Buchtipp: Der Zauber der Wirklichkeit

UllsteinFundiertes Wissen ist höchst ungleich verteilt - was auch daran liegt, dass Wissenschaft zu oft schwer verdaulich daherkommt. Gute, verständliche und unterhaltsame Einführungen gibt es selten. Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat sich daran versucht - mit einem Buch nicht nur für Jugendliche.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-873426.html
  1. #1

    optional

    Dawkins ist wohl einer der schärfsten Denker unserer Zeit. Das Buch ist auch für Erwachsene sehr empfehlenswert da es neue Denkansätze fördert und altes Wissen auffrischt.
  2. #2

    Bischof sagte: „Es gibt keine Hölle“

    Zitat von denkpanzer Beitrag anzeigen
    Dawkins ist wohl einer der schärfsten Denker unserer Zeit. Das Buch ist auch für Erwachsene sehr empfehlenswert da es neue Denkansätze fördert und altes Wissen auffrischt.
    Die Religiösen verteufeln Richard Dawkins, z.B. Manfred Lütz in seinem Bestseller „Bluff!“ Die Fälschung der Welt.

    Jeder sollte die Bücher Dawkins lesen, z.B. Gotteswahn oder The Greatest Show on Earth.

    Bei einer TV-Talgrunde mit Richard Dawkins outete sich Heiner Geißler als Agnostiker und der evangelische Bischof Huber räumte ein, dass es eine Hölle nicht gibt. Nur der anwesende katholische Bischoff bestand auf der Erfindung seiner Kirche, die Hölle.

    In England ist der Oxforder Professor sehr angesehen, er hat eigene TV-Sendungen bei BBC. Die Engländer sind eben nicht so bigottisch, wie die Deutschen.
    Wenigstens befindet man sich als Agnostiker oder Atheist in guter Gesellschaft (Einstein, Goethe, Kant, Darwin, usw.)
    Hitler war ein Katholik bis zu seinem Lebensende!
  3. #3

    Richard Dawkins Buch mag 'gut verdaulich' sein, aber genau da liegt auch das Problem.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fundiertes Wissen ist höchst ungleich verteilt - was auch daran liegt, dass Wissenschaft zu oft schwer verdaulich daherkommt. Gute, verständliche und unterhaltsame Einführungen gibt es selten. Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat sich daran versucht - mit einem Buch nicht nur für Jugendliche.

    Richard Dawkins Zauber der Wirklichkeit - SPIEGEL ONLINE
    Die Evolutionsbiologie wird von seriöseren Wissenschaftlern mittlerweile sogar als "Wissenschafts-Terrorismus" bezeichnet. Und das aus gutem Grund. Siehe: Deepak Chopra - Science Set Free - A Lecture By Rupert Sheldrake
    Ich selbst gehöre übrigens keiner Religion an. Auch nicht der der Evolutionsbiologie.
  4. #4

    Kennen Sie den?

    Zitat von wahlberechtigter Beitrag anzeigen
    Nur der anwesende katholische Bischoff bestand auf der Erfindung seiner Kirche, die Hölle.
    Ein Frischgestorbener findet sich in der Hölle wieder. Zu seiner Überraschung sieht er dort überall gutgelaunte Menschen in schöner Landschaft friedlich leben.
    Nur aus einem tiefen Loch hört er qualvolles Stöhnen und Jammern; dort werden offensichtlich Menschen gefoltert. Entsetzt bittet er den Teufel um Aufklärung.
    "Ach so, dieses Loch da," meint der Teufel, "das ist nur für die Katholiken. Die wollen das so."
  5. #5

    Kein Titel

    Was ich nicht verstehe, ist, weshalb Menschen sich im Jahr 2012 noch mit Glauben begnügen, wenn sie doch schon so viel wissen könnten.

    Das Steinzeit Menschen vielleicht dachten, Sonne und Mond seien Götter, kann ich verstehen. Aber das noch heute behauptet wird, es gäbe diesen oder jenen Gott, er will halt nicht gesehen werden, man muss aber trotzdem an ihn glauben, beleidigt doch eigentlich jeden Verstand.
  6. #6

    Zitat von IsaDellaBaviera Beitrag anzeigen
    Die Evolutionsbiologie wird von seriöseren Wissenschaftlern mittlerweile sogar als "Wissenschafts-Terrorismus" bezeichnet. Und das aus gutem Grund. Siehe: Deepak Chopra - Science Set Free - A Lecture By Rupert Sheldrake
    Ich selbst gehöre übrigens keiner Religion an. Auch nicht der der Evolutionsbiologie.
    Sheldrakes Problem ist, dass er für seine Hypothesen nicht einmal einen Ansatz hat, wie man die belegen könnte. Einstein konnte wenigstens erklären, was man beobachten können muss, sollten seine Theorien stimmen.
    Und diese Sachen können wir mittlerweile beobachten.
    Solange Sheldrake das nicht nachholt, wird er neben Homöopathie und Horoskopen im Bereich "Spökenkiekerei" liegen.
  7. #7

    Es gibt auch Evolutionsbiologen, die an Gott glauben!

