Regierungskrise in Italien: Monti steht für den Notfall bereit

APMario Monti will sich bitten lassen: Italiens scheidender Ministerpräsident tritt bei den Neuwahlen im Februar nicht an - sollten ihm die Parteien allerdings den Posten des Premiers anbieten, steht er nach eigenen Worten bereit. Ein Bündnis mit Silvio Berlusconi schließt er aber definitiv aus.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-874529.html
  1. #1

    So ist das in der heutigen Demokratie...

    Man kann wählen was man will, am Ende wirds der Goldman-Sachs Bänker!

    Ähnlich wird in unseren "Leitmedien" eine "Bänker-Regierung" als "Technokraten-Regierung" bezeichnet, klingt ja viel besser...
  2. #2

    Europas geliebter Banker!

    Wie im Artikel erwähnt, kann Monti gar nicht kandidieren (als Senator auf Lebzeit gewählt, ist dies nicht möglich), sucht drum einen anderen Weg seinen Bilderberg-Auftrag zu erfüllen. Er spekuliert auf den Sessel des Staatspräsidenten und da scheint die Konstellation doch recht günstig.
    Dass er mit Berlusconi nicht will ( zu unterschiedlich die Ideen) und mit Bersani nicht kann(da von Bersani ausgeschlossen), würde nur eine Portierung der Mitte zulassen. In der Mitte ist aber ein Sammelbecken von Orientierungslosen, welche nie die notwendigen Stimmen erreichen werden. Montezemolo der Blender ohne Programm, Fini, der Angeschlagen, mit 1,5% dümpelt und irgendwo Unterschlupf sucht, Casini, der Berufspolitiker, welcher noch nie gearbeitet hat und in einer Welt lebt, welche mit der Realität nichts zu tun hat. Alles Partner welche alles gatan haben um die Revision des Wahlgesetzes zu verhindern, weil sie an der vorgesehenen 5% Hürde gescheitert wären. All das sind nicht die Partner, welche Monti sucht und braucht. Das Movimento 5 Stelle von Grillo wirbelt zur Zeit viel Staub auf, die Wahlen werden aber ein kleines Häuflein zurücklassen.
    Die Frage für Italien ist eigentlich nicht "Wer führt", sondern "Wem gelingen tiefgreifende Reformen".
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mario Monti will sich bitten lassen: Italiens scheidender Ministerpräsident tritt bei den Neuwahlen im Februar nicht an - sollten ihm die Parteien allerdings den Posten des Premiers anbieten, ...
    Was für ein "Notfall"? Daß Berlusconi gewählt würde? Warum tritt Monti dann überhaupt erst zurück? Und weshalb kandidiert er dann nicht gleich richtig? So leicht geht "Premierminister" nun auch nicht!
  4. #4

    Zitat von antonhimbert Beitrag anzeigen
    Man kann wählen was man will, am Ende wirds der Goldman-Sachs Bänker!

    Ähnlich wird in unseren "Leitmedien" eine "Bänker-Regierung" als "Technokraten-Regierung" bezeichnet, klingt ja viel besser...
    Volle Zustimmung. Wie in Deutschland werden die Krisenkosten in Italien von den Verursachern auf die Bürger verlagert. An die Stelle der Mächtigen und Superreichen treten Kranke, Alte, Arbeitslose und die breite Mittelschicht.

    Das hat nichts mit Gerechtigkeit, Logik oder Marktwirtschaft zu tun sondern mit Macht.

    Die gleichen neoliberalen "Reformen" die bereits in die Krise geführt haben wären die alternativlose Therapie: Deregulierung, Privatisierung und Sozialabbau.
  5. #5

    Bravo Monti!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mario Monti will sich bitten lassen: Italiens scheidender Ministerpräsident tritt bei den Neuwahlen im Februar nicht an - sollten ihm die Parteien allerdings den Posten des Premiers anbieten, steht er nach eigenen Worten bereit. Ein Bündnis mit Silvio Berlusconi schließt er aber definitiv aus.

