Bildkritik von fokussiert.com: Drei Profi-Tipps für bessere Fotos

Volker ReinAnderer Beschnitt, Schwarzweiß-Umwandlung, vielleicht sogar Retusche: Mit kleinen Handgriffen können gute Fotos noch besser werden. Wie das geht, erläutern Profis an Beispielen - drei Tipps für bessere Bilder vom Fachblog fokussiert.com.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/d...-a-872672.html
  1. #1

    Völlig sinnlos

    Was bringen die Profi-Hinweise dem Leser, wenn die Fotos nicht in den originalen Proportionen zu sehen sind? Da wird ein Bild für sein quadratisches Format gelobt, Spiegel online aber schneidet es auf ein schmales Handtuch zurecht, damit es gut ins Layout passt. Ein Tip für die Spiegel-Profis: die Wahl des Bildausschnitts gehört auch zur Gestaltung.
  2. #2

    allen wohl und keinem weh..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anderer Beschnitt, Schwarzweiß-Umwandlung, vielleicht sogar Retusche: Mit kleinen Handgriffen können gute Fotos noch besser werden. Wie das geht, erläutern Profis an Beispielen - drei Tipps für bessere Bilder vom Fachblog <i>fokussiert.com</i>.

    Drei Expertentipps für bessere Fotos - SPIEGEL ONLINE
    so betrachte ich die 3 bildbesprechungen und die kleinen voransichten sind noch das beste daran.

    bild 1 ist komplett grafisch und die schräg, nicht mal richtig diagonal, angeordneten linien machen das bild auch unter allen bedingungen unruhig und unausgewogen. der obere bereich macht es dann noch schlimmer und ich frage mich warum der müll und die wandleuchte noch sein müssen? einen ansatz von bildgestlatung kann ich so nicht erkennen und das seitenverhältnis 2:3 wäre wohl die sinnvollere variante gewesen, da ja eh geschnitten wurde.
    der standort des fotografen ist unglücklich gewählt und um noch was zu retten wäre eine horizontale ausrichtung der gitternetzlinien besser gewesen. dann können die senkrechten ruhig fluchten, dann kommt zumindest ins muster etwas ruhe . so lautet meine empfehlung: noch mal machen, wenn es denn sein muß.

    bild 2 ist durch die halme schon unruhig, die gesamte unschärfe des bildes unterstützt dies noch und die nicht ausreichende schärfentiefe kommt dann noch oben drauf, vermutlich weil ein mittleres tele benutzt wurde. der vorschlag zum sw ist angebracht, doch wären etwas knackigere kontraste hilfreich und ein abgedunkelter vordergrung, damit der blick nicht immer auf der hell leuchtenden ersten reihe bleibt, denn die ist ja auch noch total unscharf. auch hier: besser noch mal machen und ein stativ bei windstille kann nur dem besseren bild dienen. wenn AF vorhanden besser ausschalten und manuell fokussieren.

    bild 3, es hängt ein hund im bild. eine montage mit eingeklebten hund könnte nicht besser aussehen und auch hier ist die kliene ansicht der bessere bildausschnitt für mich, weil das eingklebte nicht so dominant ist. die wehende zunge und die haare sagen einem, der hund ist wohl gerant. doch die frontalansicht und die kurze verschlußzeit bringen davon nichts herüber. und der vom rezensenten empfohlene mitzieher funktioniert hier nicht, dazu müßte der hund zumindest diagonal durchs bild laufen.

    wieder 3 schöne beispiele wie es besser nicht gemacht wird. das zumindest sollten die rezensenten den bildautoren mit auf den weg geben, die wärmen worte helfen nur dem ego.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anderer Beschnitt, Schwarzweiß-Umwandlung, vielleicht sogar Retusche: Mit kleinen Handgriffen können gute Fotos noch besser werden. Wie das geht, erläutern Profis an Beispielen - drei Tipps für bessere Bilder vom Fachblog <i>fokussiert.com</i>.

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    Schwarze Stelle im Reis? Welche von den 612 schwarzen Stellen im Reis?
  4. #4

    Zitat von graupas Beitrag anzeigen
    Was bringen die Profi-Hinweise dem Leser, wenn die Fotos nicht in den originalen Proportionen zu sehen sind? Da wird ein Bild für sein quadratisches Format gelobt, Spiegel online aber schneidet es auf ein schmales Handtuch zurecht, damit es gut ins Layout passt. Ein Tip für die Spiegel-Profis: die Wahl des Bildausschnitts gehört auch zur Gestaltung.
    Doch das Bild ist schon im Original vorhanden, in der Desktop-Version von Spon reicht ein Klick auf das Bild, in der mobilen Version ist das aber nicht möglich
  5. #5

    na wenigstens

    sind die beine unter dem gepunkteten kleid rasiert, sonst hätte man noch eine andere ebene im bild.
  6. #6

    EXIF Daten fehlen

    Schade! Die für Neugierige so interessanten EXIF-Daten wurden aus den JPGs entfernt. Außer beim Bild mit dem Hund, wo der Photograph die Daten im Kommentar eingefügt hat, weiß man nicht mit welchen Parametern die Bilder gemacht wurden.