    ... und die mögen Richard Dawkins nicht besonders. Die Theologie sollte sich, finde ich, nicht in die empirischen Wissenschaften einmischen, dieselbigen aber auch akzeptieren, dass sie zu metaphysischen Fragen wie der nach einem Gott einfach keine Aussage machen können. Gott ist ein philosophisches Prinzip, das nicht falsifizierbar ist. Keine Wissenschaft der Welt kann Menschen verbieten, Gefühle und Phantasie zu besitzen. Es ist notwendig, eine Grenze zwischen Glauben und Empirie zu ziehen, aber das heißt eben nicht, dass es sinnvoll ist, den Glauben zu verdrängen. Vielen Menschen hilft er. ich bin für Religionsfreiheit, für einen respektvollen Umgang mit dem Glauben oder Nicht-Glauben des anderen. Dazu gehört für mich auch, die Vorstellungen des anderen nicht ins Lächerliche oder Kindische zu ziehen, wie Herr Dawkins das macht. - Eigentlich könnte man sich ganz gut an einem Punkt treffen: Ich werde nie die ganze Wahrheit kennen, weil ein Mensch die Welt nie als Ganzes sehen kann - oder andersherum: Für mich ist Gott die einzige Instanz der Wahrheit, also kenne ich diese nicht. Damit ließe man dem anderen ein Recht auf seine Perspektive. - Glaubensverbot ist für mich genauso Unfreiheit wie der Zwang zu glauben. Wenn gläubige Chinesen, zum Beispiel, sich trauen könnten, das zu sagen, dann würden sie das wohl tun...
  8. #8

    Kooperation statt Konkurenz

    Dawkins gehört für mich zu den erschreckendsten Vertretern einer Lehre die man wohl am ehesten als Neodarwinismus umschreiben kann.Seine Theorien um das egoistische Gen verstehe ich so,das dies dazu tendiert sich selbst möglichst oft zu reproduzieren,und dabei auf Konkurenz angelegt ist.Diese Annahmen werden dabei offenbar als Grundlage wissenschaftlicher Arbeit angenommen und daraus entsprechende Schlüsse gezogen,sodas ein theoretisches Gebäude entsteht das den Menschen als Träger einer genetischen Funktion darstellt, der dieser Tendenz zur Konkurenz entspricht.
    Ganz anders die Erkennntnise des Neurobiologen Joachim Bauer:
    “Selbst Gene sind nicht egoistisch”
    Hier nachzulesen:
    http://www.wissen57.de/joachim-bauer-untersucht-das-prinzip-der-menschlichkeit.html
    Im Gegensatz zu Dawkins kommt Bauer zu ganz anderen Ergebnissen.
    Aus dem oben genanten Link:
    "Die neuesten neurobiologischen Erkenntnisse zeigen, dass die zentrale Motivation des Menschen auf Zuwendung und gelingende mitmenschliche Beziehungen gerichtet ist."
    Das Problemaus meiner Sicht ist,das die Haltung die Dawkins vertritt, leicht zu einer selbsterfüllenden Prophezeihung werden kann.Wenn Menschen voneinander annehmen das der jeweils andere sein Konkurentz ist,daann tendieren sie auch dazu sich entsprechend zu verhalten.Dabei bleibt meist völlig unbeachtet das Angst und Misstrauen Ursprung eines solchen Verhaltens sind.Dies dürfte Ursache vieler heute bestehender Konflikte sein.
  9. #9

    Dawkins ist dumm.
    Dawkins hat eine ganze Bewegung angestoßen, einen atheistischen Kreuzzug, oder besser gesagt, Antikreuzzug, und aus den Atheismus, auch eine Religion geschaffen und damit stärkt er nur die Gläubigen noch mehr, und schwächt auf der anderen Seite, die Atheisten, bzw. die vernünftigen Atheisten.

    Mit seiner aggressiven und ultimativen Ablehung des jeden Hauchs vom Spirituellen in dem Menschen, bei dem Menschen, und der absoluten Fixierung nur auf das Materielle (gemeint ist das was eine Materie beinhaltet), kehrt Dawkins zu dem längst überwundenen und gescheiterten, kruden, marxsistisch-kommunistischen Atheismus, bzw. Antitheismus zurück.

    Die Kommunisten haben, mit der gleichen Methode, in all den kommunistischen Ländern, jahrzehntelang es versucht, die Menschen umerziehen, aus ihnen den Gott und alles Spirituelle auszutreiben ( öfter auch mit Gewalt) und sind daran grandiös gescheitert.