Karriere und Konkurrenz: "Ostdeutsche Untertanen, westdeutsche Dominanz"

DPAOssis spielen die zweite Geige in der Berufswelt der vereinten Bundesrepublik - dafür finden sie die Wessis arrogant. Im Interview erklärt Psychologe Hans-Joachim Maaz, weshalb sich die Vorurteile aus dem Kalten Krieg halten und warum das Duo Gauck/Merkel dennoch erfolgreich ist.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-873414.html
  1. #1

    Maaz hat ein sehr schlichtes Bild seiner

    ...
    Jedenfalls ist seine Darstellung nicht differenziert genug, um den - oh Wunder - auch "im Westen" sehr unterschiedlichen Menschen gerecht zu werden. Er verbreitet Klischees und Plattitüden.
  2. #2

    Die beste Bundesregierung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ossis spielen die zweite Geige in der Berufswelt der vereinten Bundesrepublik - dafür finden sie die Wessis arrogant. Im Interview erklärt Psychologe Hans-Joachim Maaz, weshalb sich die Vorurteile aus dem Kalten Krieg halten und warum das Duo Gauck/Merkel dennoch erfolgreich ist.

    Interview mit Hans-Joachim Maaz: Ossis und Wessis im Beruf - SPIEGEL ONLINE

    Das liegt daran, dass gleichgültig, wen Mutti IMErika wo, wie und warum exekutiv terrorisiert, sie als Frau in Deutschland, noch dazu aus Ostdeutschland, immer Opferstatus beanspruchen und genießen kann. IM Larve ist da nur ein mehr oder weniger entbehrliches Anhängsel, mehr oder weniger lästige Formalie, der "Grüßaugust", als den man den Bundespräsidenten vor allem in Ostdeutschland schon lange gesehen und herbeigeschrieben hat.

    Psychologe Maaz würde also besser nicht erklären, warum das "Duo Gauck/Merkel dennoch erfolgreich ist", sondern dass das "Duo Gauck/Merkel", wenn überhaupt, nur aus diesen Gründen "erfolgreich" ist ("die beste Bundesregierung seit der "Wiedervereinigung"").
  3. #3

    Immer neue Klischees

    Wo ordnet Herr Maaz dann die Bürger mit Migrationshintergrund ein, die in Somalia oder Kasachstan sozialisiert wurden? Und wie kann es sein, dass es auch in Westdeutschland große Regionen gibt, die wirtschaftlich ebenso abgehängt sind wie die Oberlausitz oder die Uckermark? Herr Maaz kann seine Pauschalurteile vielleicht in einer Talkshow zum Besten geben, aber einer näheren Analyse halten sie nicht Stand.
  4. #4

    Ist es nicht schön ...

    ... dass man im Nachhinein alles, aber auch wirklich ALLES, erklären und analysieren und interpretieren kann?
    Muss sich halt nur seriös und wissenschaftlich korrekt anhören ...
  5. #5

    als gebürtiger und jetzt wieder ossi, mit jahrelanger wessi und auslandserfahrung ist mir ist ein bisschen schlecht geworden beim lesen -_-
  6. #6

    Habe schon gedacht es gibt was neues...

    auf dem Gebiet der innerdeutschen Wahrnehmung. Stattdessen werden alte Erkenntnisse gepaart mit klischeebehafteten Fragen zum vermeintlichen Wissenstransfer erhoben. Aus meiner Sicht ist die Frage der Himmelsrichtung durch die allgemeine mediale Belanglosigkeit hervorgerufen und vom Leser, so auch mir, gern zur Kenntniss genommen. Der "Besserossi" und "Jammerwessi":) kann doch nur entstehen, wenn er beschrieben und immer wieder aktualisiert wird (verhaltenstherapeutischer Ansatz). Mir würde es besser gefallen, wenn man den Ansatz Ost/ West weglässt und stattdessen die Energie auf die wirklichen Probleme lenkt. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich als Person Deutschlands in jedem Teil dieses Landes Menschen erlebe, die entweder Hilfe brauchen oder schlicht und ergreifend die letzten Vollpfosten sind. Und auf die sollte man die psychologische Unterstützung konzentrieren, anstatt Ost/ West Ressourcen zu verschwenden (wie ich jetzt auch gerade).
  7. #7

    Erfolgsrezept...

    Labern und erst einmal nichts tun, dass kommt anscheinend bei einer Vielzahl der Wähler an. Dabei spielt keine Rolle, was man redet und ob man heute anderes vertritt als gestern, denn diese Art der "Flexibilität" gefällt anscheinend. Und da kaum einer Verantwortungn tragen will, ist man auch von der Regierungschefin begeistert, die anscheinend ebenfalls keine trägt. Klappt. Auch wenn es seltsam anmutet...
  8. #8

    Kasachstan passt auf mich

    Zitat von ex rostocker Beitrag anzeigen
    Wo ordnet Herr Maaz dann die Bürger mit Migrationshintergrund ein, die in Somalia oder Kasachstan sozialisiert wurden? Und wie kann es sein, dass es auch in Westdeutschland große Regionen gibt, die wirtschaftlich ebenso abgehängt sind wie die Oberlausitz oder die Uckermark? Herr Maaz kann seine Pauschalurteile vielleicht in einer Talkshow zum Besten geben, aber einer näheren Analyse halten sie nicht Stand.
    (erste 12 Lebensjahre, damal aber noch SU).
    Und jetzt wäre ich für eine Anal-Yse dankbar.
  9. #9

    Es wäre interessant

    ob Ostdeutsche entsprechend weniger unter "burn-out" Symptomen, stattdessen vielleicht mehr unter etwas andedrem leiden, und ob in Ostdeutschland tatsächlich statt Konkurrenz das Miteinander und Füreinander den Alltag prägt. Dann wäre das doch ein Vorbild für das Zusammenleben im Land. - So einseitig ist das aber sicher nicht zu sehen.