BVB-Fans vs. Ultras: Knatsch in der Kurve

Getty Images/BongartsErst stritten sie gemeinsam gegen Verbände und Polizei, jetzt zanken sie sich untereinander: Vielen Fanszenen in deutschen Fußballstadien droht die Spaltung - wie das Beispiel Dortmund zeigt. Dort räumen einige Ultras ein, dass sie es mit dem Protest gegen das DFL-Sicherheitskonzept übertrieben haben.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-874298.html
  1. #1

    Ultra-Problem

    Das Hauptproblem der Ultras wurde hier sehr schön auf den Punkt gebracht: Die maßlose Selbstüberschätzung dieser zumeist jungen Generation ("Halbstarke") die der Meinung ist, die Ultras seien nicht Teil der Kurve sondern sie SEIEN die Kurve.
    Bei uns in Braunschweig wurde Montagabend im Zweitliga Topspiel auch 90Min geschwiegen - aber nur der Ultrablock!
    Zusammenfassend: Vom Größenwahn gesteuerte Kindsköpfe! Kompromissbereitschaft? Fehlanzeige.
  2. #2

    Wenn ich das schon wieder lese...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst stritten sie gemeinsam gegen Verbände und Polizei, jetzt zanken sie sich untereinander: Vielen Fanszenen in deutschen Fußballstadien droht die Spaltung - wie das Beispiel Dortmund zeigt. Dort räumen einige Ultras ein, dass sie es mit dem Protest gegen das DFL-Sicherheitskonzept übertrieben haben.

    Fanstreit bei Borussia Dortmund um 12Doppelpunkt12-Proteste - SPIEGEL ONLINE
    "Der Ultra hat das wohlwollend zur Kenntnis genommen..."

    Na, da haben wir aber Glück gehabt, so viel Wohlwollen und das von einem Ultra. Also "Normalo"-BVB-Fan kriege ich das kalte Grausen, wenn ich sehe, in welch niedliche Schubfächer mittlerweile eine Tribüne einteilbar ist. Das hat es immer gegeben und wird es immer geben. Das absolutistische der Ultras geht mittlerweile aber auf keine Kuhaut mehr. Der 12:12 Protest hatte seine Berechtigung VOR dem 12.12. Was um alles in der Welt Stimmungsgräber DANACH für einen Sinn haben sollen, wissen Ultras wohl nur selbst.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst stritten sie gemeinsam gegen Verbände und Polizei, jetzt zanken sie sich untereinander: Vielen Fanszenen in deutschen Fußballstadien droht die Spaltung - wie das Beispiel Dortmund zeigt. Dort räumen einige Ultras ein, dass sie es mit dem Protest gegen das DFL-Sicherheitskonzept übertrieben haben.

    Fanstreit bei Borussia Dortmund um 12Doppelpunkt12-Proteste - SPIEGEL ONLINE
    Ich verstehe immer noch nicht, was es da zu diskutieren gibt! In den letzten Jahren wurden die Spiele vermehrt durch bengalische Feuer und ähnlichen Blödsinn massiv gestört. Also müssen (leider) die Kontrollen und Strafen verschärft werden. Aber statt das einfach zu tun, werden die Chaoten an den Verhandlungstisch gebeten. Wem es nicht passt, dass man sich auch im Stadion anständig benehmen muss, der soll halt zu hause bleiben.
    Vor 20 oder 30 Jahren gab es noch keine Ultras. Und trotzdem gab es Stimmung im Stadion. Mir hat es damals sogar besser gefallen. Da ging die Stimmung tatsächlich von den Fans aus und Gesänge kamen auch mal von außerhalb der Kurve. Das war viel authentischer. Heute steht vor den Ultras eine Art Dirigent und die singen einfach 90 Minuten lang durch - vollkommen egal wie das Spiel läuft.
  4. #4

    Aha

    Zitat von Epaminaidos Beitrag anzeigen
    Vor 20 oder 30 Jahren gab es noch keine Ultras. Und trotzdem gab es Stimmung im Stadion. Mir hat es damals sogar besser gefallen. Da ging die Stimmung tatsächlich von den Fans aus und Gesänge kamen auch mal von außerhalb der Kurve. Das war viel authentischer.
    Vor 20-30 jahren gabs die Hooligans und da wurde sich immer ordentlich eins auf die Mappe gehauen. Da wars weitaus unsicherer als Heute. Das sind meine Erinnerungen aus der Zeit.
  5. #5

    ...

    dann sollen die anderen fans ihre stimmung halt ohne die ultras (und ultraorientierten/ultranahen) machen. kann ja nicht so schwer sein. und gestört fühlen muss sich auch keiner. zumindest wäre mir nicht bekannt, dass stille stört. und wie dreist ist es überhaupt, die ultras/fans (zahlende!! zuschauer!!) "aufzufordern", dass sie bitte wieder stimmung machen? muss der verein sich seine stimmung halt künstlich aus den boxen machen. oder cheerleadende hupfdohlen engagieren. oder eine blaskapelle aufstellen (vorschlag hoeneß).
  6. #6

    Zum einen stimmt es, dass die Ultras sich gern überschätzen und zu wichtig nehmen, zum anderen aber hat der bisherige Protest ja keinerlei Wirkung gezeigt. Das Sicherheitspapier ist 1:1 durch gegangen. Wie hat man denn gedacht, dass die Ultras darauf reagieren?
  7. #7

    Wer Wind sät ....

    Der 12.12 war ein schlimmer Tag für den Fussball.Das jetzt weiter geschwiegen werden soll ist richtig. Aber Herrn Watzke ist die Spaltung ja jetzt gut gelungen. Und ich bin auch "Normalo" Fan. Trotzdem sehe ich es nicht ein meine Grundrechte am Stadiontor abzugeben. Es gibt ein Gewaltproblem viel ehr auf Volksfesten.
  8. #8

    Der Dirigent / Capo / Vorsänger geht mir auch tierisch aufn Keks. Die Mannschaft liegt beispielsweise 0:1 zurück und der Ultrablock singt die letzten 10 Minuten eines Spiels "Alles auf Sieg, Olé, Olé..." in einer endlosschleife. Ultra-langweilig und ultra-unkreativ. Reden kann man mit diesen Halbstarken auch leider überhaupt nicht: „Wenn du nicht zu uns gehörst, ist uns deine Meinung scheißegal“ wurde ich im Rahmen eines vorsichtigen Gesprächs- und Kritikversuchs von einem Teenie der älteren Sorte angeranzt. Die Leistungen der Ultras sind in allen Ehren zu halten und verdienen höchste Anerkennung. Sie repräsentieren allerdings nur einen Bruchteil des Blocks. Beispiel Ausland / Newcastle United: Irgendeiner macht laut den Mund auf (der mit der lautesten bzw. bestens geölten Stimme), stimmt ein Lied an, ein paar Nasen stimmen mit ein, alle (!) singen mit: Kreativ, abwechslungsreich, lustig, stimmungsvoll.
  9. #9

    Übertrieben? Vielleicht. Aber:

    http://de.eurosport.yahoo.com/blogs/abgeblogged/zurück-humba-tätäräää-145303300--spt.html