Sparen sparen, sparen – ist der Sozialstaat am Ende?

Strikter Sparkurs und veranschlagte Haushaltskonsolidierungen nagen am historisch gewachsenen Sozialstaatsmodell. Muss die Idee sozialer Sicherung der Euro-Rettung weichen? Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, geht davon aus, dass ein Sozialstaat, der auf sichere Arbeitsplätze und großzügige soziale Netze setzt, nicht länger mit langfristigem Wirtschaftswachstum vereinbar ist. Aber ist der Sozialstaat wirklich am Ende?
  1. #1

    Nationalhymne: Wachstum, Wachstum über Alles!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Strikter Sparkurs und veranschlagte Haushaltskonsolidierungen nagen am historisch gewachsenen Sozialstaatsmodell. Muss die Idee sozialer Sicherung der Euro-Rettung weichen? Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, geht davon aus, dass ein Sozialstaat, der auf sichere Arbeitsplätze und großzügige soziale Netze setzt, nicht länger mit langfristigem Wirtschaftswachstum vereinbar ist. Aber ist der Sozialstaat wirklich am Ende?
    Welche Motivation steckt eigentlich hinter dieser Wachstumsprämisse? In Deutschland steigt die Zahl der Armen stetig an, die Staatsforscher sprechen mittlerweile von Demokratiegefährdung(ganz im Merkeljargon: Dauerhafte Demokratie ist unrealistisch-)
    Nationale Armutskonferenz: Armut in Deutschland ist politisch gewollt - dradio.de
    Unseren Kindern soll's mal besser gehen - Heute nur noch ein frommer Wunsch? | Lebenszeit | Deutschlandfunk
  2. #2

    Zum Abwählen...

    Kann es sein, dass dieser dauerschwätzer uns glauben machen will, dass wir Schuld haben am Verpulvern der deutschen Steuermilliarden an die "befreundeten EU- Staaten"??!! Schulden ja, Schuld nein!! Das hat unsere inkompetente Politikergilde zu verantworten, was sie (natürlich!) nicht tut. Da löffelt die Suppe ein ganzes Volk aus!!
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Strikter Sparkurs und veranschlagte Haushaltskonsolidierungen nagen am historisch gewachsenen Sozialstaatsmodell. Muss die Idee sozialer Sicherung der Euro-Rettung weichen? Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, geht davon aus, dass ein Sozialstaat, der auf sichere Arbeitsplätze und großzügige soziale Netze setzt, nicht länger mit langfristigem Wirtschaftswachstum vereinbar ist. Aber ist der Sozialstaat wirklich am Ende?
    Klar ist der Sozialstaat am Ende! Aber nicht weil er nicht bezahlbar wäre, nein weil das ganze Geld für Zinszahlungen verwendet werden soll.

    Da hat der Draghi Recht, das der Sozialklimbim gegen die Interessen der exponentiell wachsenden ZinsesZins Ansprüche sind. Und auf wen wird wohl am meisten Rücksicht genommen?

    Wo soll denn Bitteschön das Gewinne-Wachstum herkommen, wenn nicht von immer größeren Stücken am Kuchen der nationalen Wirtschaftleistung?

    Diejenigen die Jahrzehntelang die Verschuldung und damit die Versklavung der arbeitenden Menschen herbeigeführt haben, haben vergessen zu sagen das eine zurückzahlung
  4. #4

    Zitat von soläuftdas? Beitrag anzeigen
    Klar ist der Sozialstaat am Ende! Aber nicht weil er nicht bezahlbar wäre, nein weil das ganze Geld für Zinszahlungen verwendet werden soll.

    Da hat der Draghi Recht, das der Sozialklimbim gegen die Interessen der exponentiell wachsenden ZinsesZins Ansprüche sind. Und auf wen wird wohl am meisten Rücksicht genommen?

    Wo soll denn Bitteschön das Gewinne-Wachstum herkommen, wenn nicht von immer größeren Stücken am Kuchen der nationalen Wirtschaftleistung?

