Umfrage unter jungen Autofahrern: Wir sind ein Volk von Rüpeln

Getty ImagesViele junge Autofahrer pfeifen auf die Verkehrsregeln, sie fluchen dabei gern und benehmen sich auch sonst im Fahrzeug oft daneben. Das sind Ergebnisse einer Umfrage, die den ganz normalen Wahnsinn auf den Straßen Europas dokumentiert. Vor allem die Deutschen geben kein gutes Bild ab.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/u...-a-873663.html
  1. #1

    49 Prozent der jungen Deutschen beachten außerdem hin und wieder die Verkehrszeichen nicht und 46 Prozent setzen nach eigenen Angaben keine Blinker.
    Letzteres ist das große Übel, das uns Fussgängern und Radfahrern zu schaffen macht. Aber das sind keineswegs nur die jungen AutofahrerInnen, nein, es betrifft alle Altersklassen. Zu gerne ignoriert werden auch Zebrastreifen, die es den Autonummern der Sünder nach zu urteilen offenbar in Großstädten gar nicht mehr gibt. So ahnungslos und naiv, wie da heran brausen...
  2. #2

    Dem Artikel kann ich nur zustimmen...

    ... aus eigener Erfahrung. Ich fahre viel mit dem Auto durch Europa, Deutschland empfinde ich am stressigsten von allen, was hier zum Teil abgeht, das ja mal gar nicht.

    Sobald ich in Frankreich, Spanien, Dänemark, Holland etc. fahre, kommt mir Autofahren wie reisen vor, mehr Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer, langsameres Fahren und so weiter. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, der Unterschied ist nur, in Frankreich gibt es nur alle gefühlte 5.000 km mal eine extreme Ausnahme, in Deutschland erlebt man das alle 200 km.

    Die krassesten Fälle, die mir in Deutschland passiert sind... Von rechts auf dem Standstreifen überholt worden, bei knapp 100 km/h, andere Spuren waren besetzt, da dachte sich der Verkehrsteilnehmer wohl, rechts ist ja noch Platz... Knarre wurde einem schon gezeigt bei der nächsten Ampel, Ausgebremst wurde ich schon öfters, weil man mich wohl "belehren" wollte. Dicht auffahren, schneiden etc. gehören ja schon zum Alltag, darauf achtet man ja schon nicht mehr, fällt einem nur auf, wenn man nach längerer Zeit im Ausland wieder zurückkommen (muss).

    Ich fahre gerne Autos älterer Jahrgänge, viele kleine wie Käfer, Ente etc. Da ich mich zum Teil nicht mehr so sicher fühlte durch solche rücksichtslosen Fahrer bin ich auf einen dickeren Wagen für Langstrecken umgestiegen, einen großen amerikanischen Wagen, über 2 m breit. Tja, seitdem ist es etwas ruhiger geworden, traut sich wohl keiner mehr ;-) . Ich habe daher das Gefühl, dass das Recht des Stärkeren auf Deutschlands Straßen gilt.
    Ein wenig mehr Rücksichtnahme auf den Straßen würde allen gut tun, und endlich mal ein Tempolimit... Reisen statt Rasen, finde ich ein tolles Motto.
  3. #3

    Das asoziale Benehmen

    der Generationen von nach '75 ist nicht nur beschränkt auf den Straßenverkehr, sondern tritt überall auf. Es ist dabei auch zu sehen, daß das allgemeine Niveau der Asozialität zunimmt je jünger die Generationen sind. In seiner realitätsfremden Egozentrizität protzt der Durchsnitss-20jähriger von heutzutage vor Eigenwert und Selbstüberschätzung seiner Leistungen, die aber weit unter denen liegen, die die ersten Nachkriegsgenerationen erbracht haben. Und nein, ich gehöre nicht zu den letzteren, aber ich bin objektiv genug zu sehen, daß die heutigen Menschen da gar nicht mithalten könnten, weder in Leistung noch moralisch.
  4. #4

    Führerschein

    Führerschein schreddern und bei Protest das Auto gleich hinterher!
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Acht Prozent fahren dagegen selbst dicht auf und betätigen die Lichthupe, wenn sie zum Überholen ansetzen.

    Umfrage unter jungen Autofahrern zu ihrem Fahrverhalten - SPIEGEL ONLINE
    Das letztere ist erlaubt. Aber nicht in Kombination mit dem ersten (Nötigung). Leider muss ich feststellen, wenn man nicht dicht auffährt, macht der vordere Verkehrsteinehmer einen keinen Platz (obwohl rechte Spur frei). Und schwupp sind wir beim Thema Rechtsfahrgebot.

    Aber ich würde die Altersgruppe von 18-75 Jahre zu diesen Vergehen einordnen. Egal welche Einkommensschichten, Geschlecht und kultureller Herkunft.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dabei zählen sie selbst zu den schlimmsten Verkehrssündern
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Demnach behaupten in Deutschland 68 Prozent der Befragten von sich
    Deutschland schneidet schlecht ab weil es selbstkritisch ist, alle andern Länder fahren deutlich schlechter, sehen sich aber selbst als gut. DAS ist alles was die Befragung ergibt.
  7. #7

    Zitat von Ami8driver Beitrag anzeigen
    .Die krassesten Fälle, die mir in Deutschland passiert sind... Von rechts auf dem Standstreifen überholt worden, bei knapp 100 km/h, andere Spuren waren besetzt,
    Mit 100km/h park ich in die Garage ein, da haben sie nichts auf der Autobahn mit verloren.
  8. #8

    optional

    ich denke, es gibt dafür simple kulturelle Gründe. Solange Grobheiten allgemein als "cool" gelten, wird sich nichts ändern.
  9. #9

    Zitat von dutchinnz Beitrag anzeigen
    der Generationen von nach '75 ist nicht nur beschränkt auf den Straßenverkehr, sondern tritt überall auf. Es ist dabei auch zu sehen, daß das allgemeine Niveau der Asozialität zunimmt je jünger die Generationen sind. In seiner realitätsfremden Egozentrizität protzt der Durchsnitss-20jähriger von heutzutage vor Eigenwert und Selbstüberschätzung seiner Leistungen, die aber weit unter denen liegen, die die ersten Nachkriegsgenerationen erbracht haben. Und nein, ich gehöre nicht zu den letzteren, aber ich bin objektiv genug zu sehen, daß die heutigen Menschen da gar nicht mithalten könnten, weder in Leistung noch moralisch.
    Die Nachkriegsgeneration? Sie meinen die Leute die in einer Ära ohne Arbeitslosigkeit lebten? Die jetzt dicke Renten kassieren? Massive Staatsverschuldung verursacht haben aber trotzdem unglaublich stolz auf ihre "Leistungen" sind? Machen sie sich nicht lächerlich.