Berichte zu sozialen Problemen: Wie arm die Deutschen wirklich sind

DPAVergrößert sich die Kluft zwischen arm und reich - oder ist das Panikmache? Regierungsexperten und Sozialverbände haben zwei Studien veröffentlicht, die widersprüchlicher nicht sein könnten. Der Faktencheck.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-873632.html
  1. #1

    studien gegen realität

    allein schon das der gini-faktor seid 2005 unverändert geblieben sein soll ist für mich illusorisch.
    die wirkung von hartz iv,niedriglohnsektor,leiharbeit und sinkende reallöhne soll in den letzten jahren ohne effekt geblieben sein? träumt weiter.
  2. #2

    Statistiken hin oder her; man muss sich nur in den Wohngebieten umschauen und mit den Leuten reden, dann weiß man, wie es wirklich ist.

    Wer in der Bundesrepublik nur einen "normalen Beruf" erlernt hat und in ihm vielleicht jahrelang bei der gleichen Mittelstandsfirma arbeitet und dann arbeitslos wird, weil die Firma den Druck des erzkapitalistischem Systems nicht mehr stand hielt, der hat echt zu tun, seinen Lebensstandart zu halten und kann von Glück reden, wenn er tatsächlich einen gleichwertige Arbeitsstelle vom Amt vermittelt bekommt und diese dann auch für längere Zeit behält.

    Soziale Marktwirtschaft existiert hier schlichtweg nicht mehr, meine ich. Und die Sozialdemokratie hat m.E.n. ihren Namen schon lange nicht mehr verdient. Von den anderen erwartet man ja auch gelich nicht so viel in Sachen Sozial & co.
  3. #3

    optional

    Diese schöne Grafik mit den blauen Balken verdeutlicht doch eines sehr schön: Je mer Vermögen "die da oben" haben umso weniger Vermögen haben die da unten. Wenn die da oben irgendwann die 99% erreicht haben ist Sense (in ca. 50-60 Jahren ist bei stetiger Progresion dieser Zustand erreicht). Ob man die anderen dann als Arm bezeichnet?
  4. #4

    Vermögensverteilung

    es mag hart klingen, aber ich meine: Harz IV muss eine Versorgungsqualität sichern die an der Armutsgrenze liegt.

    Schon jetzt ist offensichtlich, dass es eine nicht unbedeutende Anzahl von Menschen gibt die Harz IV als Grundversorgung ansehen, die sie gerne in Anspruch nehmen und welche sie durch Zusatzeinkünfte aufbessern.

    Ich habe da so einen speziellen Freund in München der genau das macht. Gesund, fit, schlau, stinkfaul. Sein Konzept ist Harz IV mit einer geschickten Variante des Bettlens aufzufessern. Es geht ihm blendend. Ich finde das zum Kotzen. Ich rede oft und viel auf ihn ein einen Job zu suchen, doch er perlt an ihm ab. Zu bequem ist sein Leben so.

    Das Problem der Vermögensverteilungs ist auch öffentlich meist falsch und polemisch kommuniziert:
    Es wird immer eine große Masse in der Bevölkerung geben die alles ausgibt wass sie einnimmt. Umverteilung hilft diesen Menschen nicht ein Vermögen aufzubauen.
    Umverteilung durch z.B. Vermögenssteuer schwächt die Starken, aber stärkt nicht die Schwachen. Die Starken zu schwächen schadet gesellschaftlich mehr als der Gewinn an Stuereinnahmen weil eben die Starken beij Geld Ausgeben und Investieren mehr bewirken als ein Verwaltungsbeamter oder Politiker.
    Vermögensaufbau bei den "unteren" 50% ist nur zu schaffen über einen Werte-Umbau: Das aller einfachste diesbezüglich ist das Eigenheim bzw die Eigentumswohnung. Das Bewusstsein schaffen, das jeder bei Entritt in den Ruhestand sein Haus oder Wohnung schuldenfrei besitzen sollte. Programme die dies bewirken und die dies massiv attraktiv machen sind der Schlüssel zur Verringerung der Vermögensschere.
  5. #5

    eine Chance

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vergrößert sich die Kluft zwischen arm und reich - oder ist das Panikmache? Regierungsexperten und Sozialverbände haben zwei Studien veröffentlicht, die widersprüchlicher nicht sein könnten. Der Faktencheck.

    Wie arm die Deutschen wirklich sind - SPIEGEL ONLINE
    Die Vergrösserung der Kluft zwischen arm und reich wird spätestens nach den Bundestagswahlen Geschichte sein. Ich denke, dass dann auch in Deutschland ein Exodus der Reichen dorthin stattfindet, wo man sie wertschätzt, s. Depardieu.

    Um denselben Effekt auf die Einkommensspreizung wie die Auswanderung von hundert Multimillionären zu haben, müssten die Armen sicher 100 Euro Gehaltserhöhung bekommen. Das ist unrealistisch.
  6. #6

    Was nützt...

    das Nachrechnen einer Statistik? Die Schere zwischen arm und reich ist vielleicht nicht größer geworden? Selbst wenn: sie ist groß genug. Die Armut nimmt vielleicht nicht zu? Selbst wenn...
    Jeder, der nicht in einem Kokon lebt, sieht doch die Entwicklung und ihre Auswirkungen. Wir konkurieren uns einfach arm! Am Ende gehört die große Mehrheit zu "Aufstockern" - finanziert von Steuern der kleinen "Elite". Dafür sind wir dann dankbar und wählen wieder die Alternativlosen. Und freuen uns, dass wir so unglaublich wettbewerbsfähig sind...
  7. #7

    Henneeiproblem

    Frage ist immer wieder, ist das eigentliche Problem in den Köpfen oder in den Brieftaschen der Leute?
  8. #8

    absolut

    Es wurde mal berichtet, dass Durchschnittslohn eines Menschen in Deutschland 2500 Euro beträgt. Ich gucke auf mein deutschen Pass und frage mich: bin ich kein Mensch oder bin ich nicht in Deutschland? Ja, absolut, Armut in Deutschland ist politisch gewollt. Ja, die Aufstiegschancen aus dem Niedriglohnsektor sind viel schlechter als von der Regierung dargestellt.
  9. #9

    Zitat von nic Beitrag anzeigen
    Diese schöne Grafik mit den blauen Balken verdeutlicht doch eines sehr schön: Je mer Vermögen "die da oben" haben umso weniger Vermögen haben die da unten. Wenn die da oben irgendwann die 99% erreicht haben ist Sense (in ca. 50-60 Jahren ist bei stetiger Progresion dieser Zustand erreicht). Ob man die anderen dann als Arm bezeichnet?
    Aber nein, dann geht es wieder aufwärts. Als heutiger HartzIV-Bezieher haben Sie dann wieder den Status zur Mittelschicht zu gehören. Denn dies bemisst sich nach dem Durchschnitteinkommen (nicht Vermögen).
    Also können Sie sich einer rosigen Zukunft gewiß sein!