IWF-Forderung: Rettungsfonds soll Zyperns Krisen-Banken stützen

dapdDie Krise Zyperns rückt in den Fokus der Euro-Retter. Der Internationale Währungsfonds fordert laut einem Zeitungsbericht nun, der Rettungsschirm ESM solle die Banken des Landes direkt mit frischem Geld versorgen. Der Plan könnte neuen Streit mit der Bundesregierung auslösen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-874245.html
  1. #1

    War ja klar

    Meine sauer verdienten Steuern werden in einem Moloch auf Unfähigkeit und Korruption verschwinden. Einfach nur noch zu k..... was hier abgeht.
    Ist ja jetzt praktisch mit dem ESM, da kriegt der dumme Bürger nichts mehr von mit und alles ist schön anonym.
    Wir werden es eben, und das ist ja auch jetzt schon der Fall, durch weitere Preissteigerungen, Steuererhöhungen und immer weniger Investitionen der öffentlichen Hand merken.

    Aber nein, es hat natürlich nichts mit der Eurorettung zu tun.
  2. #2

    Prima Gelegenheit für Merkel

    wieder eine ihrer roten Linien zu räumen. Zyperns Banken werden direkt aus dem ESM kapitalisiert, dann kann man das Spanien natürlich auch nicht mehr verwehren. Demnächst ist die Vereinigung aller europäischen Schuldner perfekt und die eiserne Kanzlerin hat die schlechteste aller Möglichkeiten für Deutschland realisiert.
  3. #3

    Bankenrettung...

    darf es nur gegen harte Auflagen und einen brutalen Schrumpfkurs der betroffenen Institute geben. Ansonsten wird das kapitalistische Anreizprinzip völlig torpediert. Das wäre der sichere Weg in die totale Katastrophe.
  4. #4

    Als durch den Gläubigerverzicht im Fall Griechenland die Staatsverschuldung um 20 Mrd gesunken war und entsprechend als Riesenerfolg gefeiert wurde, war schon die Frage, wie die Banken in Griechenland und Zypern, die zu den Hauptgläubigern des griechischen Staates gehörten, die Verluste tragen sollten. Jetzt wird deutlich, was der griechische Staat an Schulden weniger hat, müssen die Steuerzahler im Euroraum zahlen, vor allem also auch die deutschen.

    Das Kartenhaus aus Tricksen, Betrügen, Kungeln, Täuschen bricht zunehmend zusammen, weil das Fundament marode ist. Kaum wird das Ende der Krise in Aussicht gestellt, fällt das nächste Land. Wie wäre es denn mal, wenn die Europolitiker es mit Ehrlichkeit und Offenheit versuchen.
  5. #5

    Endlich genauer recherchiert ?

    >Der Bundesnachrichtendienst schätzt das von Russen bei den zyprischen Banken gebunkerte Geld nach SPIEGEL-Informationen auf 20 Milliarden Euro. <
    Bis dato hatte SPON doch von Schwarzgeld berichtet. Was aber meiner Ansicht nach nicht korrekt ist. Das macht dieses Problem aber noch interessanter: Nun gibt es nämlich kein Argument mehr gegen die Rettung der zypriotischen Banken. Daß da auch russ. Geld gebunkert wird - na und ? Die zypriotischen Banken haben damit und mit griechischen Papieren spekuliert - und verloren. Müssen also auch auf Kosten des (dt.) Steuerzahlers gerettet werden. Noch einmal: Der eigentliche Skandal ist, daß die EU über die Risiken dieses Steuerparadieses für Investoren der RF hinweggesehen hat. Und lieber statt dessen die erlaubte Krümmung von Gurken berechnet. Allerdings ließe sich dieses Problem sicher sehr pragmatisch lösen: Soll doch ein zypriotischer Banker mal einem russ. Oligarchen erklären, dessen Geld sei futsch. Habe gehört, daß so etwas manchmal sehr ungesund sein kann... Wäre aber ein echter Lerneffekt für andere Bankster :-)
  6. #6

    Der Mißbrauch von Steuergeldern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise Zyperns rückt in den Fokus der Euro-Retter. Der Internationale Währungsfonds fordert laut einem Zeitungsbericht nun, der Rettungsschirm ESM solle die Banken des Landes direkt mit frischem Geld versorgen. Der Plan könnte neuen Streit mit der Bundesregierung auslösen.

    IWF fordert direkte Hilfen für Zyperns Banken - SPIEGEL ONLINE
    zur Bankenrettung war von Anfang an verkehrt.
    Und mit welcher Begründung will man aus der Subventionierung der Reichsten der Reichen je aussteigen?
    Ihren Status als systembestimmende und -dominierende Institute, denen unbegrenzte Frondienste zu leisten sind, kann man nun nur noch durch ihre Auflösung aufheben.
    Denn der Wettbewerb ist durch deren Subventionierung ohnehin aufgehoben!
  7. #7

    optional

    Will man uns jetzt wieder erzählen, daß bei einem Austritt Cyperns aus der Währungsunion (wie schon im Fall Griechenland) die Welt zusammenbricht ? Macht diesem Wahnsinn JETZT ein Ende, denn jede weitere Milliarde, die jetzt noch gezahlt wird, ist verbranntes Geld und verschlimmert letztendlich die Situation. Man muß endlich erkennen, daß das Experiment "Euro" gescheitert ist und Europa auseinandertreibt statt vereint.
  8. #8

    Das Anreizprinzip

    ist schon längst geschaffen.
    Und nun sehen wir was der Schuldenschnitt von GR uns einbringt. GR hat seine Schulden los, B anken aus anderen Ländern haben diese nun als uneinbringlich in der Bilanz und MÜSSEN gerettet werden.
    Damit hat man das Problem nur verlagert und der nächste hält die hand auf.
    So wird es weitergehen bis so ziehmlich alle unter dem Rettungsschirm Platz gefunden haben. Die Frage ist nur was passiert wenn sich alle gegenseitig gerettet haben, die Schulden also sozusagen von einem zum anderen weitergeschoben haben ????
    Ach ja dann kommt der nächste Rettungsschirm mit hochtrabenden Namen mit noch mehr Vollmachten und noch mehr "schuldenfinanzierten" eigenkapital.
    Was man vermeiden wollte, die Ansteckung anderer, hat man längst ins Gegenteil verkehrt, es werden ausnahmslos alle angesteckt werden und die EU und der €Raum in seiner jetztigen Form nicht überleben lassen.
    Aber das merken die hohen Damen und Herren erst wenn alle unter dem ESM/EFSF "Schutz" gefunden haben und das Spiel von neuem beginnt.
  9. #9

    Was erst...

    Erst sollten die zyprischen Banken und die sich dort befindenden Einlagen ab einer zu bestimmenden Höhe verstaatlicht werden, bevor man überhaupt über Hilfen redet. Nachdenken sollte man darüber aber erst, wenn die Anleger für ihre Anlagen"geblutet" haben...