Umstrittene Substanz für Klimaanlagen: Daimler riskiert Strafe im Kältemittel-Streit

DaimlerDer Autokonzern Daimler weigert sich, das von der EU vorgeschriebene Kältemittel R 1234yf einzusetzen. Ab Anfang 2013 muss es jedoch in Klimaanlagen neuer Autos eingesetzt werden. Damit riskiert der Stuttgarter Hersteller möglicherweise eine Geldstrafe.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/d...-a-873895.html
  1. #1

    Wieso wieder so unpräzise? Der SPON hat doch auch schon mehr Details hier preisgegeben. R1234yf ist leicht entzündlich und bei der Verbrennung entsteht Flusssäure. Irgendwo ist es auch nachvollziehbar das der Kühlmittelkreislauf durch einen Unfall leckt. Das es im Motorraum genügend heiße Teile gibt sollte auch jeder wissen. Wenn wir jetzt noch drüber nachdenken wo die Klimaanlage die Frischluft ansaugt und wo die hingeleitet wird, sollte jedem klar sein warum dieses Zeug ne dumme Idee ist. Zumindest wenn man weiß wie Flusssäure auf Menschen wirkt.
  2. #2

    monopol

    da war wohl intensive Lobbyarbeit im Spiel, und die Gefährlichkeit wurde auch vorher schon diskutiert. Die Autoindustrie wollte aber wegen der Kosten der Umstellung lieber R1234yf, weil für CO2 stabilere Druckleitungen und einige andere technische Änderungen nötig gewesen wären.
    CO2 ist aber bei Unfällen mit Lecks natürlich wesentlich unkritischer (abgesehen vom hohen Druck).
  3. #3

    Handtellergrößer

    veräzter Fleckt mit Flusssäure = Exodus.
    Ganz nettes Zeug diese Flusssäure. Kein Feuerwehrmann traut sich mehr an so eine Karre ohne ABC Schutzausrüstung.
    Ich weiß nicht was alle immer mit dem Druck haben. Es fahren heute zig Autos mit Gastanks spazieren die 200Bar belastet sind. Wir reden ich von nicht mal einem Liter Füllungsvolumen.
    Auch Propan wäre eine sinnvolle Kältemittelalternative.
  4. #4

    optional

    Es gibt tödliche Risiken im Falle von Verkehrsunfällen, in die Fahrzeuge mit "1234yf" verwickelt sind.
    Wie oft entsteht ein Brand im Motorraum eines Fahrzeuges? Wie oft werden durch Unfälle mit Blechschäden Leitungen und Verbindungen beschädigt, wie oft treten dabei Flüssigkeiten aus?
    Wenn "1234yf" verbrennt, kann Flussäure entstehen. Das hat eine Untersuchung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) im Auftrag des Umweltbundesamtes bestätigt. Fluorwasserstoffsäure ist extrem tückisch. Die farblose Flüssigkeit, auch Flusssäure genannt, kann schwere Verätzungen verursachen, wird über Haut und Schleimhäute rasch aufgenommen, kann bis in den Knochen dringen und dort ohne ein äußeres Zeichen das Gewebe zersetzen. Schmerzen setzen erst Stunden später ein - für Hilfemaßnahmen zu spät.
    Weil die Fluorionen im Körper mit Calcium und Magnesium reagieren, bringen sie den Stoffwechsel des Körpers durcheinander: Leber und Niere können geschädigt werden, es kann zu Kammerflimmern kommen. Schon kleine Mengen können einen Menschen töten.

    Es ist offensichtlich, daß im Falle eines Verkehrsunfalles sich niemand mehr dem "1234yf-Fahrzeug nähern kann, ohne ein möglicherweise tödliches Risiko einzugehen. Auch Rettungskräfte würden aufwendige Schutzmaßnahmen (Schutzanzüge, Atemmasken) benötigen, um sich diesem Risiko nicht auszusetzen.

