jährlichen Todesfälle geht auf eine Bleivergiftung von Hobby-Jagdmunition zurück.

    Das bleifreie Munition genauso schmerzfrei und schnell tötet (was den Jägern in Anbetracht der Vorgehensweise bei Treibjagden, Crowbusting und Jagdhundeausbildung augenscheinlich nicht so wichtig ist wie gebetsmühlenartig proklammiert) ist nach Aussagen eines aktuellen Jagdmagazins selbstredend möglich. Fragen sie aber doch mal die Waffenhersteller und die Besitzer der X-Jagdgewehre, ob sie ihre jetzigen Schießprügel für Nüsse eintauschen wollen, nur weil es dem Geiste des Naturschutzes gut tun würde.

    Nach dem Bericht wird gerade die Jagdmunition in Fabriken hergestellt, die noch aus dem 2. Weltkrieg und der Folgezeit stammen. Die Firmen und ihre Maschinen sind derart antiquitiert, dass ein Paradigmenwechsel bei der Munition den Konkurs bedeuten würde. Da würde ich als Hersteller, Jäger oder sonstwie involvierte Person auch mit dem Tierschutz (haha) auf die Tränendrüse drücken.