Umfrage unter jungen Autofahrern: Wir sind ein Volk von Rüpeln

Getty ImagesViele junge Autofahrer pfeifen auf die Verkehrsregeln, sie fluchen dabei gern und benehmen sich auch sonst im Fahrzeug oft daneben. Das sind Ergebnisse einer Umfrage, die den ganz normalen Wahnsinn auf den Straßen Europas dokumentiert. Vor allem die Deutschen geben kein gutes Bild ab.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/u...-a-873663.html
  1. #130

    hartes Gesetz

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Egal ob Radfahrer oder eilige Fußgänger irriger Meinung über die Schutzfunktion eines Zebrastreifens wären. Der Autofahrer muß vor einem Zebrastreifen jederzeit anhalten können. So ist die Vorschrift!
    Radfahrer haben am Zebrastreifen ABZUSTEIGEN !
    Geändert von ( um Uhr)
    Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
    Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst.
  2. #131

    Das Händy schlägt links

    Zitat von powerkraut Beitrag anzeigen
    Hab ich mich auch schon gefragt. Meine Feldforschung hat folgende Möglichkeiten ergeben:

    Ich blinke nicht, weil

    1. ich neben telefonieren, rauchen, essen und Navi programmieren jetzt nun wirklich nicht noch an den Blinkerhebel komme.

    2. mir meine Privatsphäre unheimlich wichtig ist. Es geht Sie nichts an, wo ich hin will!

    3. der Nullchecker von Fahrlehrer mir gesagt hat, wann ich zu blinken habe. Geht so gar nicht!

    4. es total uncool ist.

    5. Sie ja eh schuld sind, wenn Sie mir hinten reinfahren - glaub' ich....
    Das ist ganz einfach: Die rechte Hand brauche ich, um ab und zu den Ganghebel zu betätigen. Und sonst zum Lenken. Die linke Hand hält das Handy beim Telefonieren. Der Blinkerhebel ist nun wirklich ein verzichtbares Teil am Auto, Lenkrad und Schalthebel dagegen nicht.

    Der neueste Trend geht zum Fahren ohne Licht bei Dunkelheit oder Dämmerung. Man hat ja Tagesfahrlicht, was braucht man da noch zusätzliche Beleuchtung?
  3. #132

    Ich bin vor kurzem...

    Zitat von maginot2 Beitrag anzeigen
    Warum gibt es denn eigentlich so viele notorische Nichtblinker?
    ...Jeder der zu cool zum Blinken ist, hat grundsätzlich die falsche Einstellung zum Straßenverkehr.
    ... ca. 5 km durch unsere Stadt einem Streifenwagen hinterher gefahren. Er war nicht im Einsatz, trotzdem wurde das Tempolimit um gut 10-15 km/h überschritten (hab ich dann natürlich auch gemacht :-). Der Streifenwagen ist 4x abgebogen und hat dabei 0x geblinkt. Verkehrsrowdys eben :-)))
    OK, ernsthaft: Ich blinke hauptsächlich damit andere Verkehrsteilnehmer eine Information bekommen. Sind keine anderen in der Nähe bin ich auch schon mal "zu cool zum Blinken".
  4. #133

    Die mit Hut...

    Zitat von dutchinnz Beitrag anzeigen
    der Generationen von nach '75 ist nicht nur beschränkt auf den Straßenverkehr, sondern tritt überall auf. Es ist dabei auch zu sehen, daß das allgemeine Niveau der Asozialität zunimmt je jünger die Generationen sind. In seiner realitätsfremden Egozentrizität protzt der Durchsnitss-20jähriger von heutzutage vor Eigenwert und Selbstüberschätzung seiner Leistungen, die aber weit unter denen liegen, die die ersten Nachkriegsgenerationen erbracht haben. Und nein, ich gehöre nicht zu den letzteren, aber ich bin objektiv genug zu sehen, daß die heutigen Menschen da gar nicht mithalten könnten, weder in Leistung noch moralisch.
    ...sind erst recht der Hammer. Behindern und bremsen, wo es nur geht, fahren in 50er Zonenn 40, um "die anderen daran zu gewoehnen", verursachen die meisten Verkehrsunfaelle pro gefahrenen Kilometer, sind ruecksichtslos und egoistisch.

    Hammerhart, JEDE Tour auf Bundesstrasse oder Autobahn.

    Wird echt Zeit, dass die Fahrtauglichkeitspruefung ab 60 wieder eingefuehrt wird, dann sind wenigstens die Autos mit Zusatzscheinwerfern aus dem Verkehr gezogen.
    Geändert von ( um Uhr)
    Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
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  5. #134

    wir menschen gehen einfach zu unfreundich miteinander um

    Autofahren ist für einige eine gute möglichkeit, seinen schlechten charakter zu zeigen, So simpel ist das!
  6. #135

    Typisch einer dieser Selbstüberschätzer

    Zitat von Marshmallowmann Beitrag anzeigen
    Die Nachkriegsgeneration? Sie meinen die Leute die in einer Ära ohne Arbeitslosigkeit lebten? Die jetzt dicke Renten kassieren? Massive Staatsverschuldung verursacht haben aber trotzdem unglaublich stolz auf ihre "Leistungen" sind? Machen sie sich nicht lächerlich.
    der hier so reagiert. Diejenigen, die jetzt ihre Rente haben, haben dafür hart geschuftet um den hohen Lebensstand zu ermöglichen, die die heutige weiche Generation als selbstverständliches Minimum (Auto, 700-Euro Telefon, 6 Wochen Ferien, Arbeitslosengeld, totale Krankenversicherung, ...) für sich sehen. Es wird von letzterer nur zu gerne vergessen, daß die gesummte Mentalitäten der Individuen das soziale und ökonomische Klima bestimmen; stattdessen wird nur dauernd darüber geklagt, daß sie als armes Individu nur 10 Stunden pro Woche weniger arbeiten müssen als die Nachkriegsgenerationen und deswegen so gestresst sind.

