Islamistisch inspirierte Verfassung: Aktivisten melden Verstöße bei Ägypten-Referendu

DPAWegen des großen Andrangs bleiben die Wahllokale länger geöffnet: In Ägypten läuft die letzte Runde der Volksabstimmung über die umstrittene neue Verfassung. Erneut gibt es Meldungen über massive Beeinflussungen - Islamisten sollen für ein "Ja"-Votum Geld geboten haben.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-874480.html
  1. #1

    Religion ist nicht essbar...

    Richtig ist, dass es den Islamisten nicht um das Wohl des Volkes geht sondern ausschliesslich um die Macht. Alles was Morsi erzählt hat den Hintergrund, die Bevölkerung einlullen und dann schnelle notwendige Entscheidungen durchzusetzen. Wirtschaftl. Anordnungen oder "Reformen" wurden bis heute nicht mal erwähnt obwohl das Land davon lebt. Nur von den Einnahmen des Suezkanals kann Ägypten nicht leben, der Tourismus ist absolut wichtig. Ohne diese Devisenquelle hat Morsi zwei Möglichkeiten, entweder am Geldhahn der Oilaraber zu hängen oder in eine wirtschaftliche Katastrophe zu schlittern. Selbst wenn er am Ruder bleiben sollte, ist sein Sturz nur eine Frage der Zeit da die Militärs ihre Ansprüche auf finanz. Privilegien nie ablegen werden und um die zu befriedigen, braucht Morsi Geld und nochmals Geld und nicht Religion.
  2. #2

    2/3-Mehrheit

    Die Ja-Stimmen müssten mindestens eine 2/3-Mehrheit bei hoher Wahlbeteiligung erreichen, um eine ausreichende Legitimation zu gewähleisten. Alles andere führt zur weiteren Spaltung und Radikalisierung. Den Begriff "Bürgerkrieg" lasse ich aus vorweihnachtlicher Milde mal weg.
  3. #3

    Na klar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen des großen Andrangs bleiben die Wahllokale länger geöffnet: In Ägypten läuft die letzte Runde der Volksabstimmung über die umstrittene neue Verfassung. Erneut gibt es Meldungen über massive Beeinflussungen - Islamisten sollen für ein "Ja"-Votum Geld geboten haben.

    Ägypten: Zweite Runde im umstrittenen Verfassungsreferendum - SPIEGEL ONLINE
    Wenn mir jemand Geld vor dem Wahllokal anbietet, nehme ich das natürlich sofort.
    In der Wahlkabine bin ich dann alleine.
  4. #4

    Islamophobie auch beim Spiegel?

    Die Reaktion der Spiegel-Redaktion erinnert mich an Christian Morgenstern: "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf." In diesem Falle ein Sieg der ach so bösen "Islamisten" mit ihrer ach so schlimmen Scharia.
  5. #5

    vielleicht...

    Zitat von elveda Beitrag anzeigen
    Die Reaktion der Spiegel-Redaktion erinnert mich an Christian Morgenstern: "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf." In diesem Falle ein Sieg der ach so bösen "Islamisten" mit ihrer ach so schlimmen Scharia.
    ...liegt das ja daran daß die "ach so bösen" islamisten genau DAS auch sind und die "ach so schlimme" scharia genau der dreck ist für den wir sie hier im westen halten....?
    und falls man mir jetzt vorwerfen sollte ich beleidige den koran:meine aussage ist durch die HIER herrschende meinungsfreiheit gedeckt.
  6. #6

    Zitat von jochen1978 Beitrag anzeigen
    Die Ja-Stimmen müssten mindestens eine 2/3-Mehrheit bei hoher Wahlbeteiligung erreichen, um eine ausreichende Legitimation zu gewähleisten.
    Nein, es reicht die einfache Mehrheit der Abstimmenden. Mancher mag erst mit 99 Prozent zufrieden sein, andere eben mit zwei Dritteln. Massgeblich ist beides nicht.
    Gänzlich abwegig ist es, der voraussichtlichen Mehrheit nun die Verantwortung für einen Bürgerkrieg zuzuschieben, diese Mehrheit will einfach nur mit dem Recht der Scharia friedlich leben. Sie wollen keinen Bürgerkrieg.
  7. #7

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen des großen Andrangs bleiben die Wahllokale länger geöffnet: In Ägypten läuft die letzte Runde der Volksabstimmung über die umstrittene neue Verfassung. Erneut gibt es Meldungen über massive Beeinflussungen - Islamisten sollen für ein "Ja"-Votum Geld geboten haben.

    Ägypten: Zweite Runde im umstrittenen Verfassungsreferendum - SPIEGEL ONLINE
    Mursis Vizepräsident ist zurückgetreten.

    “I have realized a while ago that the nature of politics don’t suit my professional genesis as a judge.”
    Besser kann man es wohl nicht sagen. In der Summe scheint sich die Gruppe, welche der Präsident um sich geschart hat, nicht wohl in ihrer Haut und mit seiner Politik zu fühlen. Niemand trägt gerne die verantwortung dafür, eine Nation, die alles hat, um endlich einen fortschrittlichen und modernen Staat zu schaffen, in eine Dauerkrise zu führen, deren Folgen unabsehbar sein könnten.
  8. #8

    Zitat von karsten rohde Beitrag anzeigen
    Nein, es reicht die einfache Mehrheit der Abstimmenden. Mancher mag erst mit 99 Prozent zufrieden sein, andere eben mit zwei Dritteln. Massgeblich ist beides nicht.
    Gänzlich abwegig ist es, der voraussichtlichen Mehrheit nun die Verantwortung für einen Bürgerkrieg zuzuschieben, diese Mehrheit will einfach nur mit dem Recht der Scharia friedlich leben. Sie wollen keinen Bürgerkrieg.
    Nichtreligiöse oder christliche Minderheiten können nicht mit der
    Scharia in Frieden leben, weil die Scharia sie diskriminiert.
    Die Scharia beansprucht nicht nur Moslems sondern auch
    "Ungläubige" in ihrem Leben einzugrenzen.
    Das kann nicht klappen.
  9. #9

    Die

    Zitat Artikel: "Islamisten sollen für ein "Ja"-Votum Geld geboten haben." Der Witz ist gut.. Die sollen nicht, die haben wirklich... VIele Bekannte und Freunde hier haben mir persoenlich berichtet, dass die MB ihnen Geld und Nahrungsmittel fuer eine Ja-Stimme geboten haben, und es gibt keinen Grund das nicht zu glauben. Und das ist laut Aussage vieler Leute hier nicht das erste Mal gewesen. Es war so bei dem Parlamentswahlen und es war so bei der Praesidentenwahl.