Cindy aus Marzahn: Eben noch im "Netto", jetzt schon "New York Times"

The New York TimesAus dem Quatsch Comedy Club in die US-Presse: Die Berliner Prekariats-Komödiantin Cindy aus Marzahn hat es nicht nur ins Samstagabend-Programm des ZDF geschafft - nun brachte sogar die "New York Times" ein großes Porträt über die 41-Jährige. Wartet nun Weltruhm?

http://www.spiegel.de/panorama/leute...-a-874465.html
  1. #50

    Zitat von larry Beitrag anzeigen
    Die verkörpert am bestens die durchnittliche amerikanische Frau zwischen Ost- und Westküste, deshalb diese Ehre.
    Ausserdem hat die NYT nie was gutes über Deutschland geschrieben, vielleicht liegt es daran, dass die meistens Journalisten jüdisch sind

    Das ist interessant, hierzulande sollen die meisten Journalisten dem linksgrünliberalen Spektrum angehören. Wieder eine Form amerikanischer Verhältnisse.
  2. #51

    Ein Alptraum

    Armes Amerika zuerst den Amoklauf und jetzt noch Cindy aus Marzahn.
  3. #52

    Zitat letzter Satz des Artikels:

    "Vielleicht lässt uns Cindy aus Marzahn, der Messie-Gegenpol zu Merkels Kontrollwahn, im Ausland ja ein wenig menschlicher aussehen."

    1. New York Times ist nicht die ganze Welt.
    2. UNS - soll das etwa heißen, diese Frau repräsentiert das gesamte Deutsche Volk im Ausland ???
    3. Menschlicher - gemeint kann nur sein, menschlich in seinen negativsten Auswüchsen

    -------------

    Der x-te Artikel im Spon, der diese Frau hochjubelt. Unfassbar.

    Humor ist im Sinne dieser Frau gleichzusetzen mit Völlerei. Schließlich spielt nahezu jeder vermeintliche Witz auf die eigene Fettleibigkeit an. - Optisch unterstrichten durch diverse überflüssige Kleiderwechsel, die jedes Mal vom Publikum beklatscht werden müssen. Kostet bestimmt pro Sendung 10 Min. Klatschzeit - allein dafür.

    Kein Wunder, dass die Quoten bei "Wetten dass" runter gehen.
    Nicht jeder erträgt diese niveauloseste Form von Unterhaltung.
  4. #53

    brüller - ich hab' mich vor lachen fast pepi...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aus dem Quatsch Comedy Club in die US-Presse: Die Berliner Prekariats-Komödiantin Cindy aus Marzahn hat es nicht nur ins Samstagabend-Programm des ZDF geschafft - nun brachte sogar die "New York Times" ein großes Porträt über die 41-Jährige. Wartet nun Weltruhm?

    Cindy aus Marzahn: "New York Times" porträtiert deutschen Comedy-Star - SPIEGEL ONLINE
    "ick hab' mir och die lippen aufspritzen lassen, jetzt kann ick kaum noch lofen!"*


    *cindy aus marzahn im kleinkunstfestival vom rbb
  5. #54

    Cindy aus Marzahn

    das kalte Grausen.
  6. #55

    Wäre es...

    Zitat von Kirke Beitrag anzeigen
    Vielleicht wäre ja ein Link zum beschriebenen Artikel eine gute Idee gewesen?

    http://www.nytimes.com/2012/12/22/wo...e.html?hp&_r=0
    ...absolut. Ich finde ihn ziemlich gut und treffend.

    Germany may have more money than its neighbors on the whole, but the middle class is shrinking and much of its recent gains in economic competitiveness came from labor-market changes that cut jobless benefits and pressured people to work, sometimes for as little as an additional $1.30 an hour. Cindy brought the low-paying jobs and the secondhand stores onstage, with songs as well as monologues.

    ¶ It was a language Ms. Bessin spoke fluently, having herself lived on Hartz IV welfare payments for several years. “You sleep a lot, because you don’t see the point in getting up, and you eat what’s around you,” Ms. Bessin recalled. “You go to the employment office because you have appointments, but generally you go home even more demoralized.”

