Russland-EU-Gipfel: Meckern, mauern, miesmachen

APStreit über Handelsbarrieren, Zank um die Visa, Ärger wegen Gazprom - beim Gipfeltreffen zwischen EU und Russland am Freitag stehen vor allem Differenzen auf dem Programm. Symptomatisch für das schwierige Verhältnis: Kremlherr Putin und EU-Chef Barroso können sich nicht ausstehen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-873666.html
  1. #1

    Mach das beste draus!

    Müssen denn immer besonders gute Beziehungen und "strategische Partnerschaft" herbeigeredet werden, wenn die Situation nicht so ist. Und wenn die Situation eben nicht so ist, muß nicht gleich ein frostiges Verhältnis herbeigeredet werden. Rußland hat seine Interessen und verfolgt diese und wir sollten uns nicht immer gleich danach verbiegen, sondern unsere Interessen im Auge behalten. Wenn das klar ist, verstehen die das auch. Visafreiheit mit Rußland z.B. scheint mir zur Zeit nicht angebracht, aber deswegen muß ja nicht gleich alles schlechtgeredet werden. Man sollte zusammenarbeiten, wo es geht und es einfach lassen, wo es eben nicht geht, und zwar ohne Miesmachen, vielleicht geht es ein andermal. Dann klappt es auch mit Rußland ...
  2. #2

    Echte Partnerschaft

    mit Rußland ist für Westeuropa nicht möglich. Dies ist in unserem System begründet. Wirtschaftblock mit Rußland (wie er eigentlich notwendig wäre) ja - aber: Nur unter westeuropäischer ökonomischer Führung und politisch (mit USA) kontrolliert. Eigentlich sehen wir einen knallharten Machtkampf um die Neuaufteilung von globalen Machtinteressen.
  3. #3

    wirklich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Streit über Handelsbarrieren, Zank um die Visa, Ärger wegen Gazprom - beim Gipfeltreffen zwischen EU und Russland am Freitag stehen vor allem Differenzen auf dem Programm. Symptomatisch für das schwierige Verhältnis: Kremlherr Putin und EU-Chef Barroso können sich nicht ausstehen.

    EU-Gipfel: Schwierige Beziehung zwischen Russland und EU - SPIEGEL ONLINE
    Europa verliert damit die letzte Chance, das ist den Herren in Brüssel noch gar nicht bewusst. Nicht im Westen , sondern im Osten formen sich die neuen Weltmächte. Wer zu blöd ist, ist nicht dabei.
  4. #4

    Klarer Blick von Putin

    Putin schätzt die EU - Politiker genau richtig ein, nämlich als Leichtgewichte ohne Plan und Charakter.
    Eigentlich müßte Barroso als Ex- Kommunist an den Lippen eines Russen hängen, aber Putin scheint ihn wohl abblitzen zu lassen.
    Rußland hat alles, was wir nicht haben. Wir würden uns blendend ergänzen. Ein enger Wirtschaftsverbund mit den Russen würde absolut Sinn machen und hätte für beide Seiten Vorteile. Unsere Mitgliedschaft in der Eu macht kaum noch Sinn und hält unfähige Südstaaten zu unseren Lasten über Wasser.
    Wie mein Vater immer sagte:
    Besser mit einem Schlauen verlieren, als mit einem Dummen gewinnen!
  5. #5

    Wieso sollte eine echte Partnerschaft nicht möglich sein.

    Guck Gasgerd an, der gibt Steuergelder aus und läßt sich zu irgendeinem Direktor mit Millionenvergütung küren. Funktioniert doch. Solange der Europäer zahlt was der Russe fordert funktioniert alles, wenn kein Geld mehr da ist wird der Gashahn zugedreht, war schon immer so.
  6. #6

    Amerikanische Interessen

    Ich vermute hinter diesem zunehmend frostigen Verhältnis zu Russland amerikanische Interessen, die letzendlich auf eine Vernichtung Russlands zielen. Es geht immer noch um die Weltherrschaft. Oder schon wieder... In Syrien ist grade das Vorspiel zu beobachten, das mit dem Kampf gegen den Iran weitergefuehrt wird und dann sind als naechstes die grossen zwei an der Reihe: China und Russland.
  7. #7

    Eu?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Streit über Handelsbarrieren, Zank um die Visa, Ärger wegen Gazprom - beim Gipfeltreffen zwischen EU und Russland am Freitag stehen vor allem Differenzen auf dem Programm. Symptomatisch für das schwierige Verhältnis: Kremlherr Putin und EU-Chef Barroso können sich nicht ausstehen.

    EU-Gipfel: Schwierige Beziehung zwischen Russland und EU - SPIEGEL ONLINE
    Das der Barroso zu den EU-Pfeifen gehört weiß inzwischen jeder und er ist im Europa-Parlament nicht der Einzige!

    Im übrigen wäre ich dafür, dass SPON einen Alternativ-Preis für World-Press-Fotos erhält, denn SPON schafft es immer wieder unvorteilhafte Bilder von Andersdenkenden aufzutreiben.

    Ja, es gibt Menschen bzw. Politiker denen man eben nicht die SPON-Meinung(en) aufdrücken kann - Gott sei Dank!
  8. #8

    Wen wunderts

    Wurde doch auch schon die NATO deshalb gegründet, um die Russen draussen zu halten und die Amerikaner drinnen.
    Allein die US dominierte NATO verhindert schon ein echtes Zusammenwachsen Europas,wozu selbstverständlich auch Russland gehört.
  9. #9

    es gilt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    beim Gipfeltreffen zwischen EU und Russland am Freitag stehen vor allem Differenzen auf dem Programm.
    Es liegt in der Natur der Sache, daß demokratische Rechtsstaaten und autoritäre Unrechtsstaaten keine Wertegemeinschaft und damit keine echte Partnerschaft eingehen können. Es mag gemeinsame ökonomische Interessen geben, aber wie man sieht, sind auch die begrenzt. In Russland gibt es kein Recht und kein Gesetz, demnach wird Russland auch keine internationalen Verträge einhalten. Solange in Russland der Putinismus und nicht das Recht regiert, kommt keine tragfähige Partnerschaft zustande und solange gilt es auch, die Diktatur im Osten auf Abstand zu halten, will man nicht die Demokratie im eigenen Haus gefährden. Russland ist nämlich u.a. der weltweit größte Exporteur von Korruption und Organisierter Kriminalität.