    Regierungskrise in Italien: Monti steht im Notfall bereit - SPIEGEL ONLINE
    Mario Monti ist eine Persönlichkeit von Format, die noch viel Gutes für Italien und für Europa tun kann. Man kann nur hoffen, dass die Kräfte, die ihn unterstützen bei den Wahlen stark genug werden, um ohne Berlusconi und die Faschisten eine stabile Regierung bilden zu können.
  6. #6

    Störenfried Berlusconi

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mario Monti will sich bitten lassen: Italiens scheidender Ministerpräsident tritt bei den Neuwahlen im Februar nicht an - sollten ihm die Parteien allerdings den Posten des Premiers anbieten, steht er nach eigenen Worten bereit. Ein Bündnis mit Silvio Berlusconi schließt er aber definitiv aus.

    Regierungskrise in Italien: Monti steht im Notfall bereit - SPIEGEL ONLINE
    Wenn ich hier schon wieder zu lesen bekomme das der Herr Brlusconie nicht nur ein Störenfried ist, sondern erneut die Arbeit sabotiert, dann frage ich mich, warum darf dieser Herr, der ja bekanntlich ein Krimineller ist und ins Gefängnis gehört noch immer sich so aufspielen, so das alle vor ihm nach wie vor Angst haben.
    Ist das die Demokratie nach der wir uns sehnen?
    Mit Berlusconi kann Italien und die gesamt EU nur untergehen, all solche Leute sind der Sargnages jeder Landes, wann begreifen das die eigenen Bürger endlich.
    Ist die Medienmacht des Herrn Berlusconi noch immer so groß?
    HR
  7. #7

    Fehlendes Demokratieverständnis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mario Monti will sich bitten lassen: Italiens scheidender Ministerpräsident tritt bei den Neuwahlen im Februar nicht an - sollten ihm die Parteien allerdings den Posten des Premiers anbieten, steht er nach eigenen Worten bereit. Ein Bündnis mit Silvio Berlusconi schließt er aber definitiv aus.

    Regierungskrise in Italien: Monti steht im Notfall bereit - SPIEGEL ONLINE
    Fassen wir zusammen: Monti räumt ein, er selbst würde ca. von nur etwa 10% der Italiener unterstützt, er erklärt sich aber "selbstlos" bereit, trotzdem Regierungschef zu werden. Mit dieser Aussage hat sich Monti selbst disqualifiziert, wer so ein verschobenes Demokratieverständnis hat, mit 90% Ablehnung weiter regieren zu wollen, der hat in einer Demokratie nichts zu suchen.
  8. #8

    Zitat von Blutworscht Beitrag anzeigen
    Fassen wir zusammen: Monti räumt ein, er selbst würde ca. von nur etwa 10% der Italiener unterstützt, er erklärt sich aber "selbstlos" bereit, trotzdem Regierungschef zu werden. Mit dieser Aussage hat sich Monti selbst disqualifiziert, wer so ein verschobenes Demokratieverständnis hat, mit 90% Ablehnung weiter regieren zu wollen, der hat in einer Demokratie nichts zu suchen.
    Monti denkt eben wie jeder gute Diener des Kapitals - die Unterstützung "der 10%" die den Großteil des Volksvermögens kontrollieren ist wichtig.
    Was der restliche Wahlpöbel will interessiert nicht. Unsere "Top-Europäer" wisen schon WER zählt, und zu wem die Kohle fliessen soll.
  9. #9

    Demontiert

    Nun wird er es wohl wieder schaffen, jener Herr Berlusconi. Und er hat dann wieder Gelegenheit, dort weiter zu machen, wo er zuvor aufhörte. Bei den enormen Fehlausgaben für den sogenannten Rettungsschirm wäre es gewiss auch drin gewesen, man hätte ihm und mit ihm seinem französischen Pendant Strauss-Kahn eine schöne Farm meinetwegen auf den Langerhansschen Inseln eingerichtet, wo sie ihren spätpubertären Ambitionen freien Lauf hätten lassen können, um so der Politik fern zu bleiben.