Übersetzungshilfe: Was Bewerber schreiben - und Personaler verstehen

CorbisAttention - Interest - Desire - Action: Nach der alten Werbeformel sollte ein Anschreiben den Personalchef vom Bewerber überzeugen. Tatsächlich herrscht meist Argwohn - Irritation - Depression - Abwehr. Bewerbungsberater Gerhard Winkler weiß warum: Beide Seiten sprechen verschiedene Sprachen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-874341.html
  1. #10

    Finde es immer wieder interessant zu lesen, dass DIE HR-Menschen das und jenes nicht sehen wollen blablabla ... die sind genauso unterschiedlich wie die Bewerber. Letztendlich kommt es drauf an, dass man was kann was gesucht wird und das nötige Glück hat auf einen Personaler zu treffen, der sich mit der Bewerbung anfreunden kann.
  2. #11

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bewerbungsberater <i>Gerhard Winkler</i> weiß warum: Beide Seiten sprechen verschiedene Sprachen.
    Ja, ich würde auch so gerne mal einen Profi unter den HR-Knaben und -Mädchen finden. Irgendwen, der in der Lage ist, ein Bewerbungsgespräch so zu führen, dass zumindest eine der Seiten aus dem Gespräch geht und wenigstens glaubt, etwas neues erfahren zu haben.

    Machen wir uns nichts vor, es gibt keinen Beruf "Personaler" und auch keine Ausbildung dafür. Es sind IMMER Quereinsteiger, die was soziales studiert haben oder nicht mehr ins Operative eingebunden sind. Und ich habe auch noch nie einen Personaler kennengelernt, der versteht, was sein Unternehmen tut. Und wen sie eigentlich brauchen.

    Wenn ich in Unternehmen mit Personalern interne und externe Bewerbungsgespräche führen muss, stellen sich mir regelmäßig die Haare auf. Es wird weder verstanden, welches Personal gebraucht wird, noch was in den Bewerbungen steht, wenn sie sich denn mal nicht auf die Otto-Normal-Floskeln beschränken. Und nie, aber wirklich nie, wird verstanden, dass ein Dreher, ein Programmierer oder ein LKW-Fahrer vor allem eins beherrschen muss: seinen Beruf. Es wird nach softskills gefahndet, nach den Lücken im Lebenslauf, nach Tippfehlern oder ähnlichem.

    Ja, ich wünsch mir auch oft, dass die sozialen Fähigkeiten meiner Umgebung besser ausgeprägt wären (und ich bin mir sicher, dass sich meine Kollegen dies auch bei mir wünschen), aber vor allem bin ich froh, wenn ich mit Profis zusammen arbeite, die wissen, was sie tun.

    Und liebe HR-Profis, beschränkt euch doch darauf, diese zu finden.
  3. #12

    So blöd wird keiner sein

    Kann mir keinen Personalchef vorstellen, der Bewerbungsunterlagen so interpretiert,es sei denn er möchte seiner Firma vorsätzlich schaden. Glaube auch nicht, dass dieser Artikel nur im Ansatz hilfreich für eine Stellensuchende ist. Der Schreiber leidet wohl an einem Loser-Trauma.
  4. #13

    Herr Winkler

    schreibt doch gerne sehr sarkastisch und überspitzt die Dinge auch. Gerade das finde ich aber gut und es öffnet einem die Augen, was für einen Schwachsinn wir in Anschreiben schreiben ("...hiermit bewerbe ich mich..." ja womit denn sonst? "...mit großem Interesse..." sag bloß du interessierst dich wirklich für die Stelle? Is ja ein Ding)
    Die Tipps auf seiner Seite sind wirklich gut.
  5. #14

    Vielleicht mal so:

    Zitat von spon-facebook-10000101561 Beitrag anzeigen
    Gut, dann würde ich gerne mal Alternativen hören, wie man eine Bewerbung ohne einer dieser Floskeln schreiben soll
    Sehr geehrte Damen und Herren

    Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen als neuer Mitarbeiter. Anhand meiner beigefügten Zeugnisse suchen Sie sich bitte die Qualifikationen heraus, die Ihnen vielleicht nützen. Ich dagegen nehme für meine Bereitschaft, bei Ihnen die angebotene Stelle zu besetzen, gerne ein übertarifliches Gehalt. Die Stationen meines Lebenslaufs habe ich Ihnen auf Kärtchen beigefügt, diese können Sie so nach persönlicher Vorliebe sortieren. Sie sollten mich möglichst kurzfristig für ein Vorstellungsgespräch einladen, da Ihre Konkurrenz schon zugesagt hat. Ein Bahn- oder Flugticket 1. Klasse zur An- und Abreise senden Sie mir bitte mit der Einladung zum persönlichen Gespräch zu.
    Als Firmenwagen bevorzuge ich die Marke BMW, Kommunikationstechnik bitte nur von Apple. Sollte Ihr Betrieb mir über die Probezeit hinaus zusagen, können regelmäßige Vertragsverlängerungen gegen Aufschlag erfolgen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ihr Bewerber
  6. #15

    Nun ja...

    Dass man so einen Unnsinn denkkt, warum nicht, dass man ihn niederschreibt, schon schlimm, dass man ihn druckt, schon irre, dass man dann aber auch noch dafür bezahlt ist der absolute Wahnsinn... Aber: SPON...
  7. #16

    Arme Berufswelt

    Das klingt und ist rechterhand sehr sarkastisch und menschenverachtend.
  8. #17

    Falsch positioniert

    Dieser Artikel würde eher in die Rubrik SPAM passen. Mit der Realität hat das nichts zu tun.
  9. #18

    Und ?

    Was fangen wir jetzt mit diesen Informationen an ?
  10. #19

    Personalwichtigtuer

    Und die Moral der Geschichte, wer wirklich was `drauf hat geht ins operative Geschaeft und wird nicht Personalmutti.