    Diejenigen die Jahrzehntelang die Verschuldung und damit die Versklavung der arbeitenden Menschen herbeigeführt haben, haben vergessen zu sagen das eine zurückzahlung
    Diejenigen die Jahrzehntelang die Verschuldung und damit die Versklavung der arbeitenden Menschen herbeigeführt haben, haben vergessen zu sagen das eine zurückzahlung... der Schulden einfach Systembedingt unmöglich ist, weil die Zinsforderungen niemals als "Schuldgeld" erschaffen wurde und nicht im Geldkreislauf enthalten ist.

    Bleibt nur noch der Staatsbankrott übrig, bei dem das System resetet wird, und die ganze Schuldenspirale von vorne beginnen kann.

    Es nähern sich die Zeichen das das Geldsystem dem finalem Knall näher kommt. Schluß ist zwangsläufig, wenn die Zinsen die Wirtschaftleistung übersteigen. Und wir sind nur kurz davor. Das Schauspiel das derzeit läuft sind schon die Vorwehen.

    Freiheit ist eine Frage des richtigen Geldsystems (Rico Albrecht - Wissensmanufaktur) - YouTube
  5. #5

    Der Sozialstaat ist ein völlig verkorkstes Gesellschaftsmodell, welches eigentlich nur der Pöstchenschacherei und dem lieben Geld dient. Menschen werden in die Abhängigkeit getrieben und somit häufig auch an die Wahlurne, weil diese Leute ja auch weiterhin umsorgt werden müssen. Die kommen alleine häufig nicht aus der Armutsfalle heraus. Politiker können so mehrere Jahre schön abkassieren, in alle möglichen Vorstände arbeiten und danach einfach den Beruf wechseln. Gleichzeitig schafft so ein Versorger einen lebensunfägigen Untertan, der natürlich auch immer unzufriedener wird und seine Wut auf alle möglichen Leute richtet.

    Die DDR soll hier als mahnendes Beispiel dienen. Dort hat der Totalversorger zu einer radikal menschenfeindlichen Grundhaltung geführt.

    Auswirkung auf die Arbeitswelt sieht man in der Form, dass die freie Wirtschaft auf der einen Seite immer weniger fähige Bewerber bekommt und auf der anderen Seite kann sie sich richtig austoben.

    Ein Staat muss seine Kernaufgaben wahrnehmen (können), sonst schafft sich irgendwann selbst ab. Ein Komfort-Rundumpaket jedem anbieten zu wollen, der keine Lust "aufs Leben" hat, gehört auf jeden Fall nicht dazu.
  6. #6

    Wachstum

    Jeder Baum, jedes Tier, jeder Mensch hört irgendwann auf zu wachsen.
    Ständiger Wirtschaftswachstum ist deswegen gefordert weil einerseits die Ansprüche ständig steigen und weil Regiuerungen nicht haushalten können.
    Stuttgart 21, Willy-Brand-Airport, Hamburger Oper. Plus die ettlichen weiteren Mißetaten die man leider zu schnell vergißt.
    Übrigens, nur noch mal zum abkotzen: hatte gerade gelesen das die Hamburger Symphonie ursprünglich vom Senat abgesegnet wurde weil man 77 Mio und Fertigstellung 2010 veranschlagt hatte. Stand heute: circa/fast 600 Mio (Sechshundert Millionen) und fertig irgendwann so Gott will.

    Dazu kommen jetzt die Sonderausgaben zur Unterstützung anderer Euroländer. Zum ersten mal wurde doch kürzlich erwähnt das 700Mio im Haushalt fehlen werden und man wegen Zahlungen für GR irgendwo bei uns einsparen muss.
  7. #7

    Sparen,sparen,sparen - ist der Sozialstaat am Ende?

    Zitat von wynkendewild Beitrag anzeigen
    Der Sozialstaat ist ein völlig verkorkstes Gesellschaftsmodell, welches eigentlich nur der Pöstchenschacherei und dem lieben Geld dient. Menschen werden in die Abhängigkeit getrieben und somit häufig auch an die Wahlurne, weil diese Leute ja auch weiterhin umsorgt werden müssen. Die kommen alleine häufig nicht aus der Armutsfalle heraus. Politiker können so mehrere Jahre schön abkassieren, in alle möglichen Vorstände arbeiten und danach einfach den Beruf wechseln. Gleichzeitig schafft so ein Versorger einen lebensunfägigen Untertan, der natürlich auch immer unzufriedener wird und seine Wut auf alle möglichen Leute richtet.

