Neue EU-Hilfen: Rating-Agentur wertet Griechenland um sechs Stufen auf

Getty ImagesGriechenland profitiert von den neuen Hilfszusagen: Die Rating-Agentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit des Landes gleich um sechs Stufen angehoben. Hintergrund sei die Entschlossenheit der Euro-Länder, Griechenland in der Währungsunion zu halten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-873721.html
  1. #1

    Griechenland wird aufgewertet, weil Europa fest entschlossen ist, Griechenland in der Eurozone zu halten? Na das ist mal ein stabiles Fundament.
    Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Ratingagenturen den Rest der Währungsgemeinschaft mit der selben Begründung abstufen...
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rating-Agentur wertet Griechenland um sechs Stufen auf
    ja. Katzen spielen auch gerne mit Mäusen, bevor sie sie auffressen...
  3. #3

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland profitiert von den neuen Hilfszusagen: Die Rating-Agentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit des Landes gleich um sechs Stufen angehoben. Hintergrund sei die Entschlossenheit der Euro-Länder, Griechenland in der Währungsunion zu halten.

    Rating-Agentur wertet Griechenland um sechs Stufen auf - SPIEGEL ONLINE
    Endlich mal eine erfreuliche Nachricht!
  4. #4

    Und wer bekommt die Milliarden?

    Zitat von analysatorveritas Beitrag anzeigen
    In erster Linie die deutsche Bevölkerung. Die Haftungsrisiken, die
    permanenten versteckten Dauerhilfen stellen eine enorme Belastung
    für die Eurozone dar.

    Griechenland war und ist nicht innerhalb dieser Währungsunion
    leistungs- und wettbewerbsfähig. Eine kaum vorhandene Industrie,
    viel zu hohe Schulden, ein viel zu großer öffentlicher Dienst, es werden
    also weitere Transfers notwendig sein. Dies zeigt auch die Nutzung
    des ELA Mechanismus zur indirekten verbotenen monetären
    Staatsfinanzierung.

    Die griechische Volkswirtschaft befindet sich seit Jahren in einer sehr
    tiefen Abschwungphase. Hohe Arbeitslosigkeiten und eine fehlende
    wirtschaftliche Dynamik erschweren die Erholung. Zudem finden
    große Kapitalabflüsse aus Griechenland statt, die ungewollt von der
    EZB finanziert werden (Target 2).
    Hallo Analysatorveritas,

    solange noch "Rettungsmilliarden" unterwegs und bewilligt sind,
    wird die Bonität natürlich hochgestuft. Erst wenn nichts mehr zu
    holen ist, ist ein EUR-Staat pleite.

    Genau das soll ja durch diese ganzen "Rettungsaktionen" ver-
    mieden werden.

    Es retten sich die Banken und deren Klientel und natürlich die
    Politiker, die dem EUR-Wahn verfallen sind und ein Scheitern
    zulasten der "Normalbevölkerung" der EUR-Staaten billigend in
    Kauf nehmen.

    LUNY
  5. #5

    Hut ab

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hintergrund sei die Entschlossenheit der Euro-Länder, Griechenland in der Währungsunion zu halten.
    Ach, ich dachte die Euro-Länder sind schon seit Beginn der Krise entschlossen Griechenland in der Euro-Zone zu halten?
    Respekt, das sind ja fixe Jungs von der Rating Agentur, dass die das jetzt schon bemerkt haben.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit dem Rückkauf von Anleihen zu einem kräftigen Abschlag senkte Griechenland seine Schulden um rund 20 Milliarden Euro.
    Das war nichts anderes als ein Schuldenschnitt. Wie man es nun nennt ist sowas von egal. Und so wird es auch ewig weitergehen.
  6. #6

    Nana

    Zitat von dowhepole Beitrag anzeigen
    Griechenland wird aufgewertet, weil Europa fest entschlossen ist, Griechenland in der Eurozone zu halten? Na das ist mal ein stabiles Fundament.
    Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Ratingagenturen den Rest der Währungsgemeinschaft mit der selben Begründung abstufen...
    Hallo Dowhepole,

    nana, nicht so pessimistisch :-) Zuerst müssen die Rettungsgelder
    in die "richtigen" Bahnen laufen und das ist ja passiert, zumindest
    steht es so im Kommentar:

    "Die neuen Kredite für Griechenland im Umfang von 34,3 Milliarden Euro sollen nach Angaben aus Regierungskreisen in Athen bis Mittwoch ausgezahlt sein. Nach einer am Montag überwiesenen ersten Tranche von sieben Milliarden Euro sollen 11,3 Milliarden Euro für den Rückkauf von Staatsschulden überwiesen werden, sagte ein Regierungsvertreter am Dienstag. Weitere 16 Milliarden Euro würden für die Rettung von Banken des hoch verschuldeten Landes erwartet."

