Meeres-Müll im Museum: Friedhof der Plastiktiere

Museum für Kunst und Gewerbe/ NOAALeute, aufwachen! Ein Schau in Hamburg zeigt, wie unsere Meere an Kunststoff ersticken, wie sich dort Müllhalden so groß wie Mitteleuropa bilden und Vögel an Plastikschrott krepieren. Das kümmert Sie alles nicht? Dann guten Appetit. Der Abfall landet am Ende nämlich auf dem Speiseteller.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-873623.html
  1. #1

    Sinnlos, sinnlos...

    Der Apell an den Einzelnen ist wie so oft völlig ergebnislos. Hauptsache das neue i/Phone/Pad/Sonstwas wird wieder gepriesen und zum Kern aller Sehnsüchte erklärt. Der Rest ist Müll für die Ewigkeit.

    Solange das System so funktioniert und die Konsumfreiheit über allem steht ist jede Form des Umwelt-, Tier- oder Klimaschutzes nur persönliche Moral-Kosmetik ohne Ergebnis.

    Überdies: Was interessiert schon die Meinung eines Europäers gegen fünfzig Chinesen/Inder die diesen Wegwerf-Standard erst erreichen wollen?
  2. #2

    schade eigentlich....

    Der Mensch mutiert dem Ende entgegen - unumkehrbar!
  3. #3

    schrecklich...

    das ist wie bei uns zu hause, überall Plastikschrott.
    Im Kühlschrank, im Badezimmer, im Kinderzimmer, im Garten, im Auto, in meiner Hosentasche.
    Aber wir sollten lieber erst einmal das Klima retten!
  4. #4

    Lässt sich nicht ändern

    Und was sollen o. können wir hier jetzt dagegen machen? Etwa Kunststoff-Artikel boykottieren? Wir werden es nicht ändern können, dass sich Menschen aus der 3. Welt, die ums nackte überleben kämpfen null um den Umweltschutz scheren und weiterhin alles achtlos zumüllen. Und wer gerne Fisch isst, isst halt auch gerne Plastik.
  5. #5

    Siehst Du, jetzt hast Du ein schlechtes Gewissen!

    Die Einleitung zu diesem Artikel ist vom Niveau her kaum zu unterbieten. Das klingt ja wie die unsägliche Waschmittelwerbung aus den 60ern, die den braven Hausfrauen Schuldgefühle einredete, weil der Zigaretten-Gilb des rauchenden Ehegatten in den Gardinen hing.

    Der deutsche Michel ist sicher in bezug auf Ressourcenverbrauch und Umweltveränderung kein Unschuldslamm. Aber seine Einflussmöglichkeiten sind doch außerordentlich begrenzt.

    Er sammelt und trennt schon seit Jahren die Wertstoffe, dei von seinem Konsum übrigbleiben und wählt seit Jahrzehnten zu großen Teilen eine Öko-Partei.

    Soll er jetzt auch noch jeden Abend auf eine Latschdemo mit Lichterkette gehen oder was?
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leute, aufwachen! Ein Schau in Hamburg zeigt, wie unsere Meere an Kunststoff ersticken, wie sich dort Müllhalden so groß wie Mitteleuropa bilden und Vögel an Plastikschrott krepieren. Das kümmert Sie alles nicht? Dann guten Appetit. Der Abfall landet am Ende nämlich auf dem Speiseteller.

    "Endstation Meer? Das Plastikmüllprojekt": Ausstellung in Hamburg - SPIEGEL ONLINE
    Stimmt, im Wattforum bei St. Peter-Ording gibt es auch eine Müllsammlung aus dem Meer...lt. deren Info treibt im Atlantik eine Müllfläche so groß wie D und PL zusammen...
    Ein gestrandeter Pottwal musste als Sondermüll entsorgt werden, so belastet war der...u. a. mit Kunststoff..
    Toll.
  7. #7

    optional

    Fleece Artikel kaufe ich mittlerweile nur noch "echt" aus Wollvlies. Etwas teurer, hält aber ewig und stinkt auch beim Tragen nicht.
    Ansonsten reicht eine Reise ans Mittelmeer, Süditalien und insbesondere Griechenland, um zu entdecken, wo die Umweltsäue hocken.
  8. #8

    optional

    Kaufverhalten ändern? Vergesst es. Selbst wenn man es wollte, keine Chance. Entscheidend bleibt das Recycling besonders in der 2. Und 3. Welt.
  9. #9

    Erziehung in Entwicklungsschwellenländern verbessern

    Auf einem großen Fährschiff der Philippinen beobachtete ich entsetzt, wie ein auf dem Fährschiff angestellter Mitarbeiter einen 120 Liter Müllsack in der Mitte der Fahrstrecke auf offener See entsorgte. Dies geschah unter den Augen von Dutzenden Passagiere. Außer mir schien das sonst niemand zu beunruhigen.
    In Thailand am Strand in der Provinz Rayong befanden sich kleinere Müllkippen direkt am Strand. Nach einer Sturmflut waren die zunächst verschwunden. Am nächsten Tag hatte der "blanke Hans" den Müll in einem zehn Meter breiten Streifen gleichmäßig am Sandstrand ausgespuckt um ihn in der nächsten Nacht mit dem Brandungsrückstrom wieder aufzusaugen. Danach war ich dort nie mehr ins Wasser gegangen.