    Die DDR soll hier als mahnendes Beispiel dienen. Dort hat der Totalversorger zu einer radikal menschenfeindlichen Grundhaltung geführt.

    Auswirkung auf die Arbeitswelt sieht man in der Form, dass die freie Wirtschaft auf der einen Seite immer weniger fähige Bewerber bekommt und auf der anderen Seite kann sie sich richtig austoben.

    Ein Staat muss seine Kernaufgaben wahrnehmen (können), sonst schafft sich irgendwann selbst ab. Ein Komfort-Rundumpaket jedem anbieten zu wollen, der keine Lust "aufs Leben" hat, gehört auf jeden Fall nicht dazu.
    Natürlich und das schon lange. Seit Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft und der Einführung durch Brandt von diversen Betrügermodellen durch "Arbeitnehmer" . Angefangen von der Abschaffung der Vorlage eines ärztliches Attestes am 1.Tag der Krankheit bis zu dem Selberschreiben der Anwesenheitslisten und nicht zu vergessen, jedes Jahr Anspruch auf eine Kur zur "Arbeitserhaltung" und die vielen hundertausend Betrügereien von Geltendmachung Kindergeldern, die nicht lebten und auch nicht geboren waren durch insbesodnere kurdische Familien und die Arbeitsgerichtsverfahren , bei denen Rauschgiftsüchtigen oder Alkoholikern noch hohe Abfindungen von kleinen Unternehmern zugesprochen wurden ,oder dieser ganze Sozialbetrug des Sen .f. Arbeit udn Soziales, wo angeblich Stellen vermittelt wurden an Arbeitsunwillige, die diese nicht antraten und stattdessen zur Kur fuhren etc. Bedanken sollte man sich bei der SPD seit Brandt! Auch ohne Wiedervereinigung und ohne Euro hätte das Modell ins Nichts geführt.
    Meister Willy Brandt sagte mal:" Wer die Zukunft vorausagt,muß sie selbst gestalten." Na, das war doch wieder ein Eigentor!
  8. #8

    Zitat von wynkendewild Beitrag anzeigen
    Der Sozialstaat ist ein völlig verkorkstes Gesellschaftsmodell, welches eigentlich nur der Pöstchenschacherei und dem lieben Geld dient. ...
    Artikel 20 Absatz 1 Grundgesetz: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer sozialer Bundesstaat.“
    Sie waren keine Träumer, sie wollten nicht das Paradies auf Erden, nicht die klassenlose Gesellschaft, aber was immer sie auch politisch trennte, die 61 Väter und vier Mütter des Grundgesetzes wollten 1949 eine soziale Republik. Sie wollten keine Republik mit obszönem Reichtum „oben“ und elendiger Armut „unten“, sie wollten ganz gewiss nicht so ein Land, wie es sich im Entwurf des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung präsentiert: in dem das oberste Hundertstel der Haushalte 25 Prozent des gesamten Volksvermögens besitzt, in dem die obersten zehn Prozent über mehr als 53 Prozent des Nettovermögens verfügen – aber die Hälfte der Bürger gerade einmal ein einziges Prozent des Gesamtbesitzes ihr Eigen nennen kann.
    Nein, solch ein Land wollten sie nicht, nicht so zerrissen, nicht so gespalten. Sie benutzten damals Wörter, die heute kaum ein Sozialdemokrat, kein Christdemokrat, von den Grünen und FDP-Politikern ganz zu schweigen, also kein Politiker jedenfalls, der in seiner Partei Karriere machen möchte, noch zu benutzen wagt: Gemeinwohl. Wohlfahrtsstaat. Sozialstaat. Wohlstand für alle – jahrzehntelang war das das Staatsziel aller Parteien, ein Leitbild nicht nur für Sonntagsreden, es war keine Phrase, sondern Anleitung für politisches Handeln, für die Gestaltung der sozialen Wirklichkeit.
  9. #9

    Soviel zur Fairteilung ...