Studie zum Weihnachtsmann: Der Gott der Gabe

ddp imagesDie Legende des Weihnachtsmanns kennen Sie schon? Dachten Sie! In einem neuen Sachbuch nimmt der Ethnologe Thomas Hauschild den Leser mit auf einen Ritt in fremde Welten. Die Reise ist kaum weniger abenteuerlich als die Legende selbst.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-874198.html
  1. #1

    Totalitäres Denken

    Erschreckend finde ich, wie schnell Menschen sich alten Mustern annehmend wie Hexenbernennung und Kreuzigung. Wenn auch virtuell. Wir erleben gerade einen Shitstorm der Theologie, welcher über die aufgeklärte Gesellschaft hereinbricht und nach Macht strebt. Die Kirchen tun sehr viel Gutes, keine Frage. Ob Gewerkschaften oder Nöte der Menschen, welche sie auffangen mit Liebe und Verantwortung (was unserer Politik fehlt). Doch das macht sie auch so gefährlich, da sie auch über diese Nöte den Weg in die Politik sucht. Und das ist falsch. Es hat sich im Verlauf der Geschichte gezeigt, dass die Kirche nur als Regulierungsorgan funktioniert. NIcht als Fundament. Sie ist nicht in der Lage zu regieren, da sie immer und überall das Böse sieht. Anstatt es in den eigenen Reihen zu bekämpfen, projiziert sie es nach außen. Der Mensch ist böse. Menschen tun Böses. Das wird immer so sein, wenn wir uns nicht der Verantwortung über die eigene Endlichkeit bewusst werden. Da hilft auch keine Kirche darüber hinweg im Gegenteil. Immer wenn sie regierte gab es mehr Kriege als heute. Gerade aufgrund der Vorstellung des Bösen. Man sieht es in anderen Religionen, in anderen Kulturen und anderen Menschen, welche sich nicht mit voller Hingabe dem Christ unterwerfen. Oder auch dem muslimischen Glauben. Oder Judentum. Absolut totalitär.
  2. #2

    Heilige Basilios von Caesaräa

    Schon erstaunlich was alles so verdreht wird. In ursprünglicheren östlichen Tradition ist es nicht der Heilige Nikolaus, dessen Gedenken auch am 6. gefeirt wird, sondern der Heilige Basilios von Caesaräa, der in den Weihnachtstagen die Geschenk bringt. Jedenfalls kenne ich das noch so aus meiner Kindheit. Wahrscheinlich ist das auch bei uns nicht mehr so. Der Heilige Basilios ist einer der sogenannten Kirchenväter, welcher meist in gleichen Atemzum mit Chrysostomos, Gregorios, Johannes von Damaskus oder auch der im Westen verehrte Augustinus genannt wird. Eine andere Tradition ist das Weihnachtsschiffchen, welches an Weihnachten geschmückt wird und nicht der Weihnachtsbaum. Das Schiff gilt meist als Symbol für die Kirche. Auch diese Tradition gibt es nicht mehr und es wurde sich den westlichen Traditionen angepasst.
  3. #3

    Thomas Nast

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Legende des Weihnachtsmanns kennen Sie schon? Dachten Sie! In einem neuen Sachbuch nimmt der Ethnologe Thomas Hauschild den Leser mit auf einen Ritt in fremde Welten. Die Reise ist kaum weniger abenteuerlich als die Legende selbst.

    Thomas Hauschild Weihnachtsmann Die wahre Geschichte - SPIEGEL ONLINE
    Das heutige Erscheinungsbild des Weihnachtsmannes geht eigentlich auf den deutsch-amerikanischen Karikaturisten Thomas Nast zurück, der 1881 eine Zeichnung veröffentlichte, die dem heutigen Weihnachtsmann erstaunlich ähnlich sieht.
  4. #4

    was vom Christkind übrig bleibt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Legende des Weihnachtsmanns kennen Sie schon? Dachten Sie! In einem neuen Sachbuch nimmt der Ethnologe Thomas Hauschild den Leser mit auf einen Ritt in fremde Welten. Die Reise ist kaum weniger abenteuerlich als die Legende selbst.

    Thomas Hauschild Weihnachtsmann Die wahre Geschichte - SPIEGEL ONLINE
    Das ist alles sehr schön und einleuchtend. Aber was bleibt denn von den Untersuchungen dieses Professors übrig? Die bleiben den wenigen Menschen im Gedächtnis erhalten, die sich sowieso mehr für Kultur als für Coca Cola interessieren. Der Rest assoziiert den Weihnachtsmann der Werbebranche.
  5. #5

    Das passt!

    Zitat von widower+2 Beitrag anzeigen
    Das heutige Erscheinungsbild des Weihnachtsmannes geht eigentlich auf den deutsch-amerikanischen Karikaturisten Thomas Nast zurück, der 1881 eine Zeichnung veröffentlichte, die dem heutigen Weihnachtsmann erstaunlich ähnlich sieht.

    Der gute alte Nikolaus -der Vorbilder mögen viele sein- wird wohl doch aus dem Mythengeflecht des Mannes aus Demre stammen. Der 6. Dezember ist Nikolaustag! Und: Ganz deutsch! Er hatte einen Gehilfen, den Knecht Ruprecht, der am Vortag erschien: "Habt guten Abend alt und jung. Bin allen wohlbekannt genug...." Boss Sankt Nikolaus nun verlieh seinen amerikanischen Double den Namen: Santa Claus. Seit 1823 gibt es den US-am. Mythos mit fliegendem Rentierschlitten - als Weihnachtsmann! Als solcher hat er dann auch bei uns -gleichzeitig- seinen Auftritt.
  6. #6

    Genau! Alles reimt sich auf alles. Der hoch bezahlte Professor verfasst ein "Sachbuch". Was hat das ganze mit Ethnologie zu tun -- außer dass diese Leute nicht wissen, was sie tun?
  7. #7

    So ein Quatsch!

    "Wer schenkt, stellt den Beschenkten in seine Schuld; er signalisiert ihm, dass er überlegen ist, dass er höher steht."
    Wer so denkt, der schenkt nicht gerne. Ich tue es, weil ich dem anderen eine Freude machen will. Wenn es gelingt, ist es "Gegenleistung" genug. Und wenn ein anderer mich beschenkt, dann freue ich mich ebenfalls, denn es ist ein Zeichen dafür, dass ich demjenigen etwas Wert bin.