Milliarden-Ausschüttung bei Weihnachtslotterie: Spanische Kleinstadt im Glück

APDie spanische Weihnachtslotterie hat Gewinne in Höhe von mehr als 2,5 Milliarden Euro ausgezahlt: Zehntausende Menschen sind so in dem krisengeplagten Land auf einen Schlag ihre finanziellen Sorgen losgeworden. Das Glück traf insbesondere die Kleinstadt Alcalá de Henares.

http://www.spiegel.de/panorama/spani...-a-874490.html
  1. #10

    Zitat von frustrierter Wähler Beitrag anzeigen
    Steht in dem Artikel, dass der spanische Staat vorweg schon einmal 50% abkassiert wie der deutsche Staat?
    Vielleicht haben die deswegen so viele Probleme ihre Banken zu stützen, die durch leichtfertige Kredite an Spanier in eine Schieflage geraten sind.
    Sie wissen offenbar nicht, daß Staaten das Glücksspielmonopol haben. Bei den EuroMillionen werden 50% der Einnahmen als Gewinne ausgezahlt. Ergo nimmt der Staat so schon 50% ein. Auch in Portugal bekommt der Staat den Hals nicht voll und knöpft Gewinnern ab 2013 20% Steuern auf Gewinne ab 5.000 Euro ab.
  2. #11

    Große Gerechtigkeitslücke

    Es ist eine große Gerechtigkeitslücke, dass Millionen Menschen Lotterie spielen und nur wenige hundert Spieler Millionen abzocken. Im Sinne der sozialen Gerechtigkeit sollten Lotteriegewinne mit mindestens 95% besteuert werden.
  3. #12

    Zitat von farview Beitrag anzeigen
    Die Staatsgier ist schier unerschöpflich. Warum wohl ist Lotto staatlich ? Weil man einfach 50 % der Einnahmen für sich behält und nur die andere Hälfte ausschüttet - die Lizenz zum Gelddrucken schlechthin und für Private verboten.

    Dass man nun auf die ausgeschütteten 50 % nun noch einmal 20 % Steuern erhebt, zeigt schon, wie verkommen die Staaten mittlerweile sind: Man kriegt den Hals einfach nicht voll.

    Man könnte natürlich auch eleganterweise die Ausschüttungsquote auf 40 % senken, dann würden aber die ausgewiesenen Hauptgewinne vermutlich weniger Spielsüchtige und Gierige in dieses System locken - und das will man ja schließlich verhindern !
    Spanien will diese Lotterie verkaufen, um den Haushalt etwas zu entlasten:
    Staatslotterie: Spanien muss Verkauf der "Dicken" verschieben - SPIEGEL ONLINE
    Daher vermutlich auch die Steuern auf Gewinne ab naechstes Jahr: Ist se erstmal verkauft, sind 500 Millionen besser als nix!
  4. #13

    Eins steht jedoch fest

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vom nächsten Jahr an fallen auf alle Gewinne über 2500 Euro 20 Prozent Steuern an.
    Der regelmäßige Hauptgewinner ab dem kommenden Jahr ist: La Guardia Fiscal - Und das ganz ohne eigenen Einsatz. Dann hat auch Spanien seine Dummensteuer.
  5. #14

    Zitat von botellus_maximus Beitrag anzeigen
    Es ist eine große Gerechtigkeitslücke, dass Millionen Menschen Lotterie spielen und nur wenige hundert Spieler Millionen abzocken. Im Sinne der sozialen Gerechtigkeit sollten Lotteriegewinne mit mindestens 95% besteuert werden.
    es wäre natürlich sozial noch gerechter, wenn lottoeinsätze überhaupt nicht zur ausschüttung kämen und zu gleichen teilen an die bedürftigen verteilt werden [/iro] dümmer geht es nimmer !
    es ist nun mal ein glücksspiel, niemand wird gezwungen daran teilzunehmen und es können eben nur relativ wenige gewinnen - der rest sieht es hierzulande zumeist sportlich.
    es sind übrigens nicht nur 180 gewinner sondern vielmehr 180 pro nummer (da 180 serien). da die meisten lose als dezimos (zehntel) verkauft werden erhöht sich die anzahl der glücklichen auch noch mal deutlich. und dann kommen ja auch noch viele kleinere gewinne bis hinunter zur rückerstattung des einsatzes.
    Lotería de Navidad - Página oficial del Sorteo Extraordinario de Navidad. Loterías del Estado
  6. #15

    ach wie schön...

