Warum sind Menschen anfällig für den Glauben an höhere Wesen?

Der Gedanke von der Existenz überirdischer Geschöpfe beschäftigt die Menschheit seit Jahrtausenden. Die Vorstellung, dass übermenschliche Wesen auf unser Leben einwirken, bietet nicht nur Orientierung in moralischen Fragen, sondern stärkt auch das Vertrauen darauf, dass alles einem größeren Plan folgt, der sich vielleicht sogar nach dem Tod fortsetzt - lauter Vorstellungen, die den Umgang mit den Unsicherheiten und Schicksalsschlägen des Lebens erleichtern. Trost oder Sinnsuche? Warum glauben Menschen an höhere Wesen?
  1. #10

    Imho

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum glauben Menschen an höhere Wesen?
    zum einen, weil die Götter- und Heldensagen den Menschen früher erklärte, woher der Mensch kam, wozu er lebte und wie es hinterher weiterging.

    Heute gibt es auch naturwissenschaftliche Antworten auf die Frage nach dem woher (Evolutionstheorie). Die Frage nach dem Sinn des Lebens beantwortet der moderne Mensch sich selbst: jeder findet seinen Sinn des Lebens wahlweise in der Familie, dem selbstgewählten Beruf oder der Befolgung religiöser Riten.

    Nur eine Frage ist für viele ungelöst: die Frage "was nach dem Tode kommt". Da können sich viele nicht damit abfinden, dass sie selbst und all ihre Lieben einfach tot sein sollen. Dass nach dem Tod nichts mehr kommen soll. Und hier bieten die Religionen einen Trost: es geht weiter. Vorausgesetzt, man hat brav die Regeln seiner jeweiligen Religion befolgt...

    Es gibt aber auch Menschen, die kommen mit der Vorstellung klar, dass mit dem Tod die eigene Existenz bzw. die der Angehörigen zu Ende ist. Unwiderruflich. Diese Menschen schätzen daher das Leben und halten jedes einzelne Menschenleben für unendlich kostbar und schützenswert. Da es mit dem Tod unwiderbringlich verloren geht.
  2. #11

    Die Frage ist ein bißchen arg pauschal

    Es gibt unzählige Antworten, die zumeist die natürlichen Ängste und Hoffnungen der Menschen betreffen, und seine Suche nach Sinn und Zweck des Ganzen. Und das hat den Menschen nicht seit Jahrtausenden beschäftigt, sondern seit es ihn gibt. Die Götter waren immer ein hübscher und vor allem bequemer Ausweg. Klappe zu, Problem erledigt.

    Bei den Griechen waren die Götter menschliche Viecher, und das war schön, weil es arg irdisch war und voller Phantasie. Bei den Indern haben die Götter gevögelt auf Teufel komm raus, auch irgendwie nachvollziehbar. Bei den Monotheisten haben wir die Vaterfigur, und die ist arg wesentlich, weil subjektiv wichtig. Da regelt wer was, allzeit gerecht und verständnisvoll. Der Typ weiß bescheid. Wobei die Katholen recht geschickt eine Menge Gottheiten danebengestellt haben, etwa Maria, die keinesfalls fehlen darf, weil die Mütterfixierung arg menschlich ist. Eben nicht so eine klimakteriell bösartige Schnepfe wie Hera, die ihrem Gatten wirklich gar nichts gönnt und damit so blödsinnig real rüberkommt.

    Und bei den gescheiten Buddhisten gibt es gar keine Gottheit, sondern nur den Bezug zum Leben. Religion kann nichts anderes sein als ein Lob genau dieses Lebens, verbunden mit ein paar Ratschlägen, wie man halbwegs anständig durchkommt.

