Übersetzungshilfe: Was Bewerber schreiben - und Personaler verstehen

CorbisAttention - Interest - Desire - Action: Nach der alten Werbeformel sollte ein Anschreiben den Personalchef vom Bewerber überzeugen. Tatsächlich herrscht meist Argwohn - Irritation - Depression - Abwehr. Bewerbungsberater Gerhard Winkler weiß warum: Beide Seiten sprechen verschiedene Sprachen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-874341.html
  1. #30

    Was ist mit Stellenbeschreibungen

    aus aktuellem Anlass habe ich zwei Stellenanzeigen dechiffrieren müssen, weil ihr betriebsinternes Wording (Denglisch natürlich) angewandt haben und eine Stunde gebraucht habe diese zu verstehen Es waren völlig banale Dinge, die von jemandem abverlangt werden und so abgehoben formuliert, dass es schon beinahe lächerlich war...
  2. #31

    optional

    Enttäuschend, ich hatte gedacht es wäre mehr Inhalt in dem Artikel, es wird beleidigend über Bewerber hergezogen. Wenn ich mir 10 Bücher kaufe, wie man ein Anschreiben schreibt, dann finde ich in allen die o.g. Floskeln, teilweise umgedichtet aber mit dem selben Inhalt.

    Es hätte mich brennend interessiert wie man die Floskeln umgehen kann, da scheint der/die Autor/in aber auch keine Lösung zu haben.
  3. #32

    peinlicher Artikel ...

    ... aber so ist es hier bei "spiegel dich selbst", Mit diesem Autor gewinnen Sie ... richtig ... ein Trostlos :))
  4. #33

    Nochmal gut beobachtet

    Zitat von anton strumpf Beitrag anzeigen
    bulleblau. Die Floskelkommunikation ist in der Tat kein Privileg der Bewerber. Überdies verstärkt sich mein Verdacht, dass die mit Bewerbern kommunizierenden Stellen ihre eigenen Textbausteine nicht verstehen und/oder lesen können. Beispiele gefällig: antonstrumpf.blogspot.com

    Heute habe ich einen der zahlreich mit der Firmenpost eintreffenden Grüsse zu den Feiertagen gelesen. Diesen einen habe ich gelesen(!), die anderen ("Wieder einmal neigt sich ein Jahr .....") der Rundablage unter dem Schreibtisch übergeben ! Der Brief begann (sinngemäß): Die Welt ist schlecht, alles ist Schei.s. und ein Morgen gibt's sowieso nicht mehr. Für einen in diesen Tagen üblichen Feiertagsgruß absolut ungewöhnlich, gleichwohl nicht obszön und tumb. Wie schon erwähnt, diesen Brief habe ich gelesen.
  5. #34

    was mach ich blos??

    Zitat von spon-facebook-10000101561 Beitrag anzeigen
    Gut, dann würde ich gerne mal Alternativen hören, wie man eine Bewerbung ohne einer dieser Floskeln schreiben soll
    Ganz einfach, man schreibt was man denkt, und setzt sich über diese lächerlichen Konventionen hinweg. Vergessen Sie nicht: Gleich und gleich erkennt sich auch. Würden sie etwa in einer Bude arbeiten wollen, die sich an solchen bekloppten Floskeln aufgeilen?

    Mathematisch gesehen ist die Chance eines Missverständnisses ungefähr gleich groß, wie anders herum. Also kann man wohl schreiben was man will, wenn es einem auf authenzität nicht ankommt. Dies alles gilt natürlich nur für den Fall, das man verzweifelt irgendwas machen will/muss, oder denkt, man muss....
  6. #35

    Robespierre

    Gnadenlos nur Schwächen herauszulesen und auszusortieren sind erlernte Verhaltensmuster. Wo Personaler ihren Chef mit solcher Wesensart beeindrucken, sollte man sich besser sowieso nicht bewerben. Man kann natürlich Herrn Winklers Buch nutzen, um sich dort hineinzulügen - doch glücklich wird man dann eh dort nicht.
  7. #36

    Zitat von spon-facebook-10000101561 Beitrag anzeigen
    Gut, dann würde ich gerne mal Alternativen hören, wie man eine Bewerbung ohne einer dieser Floskeln schreiben soll
    ...das war auch mein erster Gedanke!
  8. #37

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Attention - Interest - Desire - Action: Nach der alten Werbeformel sollte ein Anschreiben den Personalchef vom Bewerber überzeugen. Tatsächlich herrscht meist Argwohn - Irritation - Depression - Abwehr. Bewerbungsberater <i>Gerhard Winkler</i> weiß warum: Beide Seiten sprechen verschiedene Sprachen.

    Übersetzungshilfe: Bewerber schreiben - Personaler verstehen - SPIEGEL ONLINE
    Ziemliches destruktives Geplapper eines "Personaler-Verstehers". Schwache Leistung.
  9. #38

    Im Prinzip ja, aber...

    Ich kann dem Aus Anschauung unserer heutigen Personalabteilung nur zustimmen. Dieses verhalten der personaler geht einher mit dem Verlangen, so wenig Gehalt wie irgend möglich, möglichst unterhalb aller Tarifgruppierungen zu zahlen.
    Was man davon hat, sieht man mittlerweile bei uns, mieses Klima, Mitarbeiter, über die man nur den Kopf schütteln kann... Allerdings muss ich mich auch der Kritik der Vorredner anschließen. Sie stellen alles so dar, als gäbe es keine Formulierung, für die ein Personaler keine Negativbewertung ausspucken würde. Das ist denn auch maßlos überzogen, denn dann würde keine einzige Bewerbung mehr etwas bewirken und keine freie Stelle mehr besetzt. Wo bleibt das Positivbeispiel? Ach, das können Sie ja nicht bringen, es wird ja alles vom bösen Personaler negativ bewertet......
  10. #39

    Die lieben

    Ich habe auch schon seit Jahrzehnten mit Personalentscheidungen zu tun. Und ich amüsiere mich immer wieder über die ganzen Bewerbungsratgeber. Was dort so für ein Unsinn drinnen steht, wie Personaler dieses und jenes "verstehen". Hier werden Bewerber, die doch eigentlich wirklich Hilfe benötigen, noch mehr verunsichert und schreiben dann Textbausteine ab, DASS kommt dann bei mir negativ rüber. Dieser Beitrag jetzt in SPON - sorry, was soll das ? Nahezu JEDE Formulierung negativ bewerten - Schade um den Speicherplatz.