    ....

    Critics call her act offensive, lowbrow and worse, mixing high-minded attacks on her with patronizing depictions of her supposedly benighted fans. Those fans answer by buying her concert videos and turning out to her shows in droves, where they scream and applaud like mad, many wearing their own tiaras and pink sweatshirts emblazoned with the words “Alzheimer’s bulimia” on the front.
  7. #56

    Unserer Lieblinge

    Ob es auffiele wenn die Marzahnerin den Job im Kanzleramt übernähme? Figürlich wohl kaum, modisch sind sie auch nicht weit auseinander, und intellektuell glänzen beide auf hohem Niveau. Cindy gleicht ihren restringierten Sprachcode mit herzlicher Berliner Schnauze locker aus. Das würde in der Politik für frischen Wind sorgen und den Euro beflügeln. Francois Hollande wäre begeistert, eine deutsche Marianne und wie das Orginal aus dem Volke. Zugegeben, die aktuelle französische Marianne, Sophie Marceau, wirkt etwas feiner und weniger direkt, aber wen stört das im Land wo Katzenberger, Bohlen und Glööckler die Erfolgsspur weisen. Wahrscheinlich würde Cindy mehr Rückgrat als Merkel zeigen, die bisher, wie oft? ihre Ansichten und Positionen gewechselt hat und eingeknickt ist? Cindy als Quereinsteigerin wäre keinen Seilschaften und Fraktionen verpflichtet. Sie hätte nichts zu verlieren, außer ihrer Selbstachtung! Und sie wäre ein phantastisches Bollwerk, falls die Italiener ihren Super Mario noch einmal wählen sollten.
    Und Merkel? Sie könnte im Comedy an alte Zeiten anknüpfen. Als ehemalige FDJ Funktionärin für Agitation und Propaganda hat sie Unterhaltung ja von der Pieke auf gelernt und eine Physikerin, die bis Fukushima nicht wusste, dass Atomkraft gefährlich ist – wenn das nicht Comedy ist! Oder doch Wählerbetrug? Egal, ein guter Anfang!

    Einstmals galt Deutschland als Land der Dichter und Denker. Zwischen damals und heute, muss die Apokalypse statt gefunden haben.
  8. #57

    k.T.

    Erstaunliche Karriere.

    Zwei Dinge sollte man aber korrigieren. CvM ist keine Kunstfigur der "verarmten, enthemmten Mittelschicht", sondern der mit allen Grundbedürfnissen (außer Kultur) versorgten Unterschicht.

    Und diese mit dem Status zufriedene, aber wenig darüberhinausgehenden Ambitionen versehene, Schicht ist kein Ergebnis der "Krise", sondern gibt es seit eh und jeh.
  9. #58

    k.T.

    Zitat von e-ding Beitrag anzeigen
    Bin zwar kein Fan von "Zündie" aber Pispers ist auch nur der Mario Barth fürs selbsternannte Bildungsbürgertum; eine andere Ebene zwar aber ebenso flach. Naja, zumidest nicht ganz unlustig; Beide.
    Klar, aber Pispers ist ärgerlicher. Weil seine intellektuell dünnen "Analysen" von Leuten konsumiert werden, die sich für "intellektuelle Beobachter" des Geschehens halten und gar nicht merken, wie dünn die Bretter sind, die sie bohre.
  10. #59

    Welfare Queen

    Daß Comedy umstritten ist, gehört zum Konzept. Ob man drüber lachen kann, muß jeder selbst entscheiden.

    Zu schließen, nur weil weil die Bühnenfigur strunzdumm ist, müssen die Zuschauer das ebenfalls sein, ist äußerst gewagt. Schließlich gibts solche Figuren in jedem guten Theaterstück seit Shakespeare.

    Interessant finde ich den mehrfach vorkommenden Begriff "welfare queen". Die bevolkerten doch bis vor 10 Jahren die US-Bildschirme, bis die GOP die welfare abgeschafft hat.

    Läßt das irgendwelche Schlüsse über unsere nähere Zukunft zu, oder über Kulishs Bild von Deutschland?