Gruselfilm "Du hast es versprochen": Der Horror haust auf Hiddensee

FalcomZwei verstörte Frauen, ein vergrabenes Kindheitstrauma und eine verregnete Ostsee-Insel im Winter - mehr braucht der Grusel-Thriller "Du hast es versprochen" nicht für den Beweis, dass auch deutsche Filme schlaflose Nächte bereiten können.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/gr...-a-872478.html
  1. #10

    Zitat von Toby Brecht Beitrag anzeigen
    Klar, wer sowas wie "Mr. Bean" komisch findet, wird mit "deutschem Humor" kaum was anfangen können.
    Das hat doch nix mit Mr. Bean zu tun. Deutsche "Komödien" sind in der Regel einfach saumies und von unterirdischer Qualität.

    Zitat von Toby Brecht Beitrag anzeigen
    Das deutsche Genrekino ist genauso schlecht oder gut wie das Kino im Rest der Welt.
    Deutsche Filme wirken fast immer dilettantisch und sind meist schon auf der rein handwerklichen Ebene idiskutabel. Ob das in allen anderen Ländern genauso ist, kann ich nicht beurteilen und ist zunächst auch nicht von Belang, da es hier ja um einen deutschen Film geht.

    Selbst mittelmäßige Hollywood-Genrefilme, von denen es zweifellos viele gibt, sind deutschen Genrefilmen meist haushoch überlegen.
  2. #11

    Zitat von hanuman6 Beitrag anzeigen
    Es würde schon reichen, wenn seine Prachtexemplare in der deutschen Presse dieselbe Beachtung fänden wie in der angelsächsischen, z.B. neulich die in „Variety“ gefeierte Berliner Produktion URBAN EXPLORER (mit Max Riemelt). URBAN EXPLORER war der Gewinnerfilm des 2011 LA SCRAMFESTs, des bedeutendsten US-Horrorfilm-Festivals,
    Nicht im Ernst? Diesen völlig grotesken Schrott musste ich in der Sneak Preview ertragen. Das war einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Wenn so ein Machwerk preiswürdig ist, steht es schlecht um das Genre.

    Oder geht es um einen Trashpreis? Dann hätte er seine Berechtigung.
  3. #12

    Zitat von hanuman6 Beitrag anzeigen
    Der hiesige Gruselfilm mag wie das Science-Fiction- oder Actionkino ein Schattendasein fristen, ist deswegen aber nicht ausgestorben. Es würde schon reichen, wenn seine Prachtexemplare in der deutschen Presse dieselbe Beachtung fänden wie in der angelsächsischen, z.B. neulich die in „Variety“ gefeierte Berliner Produktion URBAN EXPLORER (mit Max Riemelt). URBAN EXPLORER war der Gewinnerfilm des 2011 LA SCRAMFESTs, des bedeutendsten US-Horrorfilm-Festivals, auf dem z.B. 2007 PARANOMAL ACTIVITY entdeckt wurde. Der junge deutsche Regisseur Andy Fetscher hat inzwischen FFA-Drehbuchförderung bekommen für einen Thriller um einen von dunklen Träumen herausgeforderten Berliner LKA-Kommissar , der einen tierartigen Frauenmörder jagt und darüber in den erotischen Bann seiner Psychologin gerät...
    Ich hab Andi und den Produzenten des besagten Films kennen gelernt, nette Burschen, aber ich weiß auch, daß Explorer keinen müden Cent eingespielt hat weil die Konkurrenz aus den USA selbst mit drittklassigem Splatterkram mehr Publicity generieren kann. Und was den Thriller angeht, es ist kein Geheimnis, daß es sich dabei um die Verfilmung vom "Federmann" geht, ein unsäglich schlechtes Buch mit gewaltigen Logikfehlern. Ich bin nicht guter Dinge, daß da ein guter Film rauskommt...
  4. #13

    Zitat von jejo Beitrag anzeigen
    Nicht im Ernst? Diesen völlig grotesken Schrott musste ich in der Sneak Preview ertragen. Das war einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Wenn so ein Machwerk preiswürdig ist, steht es schlecht um das Genre.

    Oder geht es um einen Trashpreis? Dann hätte er seine Berechtigung.
    Was ich davon gesehen hab war auch nicht grad überragend, ein Kollege der dran gearbeitet hatte sagte zwar dauernd "iiih" und "ääääh" angesichts des Splatters, mir war das aber zu plakativ und ziellos...
  5. #14

    Gäääääääähn

    Gääääääääähner
  6. #15

    Wirklich

    Einer der besseren deutschen Genrebeiträge. Ich hoffe die Regisseurin kriegt Zeit, Geld und Vertrauen von anderen um sich weiterzuentwickeln und nicht bei irgendneiner Serie ihr Dasein fristen zu müssen.
  7. #16

    Moment mal...

    ...hier noch ein Interview mit der Hauptdarstellerin, Mina Tander.
    http://www.trailerseite.de/film/13/news/mina-tander-exklusiv-interview-zu-du-hast-es-versprochen-25790.html
  8. #17

    Titel

    Zitat von libertarian2012 Beitrag anzeigen
    Wieso synchronisiert man eigentlich deutsche Filme auf Deutsch in Deutschland?
    Die deutschen Zuschauer sind synchronisierte Filme vielleicht schon so sehr gewohnt, dass diese eben als besser wahrgenommen werden...
  9. #18

    Metaebene

    Lieber Autor:
    1. Gute Genrefilme haben immer eine relevante Metaebene, gerade Horror funktionniert nur dann.
    2. Das " Ernsthaftigkeitsdiktat des deutschen Autorenfilms der 70er" ist ein dummes Klischee, man kann es nicht mehr hören oder lesen.
    3. In Hollywood wird vor allem eines produziert: viel Müll. Die wenigen guten Filme, Genre oder nicht, von denen wir hier auch was mitbekOmen, zeichnen sich vor allem auch durch Budgets aus, mit denen wir nur selten konkurrieren können. Und die "gesellschaftlich relevante Metaebenen" dieser Filme sind i.d.R. nicht zu untersxhätzen.
  10. #19

    super!

    Deutschland hat jetzt seinen eigenen Horrorfilm und braucht sich nicht mehr hinter dem ganzen internationalen Käse zu verstecken! :) ;)