Antibiotika bei Bronchitis: Kaum Nutzen, aber Nebenwirkungen

CorbisDie meisten Antibiotikarezepte werden in Praxen bei Atemwegsinfekten verschrieben. Dabei lösen in neun von zehn Fällen Viren die Bronchitis aus. Eine Studie zeigt: Das am häufigsten verschriebene Mittel hilft fast nie - verursacht aber Nebenwirkungen. Gesund werden die Patienten von selbst.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-873796.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die meisten Antibiotikarezepte werden in Praxen bei Atemwegsinfekten verschrieben. Dabei lösen in neun von zehn Fällen Viren die Bronchitis aus. Eine Studie zeigt: Das am häufigsten verschriebene Mittel hilft fast nie - verursacht aber Nebenwirkungen. Gesund werden die Patienten von selbst.

    Antibiotika gegen Erkältung: Amoxicillin wirkt bei Bronchitis nicht - SPIEGEL ONLINE
    Das kommt jetzt natürlich VÖLLIG überraschend.
    Wer verdient da wohl dran? Jaja ;-)
  2. #2

    Hetze gegen die Wissenschaft und Vernunft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die meisten Antibiotikarezepte werden in Praxen bei Atemwegsinfekten verschrieben. Dabei lösen in neun von zehn Fällen Viren die Bronchitis aus. Eine Studie zeigt: Das am häufigsten verschriebene Mittel hilft fast nie - verursacht aber Nebenwirkungen. Gesund werden die Patienten von selbst.

    Antibiotika gegen Erkältung: Amoxicillin wirkt bei Bronchitis nicht - SPIEGEL ONLINE
    Und wieder verbreiten die Massenmedien Aberglauben gegen die Wissenschaft.
    Ist das ein Trend? Wollt ihr lieber Homöopathie?

    Antibiotika helfen nicht direkt gegen Virenerkrankungen - aber sie verhindern bakterielle Superinfektionen die zu schwerwiegenderen Komplikationen führen können. Dann doch lieber ein paar Nebenwirkungen!

    Nur so nebenbei denn es scheint allgemein unbekannt zu sein: Ärzte sind nicht blöde. Die wissen in den meisten Fällen genau was sie tun.
    Auch wenn die Medien sie gerne so hinstellen wollen.
    Und das Volk schreit "Jaaaa!".
  3. #3

    Alter Hut

    Ich hatte eine bakterielle Halsinfektion und bekam ein Antibiotikum. Ich halte meinen HNO-Arzt für fähig, eine Virusinfektion als solche zu erkennen und dann keines zu geben. Punkt. Was soll dieser Artikel eigentlich ?
  4. #4

    .

    Zitat von Verun Beitrag anzeigen
    Und wieder verbreiten die Massenmedien Aberglauben gegen die Wissenschaft.
    Ist das ein Trend? Wollt ihr lieber Homöopathie?

    Antibiotika helfen nicht direkt gegen Virenerkrankungen - aber sie verhindern bakterielle Superinfektionen die zu schwerwiegenderen Komplikationen führen können. Dann doch lieber ein paar Nebenwirkungen!

    Nur so nebenbei denn es scheint allgemein unbekannt zu sein: Ärzte sind nicht blöde. Die wissen in den meisten Fällen genau was sie tun.
    Auch wenn die Medien sie gerne so hinstellen wollen.
    Und das Volk schreit "Jaaaa!".
    Meinen Hausarzt bräuchte ich nur bitten und schon hätte ich die Hand voller Antibiotika. Nun habe ich meinen Hausarzt in den letzten 5 Jahren 2 mal gesehen weil ich eben nicht wegen jedem kleinen Husten zum Onkel Dr. renne und mir die volle Dröhnung verabreichen lasse. Eienn gripalen Infekt kann man auch mit Ruhe, Wärme und etwas Leidesnfähigkeit aussitzen. Ich kriege schon immer einen Anfall wenn Arbeitskollegen bei leichtem Husten direkt davon schwadronieren, dass sie bestimmt eine Grippe haben. Wir Menschen haben auch so etwas wie ein Immunsystem und das funktioniert sehr gut, wenn man es mal arbeiten lässt. Gerne auch in Zusammenarbeit mit dem Doktor aber bestimmt nicht mit einer Pillenmischung.
  5. #5

    Zitat von wolibien Beitrag anzeigen
    Ich hatte eine bakterielle Halsinfektion und bekam ein Antibiotikum. Ich halte meinen HNO-Arzt für fähig, eine Virusinfektion als solche zu erkennen und dann keines zu geben. Punkt. Was soll dieser Artikel eigentlich ?
    Vermutlich soll er das Weihnachtsloch füllen. Ist auch ganz einfach. "Winter, Infekt und vor allem PÖHSE ANTIBIOTIKA" sind Evergreens und geben hervorragenden sinnfreien Füllstoff für die Feiertage ab.
  6. #6

    Antibiotika helfen...

    zumindest der Pharma-Industrie und auch der Arzt und die Apotheke haben was verdient. Die dadurch geschaffenen Resistenzen sind nicht schlimm, dagegen gibt's dann auch wieder was zum Einnehmen!
  7. #7

    Zitat von Verun Beitrag anzeigen
    Und wieder verbreiten die Massenmedien Aberglauben gegen die Wissenschaft.
    Ist das ein Trend? Wollt ihr lieber Homöopathie?

