Wir machen uns mal frei: Heiland im Kittel

CorbisManche Ärzte erklären mit einer Diagnose alle Leiden - und versprechen, dass man mit einem teuren Eingriff alle Probleme auf einmal los werden kann. Leider ist das häufig zu schön, um wahr zu sein. Kolumnist Frederik Jötten schreibt aus Erfahrung.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-873513.html
  1. #1

    Totaler Schwachsinn

    Könnt der Vollidiot, der so ein Quatsch geschrieben hat, mir mal sagen, was das soll? Heute Morgen hat ein Patient eine lange überfällige Op abgesagt mit der Begründung Ihres total idiotischen und verallgemeinernden Artikel! Vielleicht sollte endlich beide Seiten zu Wort kommen... Den Effekt habe ihr gut hinbekommen, jetzt darf ich meine Patientin vom Gegenteil überzeugen sie daraufhinweisen, das Euer Gequatsche nichts mit ihrem Fall zu tun hat!! Hört endlich auf, unsinnigen Arzterlebnisse zu verallgemeinernd darzustellen. Ihr schafft nur neue Probleme undich seheda kein Benefizfür betroffene!
  2. #2

    Nun ja,
    ich denke der Arzt kann das im Einzelfall schon recht genau sagen was notwendig ist.
    Klar, er verdient damit auch Geld - richtig.
    Ich habe vor knapp 3 Jahren eine derartige Operation hinter mich gebracht und hatte seitdem nie wieder vereiterte Mandeln.
    Vorher plagte mich das ca. 4-5x im Jahr, von einer Art dauerhaften Erkältung ganz zu schweigen....
    Wer sich nicht operieren will soll es eben lassen.
    Im Netz finden sich genug Erfahrungsberichte.
  3. #3

    Schlimm

    Schlimm schlimm schlimm
  4. #4

    Die Zeiten ändern sich nicht

    Habe das Gleiche vor über zwanzig Jahren erlebt. Hatte den Namen der diagnostizierten Krankheit schon vergessen. Meine Nase läuft ... hatte aber nie eine OP deswegen in Erwägung gezogen ... zum Glück.
  5. #5

    Wahnsinn

    Habe mich doch noch dazu hinreissen lassen mich hier anzumelden.

    Seit meinem 12. Lebensjahr habe ich ständig unter verstopfter Nase, eckligem Schleim und wiederkehrenden Sinusitiden 17 Jahre lang bis zum Herbst dieses Jahres gelitten. Kopfschmerzen bei Wetterumschwüngen, weil die zugeschwollene Schleimhaut keine Druckänderngen zu gelassen hat etc. pp. Wie wurde das behandelt? Abschwellende Nasentropfen, Cortisonspray, Nasenbäder brachten nichts. Zum Glück habe ich nach 2 frustranen Jahren Cortisonspray Therapie darauf gedrängt es operativ anzugehen. Heute ist die Endoskoptechnik zum Glück schon weit fortgeschritten. In meiner Kindheit hätten man mir das halbe Gesicht zerschneiden müssen, um das zu korregieren, dass kann ich aber dem damaligenArzt nicht zum Vorwurf machen, war halt damals Anfang der 90' Stand der Technik. Zum Glück hat meine Mutter damals abgelehnt. Habe mich dieses Jahr im Universitäts Klinikum in München Groß Hadern endoskopisch operieren lassen. Die Ct Bilder deuteten eigentlich auf einen einfachen Eingriff hin, den jeder niedergelassene HNO durchführen kann, war sowohl die Meinung meines niedergelassenen HNO dem ich traue und des Universitätspersonals. Hatte aber ein mulmiges Gefühl bei der Sache und habe mich dann beim Uniklinikum operieren lassen- was sich als goldrichtig herausgestellt hatte. Die Op war kniffliger als von den Ct Bildern zu erwarten war und es wurde Spezialwerkzeug gebraucht, die nicht jeder Niedergelassene hat.

    Chirurgie ist halt ein Handwerk bei dem es auf Technik, Können und Ausrüstung ankommt.

    Ich kann allen Geplagten nur empfehlen den Eingriff durchführen zu lassen, nach dem die konservative Therapie ausgeschöpft wurde.

