S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Deutsche Apokalyptiker Partei

Es ist leicht, sich über die Maya-Anhänger lustig zu machen, aber uns trennt von ihnen weniger, als man meinen sollte. In Deutschland haben die Apokalyptiker sogar eine eigene Partei. Ihr Kultort heißt Grafenrheinfeld statt Chichén Itzá.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-874084.html
  1. #1

    Fleischhauer hat recht. Die merkwürdige Ähnlichkeit zwischen Ökobewegung und Religion wurde schon 2010 in der "Psychologie heute" behandelt:

    Natur die neue Religion?. www.psychologie-heute.de
  2. #2

    optional

    Ja, es ist leicht und für Herrn Fleischhauer bestimmt auch befreiend, sich über "den" grünen Öko lustig zu machen.

    Netterweise liefert er das Zerrbild eines Konservativen, der es bis heute nicht verarbeitet hat, nicht in der Jungen Union sein zu dürfen, gleich mit. Danke dafür.
  3. #3

    Nicht ganz falsch, aber...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist leicht, sich über die Maya-Anhänger lustig zu machen, aber uns trennt von ihnen weniger, als man meinen sollte. In Deutschland haben die Apokalyptiker sogar eine eigene Partei. Ihr Kultort heißt Grafenrheinfeld statt Chichén Itzá.

    Jan Fleischhauer über die Untergangslust der Deutschen - SPIEGEL ONLINE
    Sicher nicht ganz falsch, muss ich als langjähriger Grünwähler zugeben. Allerdings ist das Detail, dass 1970 der ökologische Weltuntergang auf 2000 gelegt wurde, falsch, sofern sich das auf den Club of Rome bezieht. So wie ich die Modelle verstehe, kommt der Peak in den meisten Modellrechnungen später, ca. 2030, und bisher folgt die Realität gut den Modellen. Auf 2060 würde ich auch nichts terminieren.

    Das Problem ist die Gewöhnung an den Ist-Zustand. Wenn man um 1912 die heutige Zeit so beschrieben hätte, wie sie ist, mit 7 Milliarden Menschen, Zersiedelung, Naturzerstörung, CO2-Zunahme, Atomwaffen, aber auch mit den positiven Aspekten, hätte man trotzdem als Apokalyptiker gegolten. Ein apokalyptisches Szenario für 2060 würde 2055 wahrscheinlich nicht mehr als Apokalypse gelten, sondern nur als pessimistisch-realistische Beschreibung der Realität. Für die Generation nach der Pest war die Pest vielleicht auch nicht die Apokalypse, sondern schlechte Erinnerung, und die Apokalypse war immer noch in der Zukunft.

    Und was Religion angeht - hat der Glaube an den Markt, der alles richten wird, nicht auch etwas religiöses? Und der Glaube an die Unbeschränktheit der Ressourcen ist genauso irrational wie der Glaube an die Unbefleckte Empfängnis.
  4. #4

    Tja Herr Fleischhauer

    ich bin zwar gegen KKW,aber auch gegen Dogmatismus.Somit kann ich Ihrem Artikel zustimmen.In diesem Sinne wuensche ich ein frohes Weihnachtsfest(in Ihrem Sinne).
  5. #5

    Es lohnt sich auch, die Grundsatzerklärung des WBGU ("Wissenschaftlicher Beirat globale Umweltveränderungen", Schellnhuber/Rahmstorf et al.) aufmerksam zu lesen - besonders das, was nicht darin steht. Es wird so etwas wie ein "Ermächtigungsgesetz" angeregt, das die Vorgehensweise gegen (sicher vorhandene) Gegner der angestrebten "großen Transformation" offen läßt. Man kann sich ohne allzuviel Phantasie allerdings denken, wie das laufen könnte. :-(
    http://www.wbgu.de/fileadmin/templat...jg2011_ZfE.pdf
  6. #6

    die permanent Erregten

    Zitat von Mehrleser Beitrag anzeigen
    Ja, es ist leicht und für Herrn Fleischhauer bestimmt auch befreiend, sich über "den" grünen Öko lustig zu machen.
    Sich lustig über die grünen Ökos zu machen, ist keineswegs ein Privileg von Herrn Fleischhauer. Ich kenne Hunderte, "Konvertiten" vor allem, die früher begeisterte Umweltaffine waren (mich inkl.), die aber von der zunehmenden Kaperung aller möglichen Themen für die "ökologische Sache" nur noch angewidert sind. Das Dauerfeuer dieser penetranten Moralisten, die in Permanent-Erregung meinen, sich um die privatesten Angelegenheiten kümmern zu müssen, fällt hoffentlich bald massiv auf sie zurück. Erste Widerstände machen hoffnungsfroh (BW).
  7. #7

    Linken und Ökohasser Fleischhauer

    Mal wieder ein abenteuerliches und wahnwitziges Gedankenkonstrukt des schwarzen Herrn Fleischhauer.
    Wer die dringend nötigen Bemühungen von vielen Menschen um eine ökologisch und damit insgesamt bessere Welt mit den Predigern des Weltuntergangs gleichsetzt, ist nicht schwarz sondern vor allem dumm!
    Es gibt glücklicherweise Konservative in großer Anzahl, die sich ebenfalls mit großem Engagement für "grüne" Veränderungen einsetzen und nicht so ein borniertes und vernageltes Weltbild haben wie Fleischhauer.
    Für ihn ist das Thema Mayas und Weltuntergang doch nur ein weiteres Mittel um seinen abgrundtiefen Hass auf Linke und/oder ökologisch bemühte Bürger auszuleben.
    Nachdenken und nicht verbal blindwütig um sich schlagen, Herr Fleischhauer!
  8. #8

    Zitat von dingodog Beitrag anzeigen
    ...Das Problem ist die Gewöhnung an den Ist-Zustand. Wenn man um 1912 die heutige Zeit so beschrieben hätte, wie sie ist, mit 7 Milliarden Menschen, Zersiedelung, Naturzerstörung, CO2-Zunahme, Atomwaffen, aber auch mit den positiven Aspekten, hätte man trotzdem als Apokalyptiker gegolten...
    Das ist nicht korrekt. Es gibt durchaus objektive Kriterien, dass es uns heute wesentlich besser geht als 1912 - einschließlich Umwelt (damals wurde durchgehend mit Holz und Kohle geheizt. Der Smog war fürchterlich).
    Auf dieser Website können Sie sich die Entwicklung der letzten 150 Jahre anschauen (einfach den Schieberegler unten bewegen)
    Gapminder World
  9. #9

    Gotteslästerung

    Der Glaube an die Klimaerwärmung trägt alle Merkmale einer Religion vor dem Zeitalter der Aufklärung.

    Eine australische Grünen-Politikerin forderte schon vor Jahren, die Leugnung der Klimaerwärmung unter Strafe zu stellen.

    Ich hatte eine Kollegin, bei der konnte man es sich noch nicht einmal erlauben, einen harmlosen Witz an einem kalten Sommertag zu reißen ("heute fällt die Klimaerwärmung aber aus?..."). Da bekam man direkt einen Vortrag zu hören, dass man über so etwas keine Scherze macht.