Irische Abtreibungsdebatte: Nachgeben, wenn's gar nicht mehr anders geht

APDie Republik Irland hat nach drei Jahrzehnten Debatte Schwangerschaftsabbrüche legalisiert. Allerdings nur in extremen Ausnahmefällen. Ein zutiefst konservativer Katholizismus prägt bis heute Gesellschaft und Politik. Nur europäischer Druck erzwingt Änderungen.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-873994.html
  1. #40

    Zitat von schubladensprenger Beitrag anzeigen
    "Ein Teil der Iren würde werdende Mütter
    Im übrigen bin ich kein Katholik und auch nicht konservativ, mich kotzt es nur tierisch an wie unsachlich hier ein bestimmtes Thema gekapert wird um Meinungsmache gegen irgendetwas ungeliebtes (In diesem Fall die Kirche) zu betreiben.
    Das ist immer so...
    Alle Störenfriede muss man beseitigen und nur das eine Weltbild durchsetzen, koste es was es wolle. Das ist das Gefährliche an der Entwicklung der letzten Jahre und gefährdet die Deomkratie.

    Man kann für oder gegen die Abtreibung sein. In einer DEmokratie sind alle Meinungen und Haltungen legal, bzw. sollten sie sein. Denkste.
    Die eine Meinung; also gegen Abtreibung wird immer fast kriminalisiert und als rückständig, fundamentalistisch und was weiß ich abgestempelt. Und die die sie vetreten sind böse.

    Die andere Meinung; für die Abtreibung, wird dagegen ständig als fortschittlich und gar human gepriesen., Und die die sie vetreten sind immer die Guten.

    Das ist die DDR-Demokratie.
  2. #41

    Zitat von Ochlokratie Beitrag anzeigen
    schade, dass die iren diese vorbildliche abtreibungspolitik nicht beibehalten können! abtreibung sollte wirklich nur in absoluten notfällen durchgeführt werden und nicht nach beliebigkeit!

    deutschland schrumpft und der generationenvertrag kann nicht eingehalten werden. aber egal.. babys werden einfach abgetrieben, weil es den eltern gerade nicht in den kram passt.. was für ein werteverfall in deutschland..
    "Vorbildliche Abtreibungspolitik". Sie sind ein Witzbold. Irland "exportiert" Frauen, die, aus welchen Gründen auch immer, eine Schwangerschaftsunterbrechung wollen, nach England – jährlich mehr als 4500 Frauen!!

    Das "abtreibungsfreie" Irland ist ein von reaktionären kirchlichen Kreisen hartnäckig am Leben erhaltener Mythos.

    Sie haben einen schönen Nick, der Pöbelherrschaft bedeutet.
  3. #42

    Zitat von wbtext Beitrag anzeigen
    Das war vor 30(!) Jahren. Die Zeiten haben sich geändert. Nach aktuellen Umfragen sind über 80 % der Bevölkerung für eine Abtreibungsgesetzgebung.

    Ein erneutes Referendum wird politisch nicht gewollt und von interessierten Kreisen abgelehnt, da man der Ergebnis fürchtet.

    Als Befürworter des Selbstbestimmungsrechts der Iren sollten Sie sich vehement für ein neues Referendum einsetzen.
    Sie Schelm. Sie haben vergessen zu erwähnen, daß die damalige Entscheidung bereits zweimal modifiziert wurde. Aber der Gleichstellung der beiden Leben beibehalten wurde. E$s also keine Einteilung in Leben 1. und 2. Klasse gibt.
  4. #43

    Zitat von corso77 Beitrag anzeigen
    Die arme indische Frau wird von den Demonstranten benutzt, um ihre egoistisch-liberale Ideologie durchzusetzen. Deshalb ist es auch nicht von Interesse, ob die Indische Frau in Wirklichkeit an einer Infektion gestorben ist.

    Die grundsätzliche Frage ist doch: wer kann entscheiden, ob ein anderer Mensch leben oder sterben soll. Und wer will entscheiden, wann das menschliche Leben anfängt. Es liegt doch auf der Hand, dass der Mensch ab der ersten Sekunde vollständig angelegt ist, und nicht zu einem willkürlich bestimmten späteren Zeitpunkt.
    Mir tun die unzähligen Kinder leid, die weltweit unter großen Qualen (ohne Betäubung) ihr Leben lassen müssen, als Opfer dieser Ideologie.
    Es gibt keine pauschalen Antworten welches Leben "wertvoller" oder "schützenswerter" ist. Wenn man aber verlangt, dass eine Frau eine Schwangerschaft selbst bei Lebensgefahr oder Vergewaltigung weiterführen soll, dann wertet man das Leben der betroffenen Frauen pauschal ab.
    Im übrigen ist es ein ganz natürlicher Vorgang, dass eine Schwangerschaft auch abgebrochen werden kann. Wenn der Fötus nicht lebensfähig ist oder die äußeren Umstände die Fortsetzung der Schwangerschaft nicht zulassen, dann kann der Körper die Schwangerschaft auch ganz natürlich abbrechen.

    Die selbsternannten "Lebensschützer" führen quasi einen Kult um das ungeborene Leben auf und interessieren sich einen Dreck für das geborene Leben. Wenn ein Kind auf die Welt kommt, dann sollte es auch die Chance haben ein gutes Leben führen zu können.

