Belastetes Wildfleisch: Blei im Magen

dapdBehörden warnen vor zu häufigem Konsum von belastetem Wildfleisch. Denn schießen Jäger mit Bleimunition, landet das giftige Schwermetall unter Umständen im menschlichen Magen. Wie stark ist die Bleibelastung wirklich?

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-872791.html
  1. #1

    Alle Jahre wieder ...

    .... kommt die Lüge mit der Bleibelastung bei Wildfleisch auf den Gabentisch der Republik! Und wird daurch auch nicht wahrer! Wildfleisch ist und bleibt das einzige, echte Bio-Fleisch, egal ob nun mit blei- oder bleifreier Munition geschossen.
  2. #2

    Alter Hut

    Dass Blei in Jagdmunition schädlich ist weiß man seit Jahrzehnten - fast genauso lange schon gibt es Alternativen mit Kupfer- oder Messinggeschossen welche in den meisten Fällen ausreichende Wirkung haben - Diese Munition ist allerdings auch teuerer, und vielleicht ein Grund für die Ablehnung der konservativen Jägerschaft.
  3. #3

    wenn man kein Ahnung hat,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Jägerhaushalten werden Studien zufolge jährlich zwischen 51 und 91 Portionen mit je 200 Gramm Wildfleisch gegessen. Wildschwein zum Beispiel enthält - je nach Erhebung - zwischen 0,02 und 4,7 Milligramm Blei pro Kilogramm Fleisch, so dass Männer unter den Wild-Liebhabern das 7,2fache, Frauen das 6,4fache der normalen Bleidosis abbekämen, schreibt das BfR.[/url]
    sollte man solche Artikel nicht schreiben. Wildschweine werden mit Posten oder Kugeln geschossen, die sind erstens teilweise ummantelt, treten manchmal auch wieder aus und zerlegen sich im Körper des Wildschweines nicht und kommen so auch nicht in den Kreislauf. Mag ja sein, dass Wild mit Schadstoffen belastet ist, aber von der Munition kommt diese Belastung bestimmt nicht!
    Viel Spass bei der Wildschweinjagd mit Schrot!
  4. #4

    Uran Munition

    Abgereichertes Uran ist in ausreichenden Mengen vorhanden.

    Vergleich bei Wiki - Uan ist nur unwesentlich giftiger als Blei.

    Das Vorkommen in der Umwelt ist ohnehin hoch.

    Die Durchschlagkraft wesentlich besser.
    .. Zitat:
    Von der intakten Munition geht praktisch keine Gefahr aus, da der Metallmantel bzw. auch das massive Geschoss selbst die meisten ionisierenden Strahlen abschirmt. Eine radioaktive Wirkung des Urans ist daher bei intaktem Metallmantel ausgeschlossen. Auch das von verschossenen Penetratoren ausgehende Risiko wird von vielen Stellen als gering eingeschätzt. Hauptgefahr ist, dass sich beim Einschlag der Geschosse auf ein hartes Ziel ein Aerosol aus feinsten Uran- und .. dies sollte sich bei relativ weichen Tierkörpern vermeiden lassen.

    (Damit lässt sich die Bruttomenge reduzieren)

    Etwas interessantes am Rande (Zitat):

    Die römische Bleiverarbeitung hat zu einer bis heute nachweisbaren Umweltverschmutzung geführt: Eiskerne aus Grönland zeigen zwischen dem 5. Jahrhundert v. Chr. und dem 3. Jahrhundert n. Chr. einen messbaren Anstieg des Bleigehalts in der Atmosphäre. Auch später hatte Blei eine wichtige Bedeutung. Es wurde beispielsweise zum Einfassen von Bleiglasfenstern, z. B. in Kirchen oder für das Eindecken von Bleidächern verwendet.
    (von wegen der menschliche Einfluß auf die Umwelt ist vernachlässigbar z.B. in Bezug auf OCO)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Uran
    http://de.wikipedia.org/wiki/Blei#Toxizit.C3.A4t
    http://de.wikipedia.org/wiki/Uranmunition

    (ok es ist etwas satirisch .. nur die Realsatire hochgiftiges, feinverteiltes Blei verzehren zu müssen, wenn es denn schon Wildbret sein muß, ist auch nicht ohne)
  5. #5

    Bleivergiftung: Die Krankheit der neuen Reichen

    Diese Munition ist seit über 100 Jahren im Einsatz. An Bleivergiftung sind bisher die wenigsten Jäger gestorben. Das wäre wohl über die Zeit aufgefallen.
  6. #6

    Wildfleisch = Bio-Fleisch???