    Bitte, alles prima gelaufen, die Banken und deren Klientel wurden
    wieder einmal gerettet.

    Das rechtfertigt natürlich auch die Aufwertung.

    LUNY
  7. #7

    Erfreulich?

    Zitat von deus-Lo-vult Beitrag anzeigen
    Endlich mal eine erfreuliche Nachricht!
    Hallo Deus-Lo-vult,

    was denn für eine erfreuliche Nachricht?

    Der EUR-Rettungswahn geht ungebremst weiter und kostet via
    Target II mittlerweile über eine Billion EUR.

    LUNY
  8. #8

    Hellas; no Grexit...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland profitiert von den neuen Hilfszusagen: Die Rating-Agentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit des Landes gleich um sechs Stufen angehoben. Hintergrund sei die Entschlossenheit der Euro-Länder, Griechenland in der Währungsunion zu halten.

    Rating-Agentur wertet Griechenland um sechs Stufen auf - SPIEGEL ONLINE
    Es sickert seit dem Sommer durch daß es kein Grexit geben wird. Die Gründe sind sehr unterschiedlich; finanziell, wirtschaftlich und geostrategisch. Einerseits haben die ganzen €Länder Angst vor dem Dominoeffekt da die eigenen Institute hohe Verluste erleiden würden; und dann natürlich gerettet werden müssen. Das warum ist klar; Destabilisierung eines Staates kann zum default führen was wiederum(siehe Bertelsmann Studie)...
    Bertelsmann Stiftung | Press releases
    "This scenario would eventually lead to severe international recession and global economic crisis. By 2020, growth losses in the countries under review would reach a total of 17.2 trillion euros. In absolute terms, France would suffer from the highest losses at this point (2.9 trillion euros), followed by the USA (2.8 trillion euros), China (1.9 trillion euros) and Germany (1.7 trillion euros)."
    ...zu hohen Verlusten führen würde.
    Aber die Angst vor dem Dominoeffekt ist nur Einer der Gründe. Man hat sich bereits im Frühsommer entschlossen daß die €Zone so und anders zusammenbleibt und man den 'Anderen' demonstrieren will daß die €Zone zusammensteht; komme was wolle. Zusätzlich(und vielleicht sogar wichtiger) sind die strategischen und politischen Gründe eine Destabilisierung des Natosüdwestpfeilers zu verhindern. In Brüssel wie in anderen Staaten herrscht zudem auch die Angst daß ein 'sich auflösendes' Griechenland nicht mehr der Prellbock gegen die über den Bosporus und die Ägäis schwappende Flüchtlingswelle wäre...
    Und siehe da; Zaun fertig und Hellas stabil... ;)
    Grenzzaun zwischen Griechenland und Türkei fertig > Kleine Zeitung
    Viele Gründe; und alle kommen zum Schluss daß es besser ist Hellas im € und stabil zu halten...

    Schian Gruaß...
  9. #9

    Überraschung

    Zitat von j.vantast Beitrag anzeigen
    Ach, ich dachte die Euro-Länder sind schon seit Beginn der Krise entschlossen Griechenland in der Euro-Zone zu halten?
    Respekt, das sind ja fixe Jungs von der Rating Agentur, dass die das jetzt schon bemerkt haben.

    Das war nichts anderes als ein Schuldenschnitt. Wie man es nun nennt ist sowas von egal. Und so wird es auch ewig weitergehen.
    Hallo J.vantast,

    so habe ich das auch verstanden. Die amtierende Kanzlerin wird ja
    nicht müde zu betonen, daß Europa im atlantischen Ozean versinkt,
    wenn der EUR in der EUR-Zone nicht überlebt.

    Und ja, das war ein Schuldenschnitt.

    Und ja, EZB und ESM sind besser als jeder EUR-Bond.

    Notleidende EUR-Staaten werden um jeden Preis gerettet, bis keiner
    mehr Geld hat.

    LUNY