    Der Mensch liebt halt Unwirkliches. Hexen, Sensationen, Illusionen, Geheimnisse, Geister und Gespenster. Einfach mal Zeitung lesen. Die Medien leben davon wie die Propheten auch.
  3. #12

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum glauben Menschen an höhere Wesen?
    Weil es sie gibt.
    Wenn ca. 6 Milliarden Menschen an Gott, Götter, Ahnen, Geister und
    andere Dimensionen glauben dann deshalb, weil es sie gibt.
    Mit den Gefühlen und der Intuition ist der Mensch näher bei der
    Wahrheit als durch den Verstand. Deshalb hat es auch ein bisschen
    gedauert bis die Wissenschaft mit ihrer Entdeckung über andere
    Dimensionen hinterhergehinkt ist.
  4. #13

    Warum sind Menschen anfällig für den Glauben an höhere Wesen?

    De
    Zitat von atech Beitrag anzeigen
    zum einen, weil die Götter- und Heldensagen den Menschen früher erklärte, woher der Mensch kam, wozu er lebte und wie es hinterher weiterging.

    Heute gibt es auch naturwissenschaftliche Antworten auf die Frage nach dem woher (Evolutionstheorie). Die Frage nach dem Sinn des Lebens beantwortet der moderne Mensch sich selbst: jeder findet seinen Sinn des Lebens wahlweise in der Familie, dem selbstgewählten Beruf oder der Befolgung religiöser Riten.

    Nur eine Frage ist für viele ungelöst: die Frage "was nach dem Tode kommt". Da können sich viele nicht damit abfinden, dass sie selbst und all ihre Lieben einfach tot sein sollen. Dass nach dem Tod nichts mehr kommen soll. Und hier bieten die Religionen einen Trost: es geht weiter. Vorausgesetzt, man hat brav die Regeln seiner jeweiligen Religion befolgt...

    Es gibt aber auch Menschen, die kommen mit der Vorstellung klar, dass mit dem Tod die eigene Existenz bzw. die der Angehörigen zu Ende ist. Unwiderruflich. Diese Menschen schätzen daher das Leben und halten jedes einzelne Menschenleben für unendlich kostbar und schützenswert. Da es mit dem Tod unwiderbringlich verloren geht.
    Der letzte Absatz sagt es so , wie es jeder Mensch sehen sollte. Die Endlichkeit trifft arm und reich ,gesund und krank, gierig oder hilfsbereit, gleichermaßen und dann wäre doch eigentlich das Fazit, dass Streit , Wut,Krieg etc. völlig überflüssig sind und wir - ohne Glauben an überirdische Wesen - doch friedlicher zusammenleben könnten.
    Ja, für mich ist das einzelne Menschenleben kostbar und schützenswert und mir ist bewußt , dass es mit dem Tod unwiderruflich verloren geht - das " Weiterleben" gibt es nur in Form der Erinnerung - sowohl im Guten als auch im Bösen.
  5. #14

    Warum sind Menchen anfällig für den Glauben an höhere Wesen?

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Weil es sie gibt.
    Wenn ca. 6 Milliarden Menschen an Gott, Götter, Ahnen, Geister und
    andere Dimensionen glauben dann deshalb, weil es sie gibt.
    Mit den Gefühlen und der Intuition ist der Mensch näher bei der
    Wahrheit als durch den Verstand. Deshalb hat es auch ein bisschen
    gedauert bis die Wissenschaft mit ihrer Entdeckung über andere
    Dimensionen hinterhergehinkt ist.
    Dann beweisen Sie das! Ich gehe eher nach den Beweisen der Naturwissenschaftler.
    Ja, und einige glauben auch, das sie als Mörder/Märtyrer von Allah dann zu seinen Füßen sitzen und von 99 Jungfrauen umgeben sind. Eigentlich muß der "Himmel" wegen Überfüllung geschlossen werden.
    Und , meine Mutter sagte schon zu mir ,als ich noch klein war:"Statt beten - geh arbeten und behandele die Menschen gut.