    Es gibt es sicher noch viele ungeklärte Fragen unter Experten, wie schädlich tatsächlich Blei und Cäsium oder Dioxine und dioxinähnliche PCBs oder gar ander Perfluorkohlenwasserstoffe sind, aber eins ist sicher:
    Im Wild finden sich alle Schadstoffe wieder, die in unserer Umwelt in einem hochindustrialisiertem Land finden lassen. Und das in vielen Fällen in deutlich höheren Mengen als bei Haustieren wie in Rind und Schwein.

    Dazu kommen dann noch Bakterien wie EHEC-Erreger, Hasenpest, Brucellose, Salmonellen und andere, die für den Jäger und auch die Privatperson, die mit rohem Fleisch umgeht, gefährlich sein können. Ach ja Hepatitis-Viren, die für Schwangere sehr gefährlich sein können, wurden in den letzten Jahren auch sehr häufig in Wildschweinen gefunden ...

    Dazu kommen dann noch die deutlich weniger hygienischen Umständern der Lebensmittelgewinnung als bei Schlachtbetrieben. Besonders nach den Bewegungsjagden im Winter ist ein Teil des Wildes bereits kurz nach der Jagd mit "Hautgoute" versehen, andere nennen es beginnenden Verderb ...

    Aber zum Glück wird Wild meist gut gegart und mit vielen starker Gewürzen gegart. Und die Umweltschadstoffe werden von Verbrauchern eh überbewertet ...

    Nur eins ist relativ sicher: Rückstände von Tierarzneimitteln findet man bei frei lebendem Wild selten (es sein denn es war Gehegewild, das nicht als solches verkauft wurde).

    Guten Appetit - Hauptsache Biowild?
  7. #7

    BfR

    Zitat von indosolar Beitrag anzeigen
    Wenn man keine Ahnung hat sollte man solche Artikel nicht schreiben. Wildschweine werden mit Posten oder Kugeln geschossen, die sind erstens teilweise ummantelt, treten manchmal auch wieder aus und zerlegen sich im Körper des Wildschweines nicht und kommen so auch nicht in den Kreislauf.
    Sie meinen das BfR hat seine Studien gefälscht? Skandal!

    BfR: "Testreihen am Schießstand hatten ergeben, dass bei bestimmten sogenannten Zerlegungs- und Deformationsgeschossen rund 40 Prozent der Kugel in Trümmer fallen."

    Vermutlich steckt hinter der Kampagne der Schweinezüchterverband und die Armbrusthersteller. :-)
  8. #8

    Ein wenig Wahrheit mehr ...

    ist immer hilfreich - und natuerlich die ewig fehlende
    Differenzierung: Es gibt Jaeger und Berufsjaeger - die Unter-
    schiede sind teilweise enorm. Denn leider sind ein Teil der
    ersten Gruppe `Schiesser`, bisweilen mit viel Geld und
    deshalb eigener Jagd. Bei denen mangelt es oft an der
    Schiess-Kunst, vorallem nach den standesgemaessen
    `Kurzen`. Dann ist ein schwereres Geschoss natuerlich
    hilfreich, weil die Masse die Wirkung des unpraezisen
    Schusses ausgleicht und der Schuetze sein `Machismo`-
    Ego weiter pflegen darf.
    Weiss natuerlich die Branche, aber jeder haelt sich bedeckt, sonst ist man schnell draussen.
  9. #9

    Blei im Wildfleisch:DreiAspekte fehlen noch

    1. Zu den Untersuchungen in Eberswalde: Die Tötungswirkung war nicht vom Material, sondern von der Geschosskonstruktion abhängig.
    2. Bei den Untersuchungen in Eberswalde ist u. a. auch herausgekommen, dass das bisherige Zulassungsverfahren für Muntion unabhängig vom Material in D völlig unzureichend ist, ein Teil der getesteten Munition war überhaupt nicht geeignet, Wild zu erlegen.
    3. Subjektive Erfahrungsberichte von Jägern sind für eine wissenschaftliche Auswertung ungeeigenet. Eine schon 2011 publizierte Untersuchung des IZW Berlin hatte bereits ergeben, dass sich die Erfahrungsberichte von Jägern bzgl. mangelnder Tötungswirkung bleifreier Munition sich bei den Untersuchungen des beschossenen Tierkörpers nicht bestätigen ließen.
    3. Ein Hauptproblem der bleihaltigen Munition ist die Vergiftung von Seeadlern und anderen aasfressenden Greifvögeln mit Munitionsresten. Wer das nicht möchte, sollte schon deswegen grundsätzlich auf mit Bleimunition erlegtes Wild verzichten. Rainer Altenkamp, NABU Berlin