    Bei "1234yf" und seinen tödlichen Nebenwirkungen geht es um Milliarden-schwere Interessen der Chemieindustrie. Milliarden könnte diese nämlich verlieren, wenn ihr Markt für Pkw-Kältemittel zusammenbricht. Deshalb wurde der Nachfolger "1234yf" präsentiert. Dieser kann einfach in die alten Klimaanlagen eingefüllt werden. Mit tödlichem Risiko.
  5. #5

    flusssäure

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Autokonzern Daimler weigert sich, das von der EU vorgeschriebene Kältemittel R 1234yf einzusetzen. Ab Anfang 2013 muss es jedoch in Klimaanlagen neuer Autos eingesetzt werden. Damit riskiert der Stuttgarter Hersteller möglicherweise eine Geldstrafe.

    Daimler riskiert Strafe im Kältemittel-Streit - SPIEGEL ONLINE
    da schreibt SPON einige tage vorher einen aufklärenden artikel mit vorstellung einer klimaanlage, die sogar komplett auf kältemittel verzichten kann, und nun wird in diesem hier noch nicht mal mehr ERWÄHNT, daß es sich bei dem "gefährlichen gas", daß bei der verbrennung von R1234yf (geschweige denn überhaupt weiter die BRENNBARKEIT des stoffes thematisiert) entsteht, es sich um flusssäure handelt, einer der gefährlichsten und tödlichsten stoffe überhaupt:

    Flusssäure

    auch quasi kein wort in diesem artikel über die allgemeine ablehnung von R1234yf durch sämtliche umweltverbände; sollte das jetzt die gegenposition zu diesem artikel

    Daimler schert aus Industrie-Vereinbarung für neues Kältemittel aus - SPIEGEL ONLINE

    hier sein, oder was soll das? man kann daimler eigentlich nur dankbar für die harte haltung gegenüber R1234yf sein, besser spät als nie.
  6. #6

    optional

    Warum gibt es die miesten Autos nur nich mit Klimaanlage?
    Zusätzliches Fahrzeuggewicht, Mehrverbrauch, teure Wartung - Klimaanlagen sollten optional angeboten werden.
  7. #7

    EU-Politik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Autokonzern Daimler weigert sich, das von der EU vorgeschriebene Kältemittel R 1234yf einzusetzen. Ab Anfang 2013 muss es jedoch in Klimaanlagen neuer Autos eingesetzt werden. Damit riskiert der Stuttgarter Hersteller möglicherweise eine Geldstrafe.

    Daimler riskiert Strafe im Kältemittel-Streit - SPIEGEL ONLINE
    Wenn die Geschichte eines zeigt, ist das, wozu die Verflechtung von Monopolen und Lobbyarbeit auf EU-Ebene führen kann. Wenn Daimler jetzt diesen Schritt macht, sollte jedem klar sein, dass R1234yf tatsächlich gefährlich ist. Um die mögliche Strafe werden sich sicher Juristen kümmern, das wird Daimler nicht weiter Sorgen machen. Einmal mehr, nach der Glühlampenverordnung, zeigt die Eurokratie, wozu sie da ist, Wettbewerb um die besste Lösung und Marktwirtschaft zubehindern, statt dessen Monopole und Oligopole zu unterstützen und das Alles mit dem fadenscheinigen Argument des "Klimaschutzes".
  8. #8

    Wer? Warum? Wohin? Woher?

    Zitat von dr.edi Beitrag anzeigen
    ... = Exodus.
    ...auf der Flucht vor dem Kältemittel....huuuhh
  9. #9

    Zitat von Markus 799 Beitrag anzeigen
    Warum gibt es die miesten Autos nur nich mit Klimaanlage?
    Zusätzliches Fahrzeuggewicht, Mehrverbrauch, teure Wartung - Klimaanlagen sollten optional angeboten werden.
    Weil das den Einbau billiger macht und es nicht soooo viele Masochisten gibt, dass sich der Verzicht lohnen würde...