Schuldendilemma in Zypern: ESM könnte zum Russen-Rettungsschirm werden

APDer Fall Zypern zeigt das ganze Dilemma der Euro-Retter: Hauptprofiteure eines Hilfspakets wären mutmaßlich russische Steuerflüchtlinge. Der IWF fordert nun einen Schuldenschnitt für Zypern - doch der allein wäre auch noch kein Ausweg aus der Ungerechtigkeit.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-874023.html
  1. #1

    Damit schließt sich der Kreis...

    Die phantastischen Schuldenschnitte für Griechenland - betraf nur private Gläubiger - landen wahrscheinlich wohl wieder beim Steuerzahler. Die zyprischen Banken sind durch deren Aktivitäten in Griechenanleihen mit den FREIWILLIGEN Schuldenschnitten jetzt soo pleite, dass die Wirtschaftsgrundlage von Zypern (Geldwäsche) ohne Hilfen futsch ist. Ohne diese tragene Säule hat Zypern NICHTS. Es kann nur durch ewige Allimentation im Euro gehalten werden.
    Um was alles in der Welt wurde Zypern in den Euro aufgenommen ?
    Was waren das für größenwahnsinnige Politiker ?
    Aber die Krise ist ja überwunden, alle sind auf dem BESTEN WEGE !
    Wieviele Staatsanleihen der zyprischen Banken (zyprische, griechische und andere Südländer) liegen denn bei der EZB als Sicherheiten für Geldausleihungen ? Die darf die EZB dann alle behalten ?
    Keine Sorge, Zypern wird gerettet.....
  2. #2

    Rettet die Steueroasen!

    Wenn Zypern pleite geht, dann haben Steuerhinterzieher auf einmal eine Fluchtmöglichkeit weniger. Das geht nicht. Ausserdem: Wohin sollen Unternehmen ihren Hauptsitz zukünftig in der EU hinlegen wenn sie Arbeitnehmer-Rechte wie das Mitbestimmungsrecht beschneiden möchten?
    Sollen doch die Deutschen die Steuern für ihre Bürger erhöhen um Zypern zu retten - sonst müsste am Ende Zypern seine Steuern erhöhen. So nicht!

    Europa muss sich zu seinen Werten bekennen:
    Rettet die Reichen mit dem Geld der Armen!
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schneider hält es für "inakzeptabel, dass ein kleines Land, das mit seinen Steuersätzen einen Dumpingwettbewerb gegen die großen EU-Ländern führt
    Dagegen ist nichts zu sagen, diese Art des Standortvorteils bewirkte zB das Irischen Wirtschaftswachstum.

    Der Fall Zypern zeigt das ganze Dilemma der Euro-Retter: Hauptprofiteure eines Hilfspakets wären mutmaßlich russische Steuerflüchtlinge.
    Das hingegen wäre ungeheuerlich absurd und eine zielgerichtete Direkthilfe (so denn überhaupt notwendig) die bessere Wahl.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Fall Zypern zeigt das ganze Dilemma der Euro-Retter: Hauptprofiteure eines Hilfspakets wären mutmaßlich russische Steuerflüchtlinge. Der IWF fordert nun einen Schuldenschnitt für Zypern - doch der allein wäre auch noch kein Ausweg aus der Ungerechtigkeit.

    Die ungerechte Krisenstrategie der Euro-Retter - SPIEGEL ONLINE
    Es spricht nichts dagegen, Steuerparadiese pleite gehen zu lassen. Wir können mit unseren Steuergeldern nun mal keine Staaten finanzieren, die von ihrer Klientel selbst keine Steuern erheben.
  5. #5

    Die moderne Ausbeutung der Arbeiterklasse im Europäischen Wirtschaftssystem

    Der Staatsmonopolkapitalismus schreibt die Gesetze in Europa. Die Struktur in Brüssel ist örtlich und politisch weit von den Bürgern entfernt.
    Nur so ist zu Erklären warum Risiken und Schulden stets Vergemeinschaftet werden - Gewinne aber privatisiert.
    Nur so ist zu erklären warum Steueroasen in Europa existieren dürfen - und nicht etwa steuerliche Mindeststandard für die Aufnahme in die EU/Euro definiert worden sind. Die Politiker die so etwas tun - sie sind doch gekauft! Wenn es um Billionen geht - dann dürften doch ein paar Milliarden übrig sein um ein paar Gesetze durchzudrücken.
    Was bei der Hotelgesetzgebung in Deutschland möglich war - wird erst recht bei der Euro-Rettung möglich sein!
  6. #6