    Wo ich früher immer eine Tempopackung am Morgen in die Hosentasche eingesteckt habe, die nicht bis zum Abend gereicht hat, kann ich heute 1!! Taschentuch mitnehmen. Kann Nachts und Tagsüber frei atmen, habe viel weniger Schleim und keine Kopfschmerzen mehr.


    Schlussendlich bin ich sehr froh, die Op gemacht zu haben und dem HNO Team in Groß Hadern sehr dankbar.


    Nicht immer auf die Ärzte schimpfen!!
  6. #6

    Ok eine Kolumne hat ja nicht unbedingt den Anspruch auf Objektivität und stellt einen Meinungsbeitrag dar. Allerdings gibt es kaum einen Bereich der so einen großen Einfluss auf Leben und Lebensqualität eines Menschen hat wie die Gesundheit.
    Daher denke ich, dass zu diesem Thema keine Kolumnen in einer Zeitung erscheinen sollten.
    Sie vermitteln dem Leser ohne es zu wollen gerade bei diesem sehr sensiblen Thema einen Eindruck von vermeintlicher Kompetenz und Objektivität die in den schlimmsten Fällen fatal enden kann.
    (und bei der großen Leserschaft die sie als eine der größten Zeitungen Deutschlands erreichen können sie sicher davon ausgehen, dass jemand den Artikel ernst nimmt und Konsequenzen daraus zieht).
    Solche Meinungen wie: "Wenn mir heute ein Arzt mit Heilsversprechungen kommt, die zu gut klingen, um wahr zu sein, suche ich mir einen anderen" können sie gerne privat vertreten, aber veröffentlicht in einem Medium wie diesem grenzt das schon fast an fahrlässiger Körperverletzung.
    Es gibt nämlich durchaus eine Vielzahl an Erkrankungen die sich durch zahlreiche Symptome äußern und mit einer vergleichsweise einfachen Behandlung heilbar sind. Das führt dann logischerweise zu einem Verschwinden aller Symptome und einem gewaltigen Zuwachs an Lebensqualität für den Betroffenen.
    Ihr Beitrag ist nichts weiter als eine Anekdote und hat daher auch keinerlei aussagekräftige Wirkung.
  7. #7

    Krankenhäuser darben allenthalben

    Zitat von rainer/zufall Beitrag anzeigen
    ... Ihr Beitrag ist nichts weiter als eine Anekdote und hat daher auch keinerlei aussagekräftige Wirkung.
    Ein erfahrener Arzt wird sehr genau wissen, wem er einen Bären aufbinden kann. Und sich zuvor sehr genau nach der Kasse erkundigt haben.
  8. #8

    Herrlich, wie immer auf der Schulmedizin herumgehackt wird, während Millionen von abergläubischen Patienten zu Heilpraktikern rennen und dort für fragwürdige bis absurde, in jedem Fall unbewiesene Therapien Geld ohne Ende aus der eigenen Tasche hinblättern. Bietet ein Arzt IGEL-Leistungen an, die meistens auch keinen nachgewiesenen Wert haben, wird er dafür von Ärztehassern sofort verbal gevierteilt, aber wenn Heilpraktiker (und noch dubiosere Gestalten) ihre Schamanentänze um den Patienten aufführen, wird dafür geklatscht. Kranke Welt sag ich da nur.
  9. #9

    Dieses Geschäwtz kenne ich all zu gut!

    Vor etwa 40 Jahren wollten alle Ärzte mich operieren, denn ich habe wie die Mehrzahl der Menschen eine Septumdeviation.

    Rein zufällig traf ich dann einen Arzt, der mir sagte, dies bringe alles nichts. Ich soll mir das Geld sparen. Bis zu meinem sechzigsten Lebensjahr flog ich als Berufspilot und lebe bis heute phantastisch mit meinen 68 Jahren mit diesem „Defekt“.

    Nach der Ansicht vieler Ärzte - natürlich nur unter vorgehaltener Hand - ist dies eine perfekte Einnahmequelle. Meine Frage - ich mußte früher jedes halbe Jahr zur Fliegeruntersuchung - wer gibt eine Garantie für meine Nase ab, fand sich niemand!

    Dem ist wohl nichts hinzu zufügen.