    Beim Bild mit der Dame und dem Muster kann man an der leichten Bewegungsunschärfe der Person erahnen, daß hier mit längerer Belichtungszeit gearbeitet werden mußte, weil die Lichtverhältnisse am Ort vermutlich nicht optimal sind. Das Pflaster an der Ferse stört nicht, es zieht den Blick an und man muß authentische Details, die ein Bild vermeintlich stören, nicht immer wegretouchieren - das ist bei Profiphotographen vermutlich anders, da werden selten Bilder unretouchiert präsentiert. :-)

    Ich kann mich für die meisten SW-Umwandlungen wenig erwärmen, sie bringen nur eine Pseudodramatik und für mich war schwarzweiß die (notgedrungen) "billigere" Photographie aus Jugendtagen. Die "Wellen" vom Rand des Reisfeldes sind reizvoll, der Vordergrund wurde sicher bewußt unscharf abgelichtet - auch hier wären die EXIF-Daten interessant gewesen. Ob man das Bild nun so beschneidet oder die Weitwinkelaufnahme (?) verzerrt, daß die "Wellen" exakt parallel zur Bildkante erscheinen oder eben wie im Bild mit einem leichten Winkel, halte ich für unerheblich. Mir gefällt der Farbkontrast aus dem "glühenden" Vordergrund ohne Muster und dem wellenförmigen und dunkleren Hintergrund.

    Der "fliegende Hund" ist von der Schärfe her perfekt erwischt, am Boden unter dem Hund kann man erkennen, daß da wenige Schärfentiefe zur Verfügung stand. Ein "Mitziehen" bei ausgefahrenem Tele (200mm) stelle ich mir recht kompliziert vor. ;-)
    Die Gewegungsdynamik ergibt sich aus den durch den "Fahrtwind" veränderten Details des Tieres, da Fell, Zunge, Gesicht und Ohren in Ruhe nie so aussehen.

    Der Tip mit dem "noch mal" machen und Stativ ist nett gemeint aber bei diesen Situationsphotos nicht realisierbar. Es sind alles Schnappschüsse, die genau so sind, wie sie sind. Auf einer Bali-Rundreise (nur eine Vermutung) wird man eher selten die Möglichkeit haben, ein Stativ mit zu führen oder lange auf noch bessere Lichtverhältnisse zu warten. Da sagt der Reiseleiter "Photostop!" und dann hat man 5 min...
  7. #7

    @graupas

    Erst klicken, dann meckern. Dann erscheint das Bild auch im Originalformat. Aber meckern ist ja soooo viel schöner, als mal nachzudenken.

    Die meisten Kommentare der Spiegel-Leser sind echt zum Abgewöhnen. Sie zeugen von massiver Lebensunzufriedenheit, Sozialneid und generellem Unzufriedensein mit der Gesamstsituation.
    Schade, daß ich in einem solchen Land lebe. Noch.
  8. #8

    Danke, Leute!

    Alle Kritiken zur Kritik sind mir herzlich willkommen! Ich bin kein Fotograf. Ich stelle nur Versuche an. Meistens tue ich das mit mit abgelaufenen Dia- Filmen bestückten analogen Kameras. Meine Ertragsquote beträgt 1/36, wenn es gut geht. Das denke ich natürlich. Denn meine Bilder werden meistens nur im kleinen Kreis ausgewertet bzw. kritisch betrachtet. Bei der Scharfanalyse stellt die Lupe eine große Hilfe dar. Manchmal kann auch ein etwas unscharf ausgefallenes Bild als „gut“ betrachtet werden. Dies ist z.B. der Fall bei sehr schwierigen Motiven in der Naturfotografie wie Libellen, Wassertieren, die sehr kurz zur Oberfläche zum Luftschnappen auftauchen, fliegenden Vögel usw. Hat man aber Zeit genug zum Einstellen oder sogar ist man mit dem Stativ unterwegs, dann muss die Ertragsquote nicht weniger als 18/36 sein. Also, alles in allem können nur Genies von Hand und ohne Übung wirklich beeindruckende Fotos machen. Ansonsten, digital oder analog ist ein gutes Bild das Ergebnis einer langen, durch Erfahrung gewonnenen und durch Kritik ausgereiften Kunst.
  9. #9

    Zitat von uwe4321 Beitrag anzeigen
    Schade! Die für Neugierige so interessanten EXIF-Daten wurden aus den JPGs entfernt. Außer beim Bild mit dem Hund, wo der Photograph die Daten im Kommentar eingefügt hat, weiß man nicht mit welchen Parametern die Bilder gemacht wurden.
    Hier gehts doch um fortgeschrittene Aspekte der Komposition. Wer da noch nach den Aufnahmeparametern fragt, disqualifizert sich selbst. Meine Anmerkungen zu den Bildern:

    Besonders stark beim ersten, der Dame im blauen Kleid in der U-Bahn, finde ich das Detail, dass die Farbe der Handtasche zu den gelben Linien des Bodens passt.

    Beim Reisbild stört mich, dass die Schärfe nicht vorne ist sondern hinten.

    Der Hund ist klasse, die Asymmetrie durch den Schatten erzeugt Spannung. Ich hätte vielleicht einen etwas größeren Ausschnitt gewählt, um dem Schatten mehr Abstand zum Rand zu geben.