    Damit hat sie mir eigentlich alles gesagt, worauf es ankommt und ich habe mich auch weitgehend daran gehalten und deshalb einen wunderbaren und reichlichen Familien-Freundes- und Bekanntenkreis und wenn es so sein sollte, wie Sie glauben , muß ich mich sehr wundern, dass viele Bürger heute ihre Verwandten verscharren lassen.
    Meine Familie hat Familiengräber und das seit Jahrzenten und jeder , der im Krieg blieb , ist auch nicht vergessen. Ohne Glauben an Geister und ähnliche Wesen, trifft natürlich der Verlußt eines Menschen ,doppelt
  6. #15

    Warum sind Menchen anfällig für den Glauben an höhere Wesen?

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Weil es sie gibt.
    Wenn ca. 6 Milliarden Menschen an Gott, Götter, Ahnen, Geister und
    andere Dimensionen glauben dann deshalb, weil es sie gibt.
    Mit den Gefühlen und der Intuition ist der Mensch näher bei der
    Wahrheit als durch den Verstand. Deshalb hat es auch ein bisschen
    gedauert bis die Wissenschaft mit ihrer Entdeckung über andere
    Dimensionen hinterhergehinkt ist.
    Dann beweisen Sie das! Ich gehe eher nach den Beweisen der Naturwissenschaftler.
    Ja, und einige glauben auch, das sie als Mörder/Märtyrer von Allah dann zu seinen Füßen sitzen und von 99 Jungfrauen umgeben sind. Eigentlich muß der "Himmel" wegen Überfüllung geschlossen werden.
    Und , meine Mutter sagte schon zu mir ,als ich noch klein war:"Statt beten - geh arbeten und behandele die Menschen gut.

    Damit hat sie mir eigentlich alles gesagt, worauf es ankommt und ich habe mich auch weitgehend daran gehalten und deshalb einen wunderbaren und reichlichen Familien-Freundes- und Bekanntenkreis und wenn es so sein sollte, wie Sie glauben , muß ich mich sehr wundern, dass viele Bürger heute ihre Verwandten verscharren lassen.
    Meine Familie hat Familiengräber und das seit Jahrzenten und jeder , der im Krieg blieb , ist auch nicht vergessen. Ohne Glauben an Geister und ähnliche Wesen, trifft natürlich der Verlußt eines Menschen ,doppelt
  7. #16

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Gedanke von der Existenz überirdischer Geschöpfe beschäftigt die Menschheit seit Jahrtausenden. Die Vorstellung, dass übermenschliche Wesen auf unser Leben einwirken, bietet nicht nur Orientierung in moralischen Fragen, sondern stärkt auch das Vertrauen darauf, dass alles einem größeren Plan folgt, der sich vielleicht sogar nach dem Tod fortsetzt - lauter Vorstellungen, die den Umgang mit den Unsicherheiten und Schicksalsschlägen des Lebens erleichtern. Trost oder Sinnsuche? Warum glauben Menschen an höhere Wesen?
    Ich gestehe, auch ich bin "anfällig" !
    Trotzdem habe ich durchaus das Gefühl, gesund und nicht negativen Einflüssen ausgesetzt zu sein.

    Allein die Fragestellung dieses Forumbeitrags ist schon eine Frechheit, da sie suggeriert, daß Gläubige krank und/oder aufnahmebereit für negative Einflußnahme sind.
    Aber typisch für Absolutheitsanspruch und Intoleranz der sogenannten Realisten.

    Gesegnete und besinnliche Weihnachtsfeiertage !
  8. #17

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Weil es sie gibt.
    Wenn ca. 6 Milliarden Menschen an Gott, Götter, Ahnen, Geister und
    andere Dimensionen glauben dann deshalb, weil es sie gibt.
    Mit den Gefühlen und der Intuition ist der Mensch näher bei der
    Wahrheit als durch den Verstand. Deshalb hat es auch ein bisschen
    gedauert bis die Wissenschaft mit ihrer Entdeckung über andere
    Dimensionen hinterhergehinkt ist.
    Nö, Petra.
    Es gibt sie nicht. Das woran ein Mensch "glaubt" ist immer imaginär.
    Von vielen Millionen Gläubigern an "ihr höheres Wesen" bis hin zu:
    Tom Hanks, in dem Film "cast away", als er dem gefundenen Fußball ein Gesicht malte und ihn "Wilson" nannte. Als "Wilson" dann im offenen Meer verschwand verlor Tom Hanks den Glauben an das einzige was er hatte.