    Ach wie schön sich alle hier wieder aufregen... und wenn dann mal wieder eine Nachricht kommt, in der es heißt, dass Spanien seine Sparziele nicht erreichen kann, dann wird wieder gemeckert, dass nicht genug getan wird. Außerdem hat es ein Vorgänger hier doch schon auf den Punkt gebracht: Die ganze Sache ist doch freiwillig! Es wird niemand gezwungen ein Los zu kaufen, dessen Gewinnwahrscheinlichkeit gegen Null tendiert (wie bei allen anderen Lotterien auch)
  7. #16

    Sie haben leider keine Ahnung

    Zitat von cipo Beitrag anzeigen
    Sie wissen offenbar nicht, daß Staaten das Glücksspielmonopol haben. Bei den EuroMillionen werden 50% der Einnahmen als Gewinne ausgezahlt. Ergo nimmt der Staat so schon 50% ein. Auch in Portugal bekommt der Staat den Hals nicht voll und knöpft Gewinnern ab 2013 20% Steuern auf Gewinne ab 5.000 Euro ab.
    und sollten mal googeln.
    Wikipedia:
    „So waren für die 2006 auszuspielende Weihnachtslotterie Gewinne von insgesamt 2,142 Milliarden Euro vorgesehen, was 70 % der Einsätze entspricht (vergleiche die Ausschüttung im deutschen Lotto: 50 %). Auf den Hauptpreis, „El Gordo“ („Der Dicke“) entfiel ein Gesamtgewinn von 540 Millionen Euro. Von den verbleibenden 30 % werden 3,7 % als Provision an die Verkaufsstellen gezahlt und ca. 22 % fällt dem Staat als Gewinn zu. Der Rest sind Aufwendungen.“
    Wenn der spanische Staat geschätzte 80% der Gewinne mit 20% versteuert, dann nimmt er 33,3% (0,22+0,70*0,8*0,2=0,332) ein.
    Warum reden Sie von anderen Lotterien? Das hat nicht mit dem Thema zu tun!
  8. #17

    Mein Gott, was ist nur mit diesem Land los? Als ich gestern in den Nachrichten die Bilder aus Spanien gesehen habe, mit tanzenden Menschen auf den Straßen, die Sektkorken flogen; da habe ich mich einfach nur mitgefreut. Und dann liest man dieses Geschreibsel hier! Da kann einem der Spaß echt vergehen...
  9. #18

    Habe mich auch mit denen gefreut.

    Zitat von markusewitz Beitrag anzeigen
    Mein Gott, was ist nur mit diesem Land los? Als ich gestern in den Nachrichten die Bilder aus Spanien gesehen habe, mit tanzenden Menschen auf den Straßen, die Sektkorken flogen; da habe ich mich einfach nur mitgefreut. Und dann liest man dieses Geschreibsel hier! Da kann einem der Spaß echt vergehen...
    Noch besser wäre für einen glücklichen Gewinner der Jackpot von rund 101 800 000€ bei Euromillionen gewesen. Übrigens spielt man in D. auch teilweise für einen guten Zweck.
    Wikipedia:
    In Deutschland betrugen die Spieleinsätze 2006 rund fünf Milliarden Euro pro Jahr. Sie werden wie folgt verwendet:
    • Die Hälfte der Einnahmen werden an alle Gewinner ausgezahlt (Totalisatorprinzip), das heißt die Ausschüttungsquote beträgt 50 %. Es ist dieser Betrag, auf den die Spieler spekulieren.
    • 23 % werden vom Fiskus als Konzessionsabgabe bzw. Zweckerträge zweckgebunden vereinnahmt, das heißt dieser Betrag muss vom Staat wieder für gesetzlich festgelegte Zwecke ausgegeben werden, wie beispielsweise Sportförderung, Kunstankäufe, Umwelt oder Jugendprojekte.
    • 16,7 % gehen als Lotteriesteuer in den allgemeinen Länderetat.
    • 7,5 % werden an die Annahmenstellen (Pächter) als Provision bezahlt.
    • Für die Verwaltung und als Einnahme für die Lottogesellschaften werden 2,8 % einbehalten.
    Werden also etwa für 10.000 Euro Lottoscheine verkauft, bleiben in der Annahmestelle 750 Euro, beim Finanzministerium 1.670 Euro. 5.000 Euro davon werden auf die verschiedenen Gewinnklassen (siehe oben) verteilt.
  10. #19

    schwierige Rechnung

    Also bei 2,5 Milliarden Auschüttung müssten die Einnahmen bei ca. 3,7 Milliarden liegen, da die Ausschüttungsquote bei ca. 70% liegt (was nicht schlecht ist, beim LOTTO sind es nur 50%), was wiederum ca. 72€ pro Spanier bedeuten würde!

    An den Staat gehen übrigens ca. 22% der Einnahmen, also in diesem Fall ca. 800 Millionen!

    Ich frage mich allerdings, wie die Spanier sich bei einer Arbeitslosenquote von über 25% sich das leisten können, vor allem, da das ja nicht die einzige Lotterie im Jahr ist und bei 72€/Kopf das bei einer 5-köpfigen Familie mal so eben 350€ sind! Also ich könnte mir das nicht unbedingt leisten!