    Im übrigen bin ich der Meinung dass es Männern auch überhaupt nicht zusteht zu bestimmen, was Frauen mit ihrem Körper tun oder nicht.
    Das ist eine Frage der Selbstbestimmung.

    Was die tote Inderin angeht: Wenn man ihr rechtzeitig geholfen hätte, dann hätte sie vielleicht überlebt und später eine erfolgreiche Schwangerschaft haben können. So wird sie nie mehr ein Kind auf die Welt bringen...
  5. #44

    Armes Irland

    Wer als Ire es zulässt das die katholische Kirche ihre absurden Moralvorstellungen und ihre Macht und ihren immensen Einfluss durchsetzen kann, kann sich hinterher nicht beklagen das Irland kein liberales,humanistisches und säkulares Gesellschaftsmodell implantiert hat.Die katholische Kirche verhindert überall da wo sie Einfluss vom Staat erhält Gesetze die zu einer aufgeklärten,liberalen und modernen Gesellschaft notwendig sind.
  6. #45

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Es gibt keine pauschalen Antworten welches Leben "wertvoller" oder "schützenswerter" ist.
    ...
    Die selbsternannten "Lebensschützer" führen quasi einen Kult um das ungeborene Leben auf und interessieren sich einen Dreck für das geborene Leben.
    ...
    Im übrigen bin ich der Meinung dass es Männern auch überhaupt nicht zusteht zu bestimmen, was Frauen mit ihrem Körper tun oder nicht.
    Das ist eine Frage der Selbstbestimmung.
    Doch es gibt eine pauschale Antwort: Jedes menschliche Leben ist gleichwertig.

    Das geborene Leben, wie Sie so schön das Leben der Frau bezeichnen, hat doch in den meisten Fällen vor einer Schwangerschaft eine Entscheidung getroffen. Und Entscheidungen, zumindest wurde mir das in meiner Erziehung beigebracht, haben Konsequenzen. Mit diesen Konsequenzen muss man dann nun einmal leben.
    Es ist kennzeichnend für unsere Gesellschaft, dass nur sehr ungern Verantwortung für eigene begangene Handlungen übernommen wird und man lieber still und heimlich sein ungeborenes Kind den Karriere- oder zukünftigen Lebensstilplänen unterordnet.
    [/ironie on]Ein Kind im Wagen ist auch enorm hinderlich bei dem indoktrinierten Selbstverwirklungstreben an den Wühltischen und bei der Schnäppchenjagd. [/ironie off]

    Sie meinen also es steht Männern nicht zu mitzuentscheiden wie mit ihren Genen umgegangen wird? Eine Zeugung ist immer noch ein Gemeinschaftsprojekt und deswegen müssen bzw. sollten beide Projektmitarbeiter auch an der Entscheidungsfindung beteiligt werden. Wenn die Dame keinen Eingriff in ihre Selbstbestimmungsrechte haben will, sollte sie unter Umständen zu den frei verfügbaren Verhütungsmitteln greifen oder einfach auf den schnellen F.ck verzichten.
  7. #46

    Meinung

    Irland , das Land der Steine Mauern und Hecken.

    Schoenes zu besuchen aber depressierend dort zu leben.

    Meine Frau hat Irische Vorfahren. Aber ich musste sie uebereden das Land zu besuchen.
  8. #47

    Am besten man macht es so:

    wegen der kämpferisch-aggressiven Haltung der Kirche oder wahlweise, den irregeführten Anhängern dieses Glaubens gegen die freiheitlich-liberale Grundordnung:

    Verbot der Kirche und aller christlichen Institutionen als ersten Schritt; zweitens Aufnahme der irregeführten (mutmaßlich kranken und gesellschaftsfeindlichen) Gläubigen in Listen; drittens Gelegenheit abwarten, diese dann ihrer gerechten Strafe zuzuführen.

    Alles schon mal dagewesen! Im übrigen, Millionen Christen werden weltweit verfolgt. Vermutlich deren gerechte Strafe, oder?


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Republik Irland hat nach drei Jahrzehnten Debatte Schwangerschaftsabbrüche legalisiert. Allerdings nur in extremen Ausnahmefällen. Ein zutiefst konservativer Katholizismus prägt bis heute Gesellschaft und Politik. Nur europäischer Druck erzwingt Änderungen.

    Irische Abtreibungsdebatte offenbart erzkonservative Strukturen - SPIEGEL ONLINE
  9. #48

    Kirche über Vernunft

    Dass das kirchliche Dogma über die Vernunft gestellt wird, ist auch in Deutschland gang und gäbe. Wie sonst kann man erklären, dass dieser Tage die Körperverletzung von Kindern (Beschneidung) gesetzlich gebilligt wurde?
  10. #49

    Die Kirche trauert den alten Zeiten nach

    Wenn die in Rom noch so könnten, wie sie wollten, hätten auch wir noch die Zwangskirchensteuer für jeden Deutschen, Abtreibungsverbote, Pflicht zum sonntäglichen Kirchgang, zur Taufe, einen Religionsstaat (wie bei den Muslims) und so weiter und so weiter. Wer will darf gerne Christ oder Muslim sein. Aber nur unter der Prämisse, seine andersgläubigen Mitmenschen in Ruhe zu lassen. Das Mittelalter war wirklich die beste Zeit für die Kirche in Europa. Gott sei Dank hat sich das gründlichst - und gegen den Willen der Kirche - radikal geändert.