    Agressivität auf der Straße ist kein soziales Problem, sondern nur eines der vielen Zeichen dafür, daß die Mentalität der individuellen Personen unter Maß ist.
  7. #136

    Erster Gedanke...

    Zitat von effesste Beitrag anzeigen
    ...

    [Zitat von Ami8driveranzeigen...]Die krassesten Fälle, die mir in Deutschland passiert sind... Von rechts auf dem Standstreifen überholt worden, bei knapp 100 km/h, andere Spuren waren besetzt, da dachte sich der Verkehrsteilnehmer wohl, rechts ist ja noch Platz... Knarre wurde einem schon gezeigt bei der nächsten Ampel, Ausgebremst wurde ich schon öfters, weil man mich wohl "belehren" wollte. Dicht auffahren, schneiden etc. gehören ja schon zum Alltag, darauf achtet man ja schon nicht mehr, fällt einem nur auf, wenn man nach längerer Zeit im Ausland wieder zurückkommen (muss).


    ... ist mir in fast 30 Jahren unfallfreier Fahrpraxis bisher nur extrem selten, eigentlich gar nicht passiert. Liegt vielleicht daran, daß ich nicht unnötig die linke Spur blockiere, nicht versuche, andere durch "Strichfahren" zum sklavischen Einhalten vom Tempolimits zu bekehren und allgemein auch im Auto nicht den Oberlehrer gebe und damit andere ganz bewußt provoziere.ist mir in fast 30 Jahren unfallfreier Fahrpraxis bisher nur extrem selten, eigentlich gar nicht passiert. Liegt vielleicht daran, daß ich nicht unnötig die linke Spur blockiere, nicht versuche, andere durch "Strichfahren" zum sklavischen Einhalten vom Tempolimits zu bekehren und allgemein auch im Auto nicht den Oberlehrer gebe und damit andere ganz bewußt provoziere.
    Das war auch mein erster Gedanke, als ich den Beitrag von Ami8driver gelesen habe.
  8. #137

    Genau so ist das.

    Zitat von numey Beitrag anzeigen
    Ja, ich lasse meinen Frust darüber heraus, dass manche sich und andere mit ihrem Verhalten im Straßenverkehr gefährden. Das tu ich für mich, und fast immer nur da, wo es der andere Verkehrsteilnehmer nicht hört (und wahrscheinlich auch nicht sieht), weil es das einzige ist, was ich überhaupt tun kann, um die Anspannung und auch den Schrecken in dem Moment abzubauen. Erziehen/ändern kann ich sie nicht, beleidigen/bedrohen oder gar verprügeln darf ich sie nicht. Einfach achselzuckend weiterzufahren, wenn ein junger Vater völlig gedankenlos den Maxi Cosi auf die Straße stellt, um erst mal irgendwas einzuladen - das kann ich aber auch nicht, dafür bin ich nicht kaltblütig oder was-weiß-ich genug. Darum rufe ich in so einem Moment lieber in meinem Auto: "Was für ein saudämlicher Penner!", statt auszusteigen und ihm zwischen die Beine zu treten, obwohl ich finde, dass er genau das mindestens dafür verdient hätte, dass er sein Kind in eine lebensgefährliche Situation bringt, und mich beinahe zu dem armen Schwein gemacht hätte, das für den Rest seines Lebens mit der Schuld hätte leben müssen, es totgefahren zu haben.
    Wenn ich deshalb für diese Statistik auch ein Rüpel bin - meinetwegen.
    Neulich hier in Henderson, West Auckland, New Zealand:

    Ein Polizeiwagen schoss auf eine Kreuzung zu - volles Lichtspiel auf dem Dach und unter dem ueblichen Sirenengeheul einer amerikanischen Cop-TV-Show -, und alle Leute hielten ihre Fahrzeuge an. Bis auf einen, der meinte, er MUSS trotzdem ueber die Kreuzung fahren. Der Cop stieg wohl mit beiden Fuessen auf die Bremse, und konnte mit Mueh und Not einen Unfall vermeiden. Als er anschliessend wuetend fluchend seinen Wagen um den des Ignoranten herum manoevrierte, da konnte ich allerdings die Lippen des Cops lesen, ueber die am Ende nur noch ein Woertchen kam: "WANKER!"

    Die deutsche Uebersetzung finden Sie sicherlich leicht. ;-)
  9. #138

    Zitat von AndyDaWiz Beitrag anzeigen
    Radfahrer haben am Zebrastreifen ABZUSTEIGEN !
    Recht haben Sie. Wenn die das nicht tun, darf man einfach weiterfahren.
    Denn wer Vorfahrt hat, muss nicht anhalten, sondern darf einfach durchbrettern, auch an Kreuzungen und Straßeneinmündungen.
    (Dass es dafür den Begriff der Mitschuld gibt, können Sie getrost ignorieren.)
  10. #139

    Zitat von lamblies Beitrag anzeigen
    Eine Verwandte, die gerade ihren Führerschein gemacht hatte, kannte das Rechtsfahrgebot nicht (auf Nachfragen meinerseits, weil sie immer auf der linken Spur fuhr).
    Dann sollte man die Dame eben rechts ueberholen.

    Beiderseitiges ueberholen ist z.B. in Neuseeland erlaubt. Das erspart einen Haufen Frust, und die Sicherheit leidet nicht darunter.