    PS. Auch die Wissenschaft hat meines Wissens bis jetzt keine "höheren Wesen" entdecken können.
    PPs. Es sei denn sie haben "Wilson" gefunden.
  9. #18

    armselig

    Zitat von kopfschuettler Beitrag anzeigen
    Ich gestehe, auch ich bin "anfällig" !
    Trotzdem habe ich durchaus das Gefühl, gesund und nicht negativen Einflüssen ausgesetzt zu sein.

    Allein die Fragestellung dieses Forumbeitrags ist schon eine Frechheit, da sie suggeriert, daß Gläubige krank und/oder aufnahmebereit für negative Einflußnahme sind.
    Aber typisch für Absolutheitsanspruch und Intoleranz der sogenannten Realisten.

    Gesegnete und besinnliche Weihnachtsfeiertage !
    Richtig und danke, - der Begriff "anfällig" ist deutlich negativ besetzt, wogegen sich Gläubige aktiv auf den (einen) Weg machen und darüber hinaus bereit sind sich unbequeme Fragen zu stellen, - nach Antworten suchen.
    Nicht-Gläubige dagegen bleiben dem gegenüber eher zurück, stellen weniger Fragen und neigen wahrscheinlich häufiger in Sinnkrisen, als Menschen, die u.a. über ihren Glauben zu einem intakten Sozialverhalten finden.
    Etwa die Hälfte der Menschheit betrachtet sich gegenüber Höherem gläubig und wenn die eine oder andere Religionsgemeinschaft den Anders- und Nichtgläubigen so zu achten lehrte, wie die eigenen Glaubensbrüder- und Schwestern, könnte dies sich zur mächtigsten friedlichen Revolution in der Welt auswachsen.
    ...mit freundlichen Grüßen nach Mekka und Rom, - stellvertretend.
  10. #19

    heilige Einfalt

    Zitat von kopfschuettler Beitrag anzeigen
    Allein die Fragestellung dieses Forumbeitrags ist schon eine Frechheit, da sie suggeriert, daß Gläubige krank und/oder aufnahmebereit für negative Einflußnahme sind.
    Die Fragestellung unterstellt offensichtlich, daß der Mensch emotional ein höchst einfältiges Wesen ist, das zu gern jedem Mummenschanz auf den Leim geht. Götter sind heute zumeist Vaterfiguren, die alles regeln, und das ist beruhigend für das einfache Gemüt. Blöde ist es allerdings immer, wenn weder der Glaube noch die Götter helfen. Dann muß man selber ran: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.“ Wer also mit prophetischen Gaben ausgestattet ist, kann von vornherein auf den Glauben verzichten, er sollte aber trotzdem Kirchensteuer bezahlen, sofern er Amt und Würden anstrebt, und versuchen, sich mit den Hohepriestern gut zu stellen, da diese über eine gewaltige Macht im Diesseits verfügen. Daß die herrschenden Eliten jemals geglaubt haben darf man füglich bezweifeln.

    Die einzige Gottheit, die mir als Kind Respekt und Bewunderung eingeflößt hat, war Athene, die Göttin der Weisheit. Wie sie den schlitzohrigen Odysseus vor allen möglichen Fährnissen des Kampfes, der See und vor allem den Nachstellungen der hinterlistigen und schamlosen Weiber geschützt hat, hat mich tief beeindruckt und war nachgerade lebensbestimmend. Ich muß allerdings zugeben, daß ich nie eine Athene gefunden habe, aber meine Zuversicht hat mir über viele Klippen geholfen und ist auch heute noch ein wesentlicher Bestandteil meines Lebenswillens.

    Wenn es etwas gibt, was göttlich ist, dann sind es die Mädels. Sie sind Trost und Sinn in einem. Erklären kann man sie aber nicht. Wenn sie Einen erhören hat man Schwein gehabt.

    Moral gibt es im Übrigen auch ganz ohne Religion.