    Antibiotika helfen nicht direkt gegen Virenerkrankungen - aber sie verhindern bakterielle Superinfektionen die zu schwerwiegenderen Komplikationen führen können. Dann doch lieber ein paar Nebenwirkungen!

    Nur so nebenbei denn es scheint allgemein unbekannt zu sein: Ärzte sind nicht blöde. Die wissen in den meisten Fällen genau was sie tun.
    Auch wenn die Medien sie gerne so hinstellen wollen.
    Und das Volk schreit "Jaaaa!".
    Sie nennen durch empirische Studien gewonnene Erkenntnisse Aberglauben und Hetze gegen die Wissenschaft? Wissenschaftler hetzen gegen Wissenschaftler? Und das führt dann direkt zur Homöopathie? Sie haben schon ein merkwürdiges Wissenschaftsverständnis. Wenn sich ein Medikament als nicht wirksam erweist, ist es doch gut diese Erkenntnis gewonnen zu haben. Oder ist Kritik an unkontrollierter Contergangabe auch wissenschaftsfeindlich? Oder die zügellose Röntgenbestrahlung der Anfangsjahre?

    Natürlich hat Antibiotikabehandlung problematische Seiten, seien es entstehende Resistenzen oder auch gelegentlich heftige Nebenwirkungen, wie die pseudomembranöse Colitis. Das zu ignorieren ist wissenschaftsfeindlich. Aber vielleicht stehen sie ja eher auf Aberglaube?
  8. #8

    `da eine kleine Gruppe Patienten von Antibiotika profitiert, bleibt die Herausforderung, diese Individuen zu identifizieren`
    --> Das ist das Problem. Dafür ist es oft erforderlich, den Patienten 2 bis 3mal zu sehen, wofür der Arzt wegen des idiotischen Pauschalabrechnungssystems keinen Cent bekommt.
  9. #9

    hab' heute erst 'ne doxycyclin-dröhnung eingeworfen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die meisten Antibiotikarezepte werden in Praxen bei Atemwegsinfekten verschrieben. Dabei lösen in neun von zehn Fällen Viren die Bronchitis aus. Eine Studie zeigt: Das am häufigsten verschriebene Mittel hilft fast nie - verursacht aber Nebenwirkungen. Gesund werden die Patienten von selbst.

    Antibiotika gegen Erkältung: Amoxicillin wirkt bei Bronchitis nicht - SPIEGEL ONLINE
    mit verlaub, ich bin heilfroh, dass es antibiotika gibt.
    aus langjähriger erfahrung, beobachtung des eigenen organismus', weiß ich selber zwischen einer viralen und bakteriellen infektion zu unterscheiden.

    in der vergangenheit bin des öfteren vor der verschreibung von antibiotika zurückgeschreckt, eben wegen der negativ-propaganda von den selbst gezüchteten resistenten bakterienstämmen.
    so dauerte es mitunter zwei wochen vergebliche eigene heilversuche, bis ich mich dann doch röchelnd ins wartezimmer schleppte.

    der arzt schlug mehr als einmal die hände über dem kopf zusammen und wischte meine angelesenen vorbehalte gegen antibiotika zur seite: "warum sind sie nicht früher gekommen? sie holen sich eine lungenentzündung!" und verschrieb mir regelmäßig eine antibiotika-dröhnung, die n2 (große packung).

    mittlerweile bin ich routinierter patient, der die eigenmedikation beherrscht und sich den vormittag im wartezimmer, die praxisgebühr und zuzahlung in der apotheke spart:
    während auslandsreisen stocke ich meine hausapotheke ohne arzt-rezept durch den direkten gang in dortige pharmazien mit einem jahresvorrat an doxycyclin und erythromycin auf.
    wenn überhaupt, dann ist die ausländische otc-beschaffung nur unwesentlich teurer als die deutsche arzt-apothekenprozedur - ganz zu schweigen vom zeitgewinn.

    immer dann, wenn ich merke, dass eine bakterielle bronchitis im anmarsch ist, werfe ich rechtzeitig antibiotika ein, um eine "full blown bronchitis" erst gar nicht ausbrechen zu lassen - so wie gestern, ich spür schon was, eine besserung!