Umstrittene Freiwilligen-Seminare: Der Knackpunkt bei Ramsauers Reform

dapdDie Punktereform kennt kein Mitleid mit Sündern: Der Abbau von Punkten durch die freiwillige Teilnahme an Seminaren soll künftig nicht mehr möglich sein. Die Neuregelung birgt Zündstoff - obwohl vieles dafür spricht, die Möglichkeit zum Freikaufen endlich zu streichen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/p...-a-873442.html
  1. #1

    Ich meine es gut

    mit Herrn Ramsauer und denke, er sollte sich eher mit solchen Randthemen wie Styroporklötzen mit Plastikdeckel - pardon, ich meine natürlich Fahrradhelme - befassen.
  2. #2

    Kanonen? Spatzen?

    Herr Ramsauer baut also jedesmal sein Haus um, wenn seine Frau eine neue Küche möchte?
    Wenn die Aufbauseminare abgeschafft werden sollen, soll man sie abschaffen und keine neues Punktesystem erfinden, was nicht besser ist als das Alte.
  3. #3

    Reform

    Ich denke nicht, dass die zahl der Verkehrstoten dramatisch fallen wird. Je weniger Raser wir haben, desto mehr Geisterfahrer bekommen wir um dies auszugleichen.
  4. #4

    Was soll der Unsinn?

    Ich fahre seit 30 Jahren Auto und habe in der gesamten Zeit nicht einen Punkt kassiert. Wer mir erzählen möchte, dass der Punkteabbau für solche "Personen", welche bis zu 13 (!) Punkte gesammelt haben, weiterhin möglich sein müsse, hat sich meines Erachtens als Rowdy entlarvt. Diese Leute gehören von der Straße.
  5. #5

    Da spielen ganz andere Gründe mit:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Punktereform kennt kein Mitleid mit Sündern: Der Abbau von Punkten durch die freiwillige Teilnahme an Seminaren soll künftig nicht mehr möglich sein. Die Neuregelung birgt Zündstoff - obwohl vieles dafür spricht, die Möglichkeit zum Freikaufen endlich zu streichen.

    Punkteabbau durch freiwillige Seminare soll nach Reform beendet werden - SPIEGEL ONLINE
    wer keine Punkte mehr abbauen kann, landet schneller in der MPU.
    Die aber ist eine Lizenz zum Gelddrucken:

    Die meist als freelancer arbeitenden Psychologen bekommen vom TÜV für jedes Gutachten ca. 70 - 100 Euro. Der TÜV stellt aber zwischen 500 - 1500 Euro in Rechnung.
    So macht man das und Ramsauer ist der beste Lobbyist des TÜV.
    Dampfkesselprüfgesellschaft, viel Wind um nichts.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Punktereform kennt kein Mitleid mit Sündern: Der Abbau von Punkten durch die freiwillige Teilnahme an Seminaren soll künftig nicht mehr möglich sein. Die Neuregelung birgt Zündstoff - obwohl vieles dafür spricht, die Möglichkeit zum Freikaufen endlich zu streichen.

    Punkteabbau durch freiwillige Seminare soll nach Reform beendet werden - SPIEGEL ONLINE
    Es ist irgendwie schon paradox, wenn Ramsauer ausgerechnet den Anreiz für Nachschulungen abschaffen will, also das einzige, was bei Verkehrssündern nachgewiesenermaßen wirklich hilft. Realitätsnähe war ja bekanntlich noch nie eine Fähigkeit des gemeinen Berufspolitikers, der zu jedem noch so privaten Termin von der Fahrbereitschaft auf Staatskosten chauffiert wird.
  7. #7

    Zitat von caligus Beitrag anzeigen
    (...)welche bis zu 13 (!) Punkte gesammelt haben, weiterhin möglich sein müsse, hat sich meines Erachtens als Rowdy entlarvt. Diese Leute gehören von der Straße.

    Einmal mit falschen Reifen auf dem Auto "erwischt", dann noch mal "Abstand" weil vor Ihnen auf der Autobahn einer 'reingezogen ist und dann den Fehler gemacht einer bayerischen Zivilstreife zu begegnen "Vorfahrt missachtet".

    Schon haben Sie Ihre 12.
    Geht schneller als man denkt.
    Ganz ohne "rasen", "draengeln" und "Rowdytum".

    Wenn Sie mit dem LKW einen Begrenzungspfosten touchieren und das nicht merken und von einem "rüstigen Rentner" angezeigt werden sind auch gleich 7 Punkte faellig (unerlaubtes Entfernen vom Unfallort).

    Ich habe uebrigens auch "null". Wuerde mich aber nicht aus dem Fenster lehnen und sagen dass es so schwierig waere welche zu kriegen.
  8. #8

    Zitat von gog-magog Beitrag anzeigen
    Es ist irgendwie schon paradox, wenn Ramsauer ausgerechnet den Anreiz für Nachschulungen abschaffen will, also das einzige, was bei Verkehrssündern nachgewiesenermaßen wirklich hilft. Realitätsnähe war ja bekanntlich noch nie eine Fähigkeit des gemeinen Berufspolitikers, der zu jedem noch so privaten Termin von der Fahrbereitschaft auf Staatskosten chauffiert wird.
    Was hat die Fahrbereitschaft damit zu tun? "Nachgewiesenerweise" wirkt ein Fahrverbot, weil die Punktesammler damit nicht mehr auf die Strasse dürfen.
    Ob eine Nachschulung so "nachgewiesen" wirksam ist wird ja im Artikel und auch im Verkehrsministerium bezweifelt - wenn nach der Nachschulung das Geschulte tatsächlich wiederum missachtet wird und zu Punkten bei gleichem Tatbestand wie vorher führt, ist ihr "nachgewiesen" ganz schnell als Mumpitz entlarvt.
  9. #9

    Der Verkehrsintensivtäter

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Denn die Freiwilligen-Seminare sind beliebt, wie die Zahlen des Kraftfahr-Bundesamts (KBA) aus dem vergangenen Jahr zeigen: 7300 Autofahrer haben die Chance genutzt, vier Punkte zu tilgen, 6800 ließen sich zwei Punkte streichen. 3200 Sünder legten sich bei Verkehrspsychologen auf die Couch und waren danach ebenfalls um zwei Punkt erleichtert. [/url]
    Ich hoffe, dass die NRA äääää, der ADAC, sich hier nicht durchsetzt. Diejenigen, die solche Aufschübe fordern, sind doch zumeist genau die gleichen Personen, die bei einem jugendlichen Intensivtäter die Einkerkerung nach 3 Vergehen (meist kleine Sachen wie Diebstahl!) vehement einfordern.
    Also: Verkehrsintensivtäter sind, und hier ist die Parallele zu den Jugendlichen Intensivtätern, sicher eine kleine Minderheit, die aber für einen Großteil der Vergehen aufkommen. Es gilt bei diesen, dass schnell und konsequent gehandelt werden muss. Aufschübe und Kuschelpädagogik aka Punkteabbau bringen da nichts. Klare Kante Herr Ramsauer! Grüße von einem Vielfahrer ohne Punkte.