    Mit der vertragswidrigen Griechenlandrettung

    von der die griechische Bevölkerung rein gar nichts hat,weil es ja nur Banken sind die sich verzockt haben denen geholfen wird hat die überaus beliebte und von den Deutschen hochgelobte Bundeskanzlerin die Büchse der Pandora geöffnet und da kriegt sie den Deckel nicht mehr drauf .Nun muss sie halt alternativlos weitere Steuermilliarden rausrücken um bald alle Banken in Europa zu retten.
    Diese Frau fährt Deutschland an die Wand bis es sowas von pleite ist. Wie gut hatten wir es in Europa als der eiserne Vorhang noch intakt war. Es ist mir einfach unverständlich warum die Deutschen diese Frau so hochjubeln. Die verschleudert das ganze Volksvermögen an eine kriminelle Bande die sich Banken nennen und die lügen und betrügen .Früher waren die Bankiers ehrenhafte Leute und heute sind sie eine mafiöse Verbrecherclique. Okay, nicht alle aber der überwiegende Teil dieser sogenannten Manager.Diesen Leuten schiebt die "Kandesbunzlerin" die Milliarden rüber die dem Volk gehören. Abwählen kann man sie aber nicht ,denn die Sozen und die Grünen würden die Kohle ja noch viel schneller raushauen. Armes Deutschland.
  7. #7

    Schuldenschnitt ist kein Mittel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Fall Zypern zeigt das ganze Dilemma der Euro-Retter: Hauptprofiteure eines Hilfspakets wären mutmaßlich russische Steuerflüchtlinge. Der IWF fordert nun einen Schuldenschnitt für Zypern - doch der allein wäre auch noch kein Ausweg aus der Ungerechtigkeit.

    Die ungerechte Krisenstrategie der Euro-Retter - SPIEGEL ONLINE
    Wie jemand anders schon schrieb, der Schuldenschnitt ist kein Mittel, weil er ein reines Dominosystem ist. Zypriotische Banken sind am Schuldenschnitt in Griechenland beteiligt, geraten durch diesen in eine Schieflage und müssen ihrerseits gerettet werden. Wer auch immer zypriotische Schuldtitel hält, wird bei einem Schuldenschnitt in Schieflage geraten und -soweit es sich um Banken handelt- wieder von Steuergeldern gerettet werden müssen, etc...

    Erst werden Steuerparadiese geschaffen, damit die großen Staaten weniger einnehmen und dann, weil Zypern zuwenig einnimmt, müssen diesselben Staaten retten, was auf ihre Kosten geschaffen wurde. Es ist an Absurdität kaum noch vorstellbar, was da gemacht wird...

    Prognose: Es wird niemand pleite gehen, es wird gezahlt, es wird gerettet was das Zeug hält.

    P.S.: Frage an Herrn Schneider, was ist eigentlich aus den Strukturmitteln geworden, für die sich die SPD die Zustimmung zum ESM abkaufen ließ und die eine echte Möglichkeit wären, den Ländern zu helfen?
  8. #8

    Egal,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Fall Zypern zeigt das ganze Dilemma der Euro-Retter: Hauptprofiteure eines Hilfspakets wären mutmaßlich russische Steuerflüchtlinge. Der IWF fordert nun einen Schuldenschnitt für Zypern - doch der allein wäre auch noch kein Ausweg aus der Ungerechtigkeit.

    Die ungerechte Krisenstrategie der Euro-Retter - SPIEGEL ONLINE
    wie die Oppositionspolitiker sich jetzt äußern, am Ende stimmen sie den alternativlosen Vorschlägen der Regierung zu.
    Kennt man alles schon.
    Zypern und seine Banken sind keineswegs systemrelevant, aber eine Notwendigkeit zur Rettung lässt sich immer konstruieren.
    Stichworte: Ansteckungsgefahr. Dominoeffekt.

    Es gibt keinen vernünftigen Grund, das Land oder seine Banken mit EU-Steuergeldern zu "retten".
    Das richtet sich nicht gegen die Bürger Zyperns, aber die würden von Rettungsmilliarden ebensowenig sehen wie die griechischen Bürger.
  9. #9

    Russen-Rettung???

    Typisch SPON. Der Artikel hat einen guten Ansatz, er will die ungerechte Krisenstrategie der Euro"retter" herausarbeiten. Gerettet werden nämlich nicht die Staaten, sondern die Gläubiger, und die Spekulanten, die rechtzeitig Wind von der Sache bekommen. Doch was schreibt SPON drüber? "Russen-Rettung". Russland wird bestimmt nicht gerettet auf Zypern, das hat schon reichlich zugeschossen. Und das reiche Russen profitieren, ist genauso ungerecht, wie dass reiche Amis aus gemeinen Hedgefonds absahnen. Vielleicht sollte man sich mal bei Schäuble beschweren, denn dem haben wir diese idiotische "Strategie" zu verdanken!