Urteil: Kleine Kliniken dürfen extrem Frühgeborene behandeln

CorbisWeniger als 1250 Gramm: Extrem frühgeborene Babys behandeln Ärzte an der Grenze zwischen Leben und Tod. Um die Qualität zu sichern, sollten nur noch Kliniken die Kinder behandeln, die mindestens 30 Fälle jährlich betreuen. Doch das Bundessozialgericht hat die Vorgabe jetzt für nichtig erklärt.

http://www.spiegel.de/gesundheit/sch...-a-873609.html
  1. #1

    Vorsicht

    Ich finde die Entscheidung richtig, weil ansonsten kleine Kliniken aus logischen Gründen niemals Frühgeborene behandeln dürfen.

    Allerdings gehe ich ich bei Eingriffen so vor, dass ich mir eine Klinik suche, die Erfahrung mit der Behandlung hat. Zuletzt im letzten Jahr. Da habe ich bewusst nach einer Klinik gesucht, die den entsprechenden Eingriff routinemäßig durchführt. Da war es mir auch egal, wie weit die Klinik entfernt ist. Meine Gesundheit geht mir vor.

    Aber das hat auch eine andere Seite: Man ist nur eine "Nummer" und ob man sich bei der OP Mühe gibt oder einfach nur ein Stück Fleisch bearbeitet kann auch ich nicht sagen... Aber es ist prima verlaufen und ich kann nur sagen: Daumen hoch!

    Meine Kinder würde ich jedenfalls in einer größeren Klinik mit Routine auch bei Zwischenfällen besser aufgehoben empfinden.
  2. #2

    es ist doch Sache der Eltern...

    und nicht der Gesellschaft, für den Nachwuchs zu sorgen! viele heiraten und vermehren sich viel zu spät, nur um sich in der Zwischenzeit zu bereichern (oder nachzuholen, was wirtschaftlich nachzuholen ist, wenn man ein langes Studium absolvierte! Ja, heute verdient nunmal der Klempner mehr, und wer das nicht kapiert hat, ist sein langes Studium nicht würdig... auch hat ihm oft sein Elternhaus bis dahin nichts entbehren lassen!)

    Frühchen gibt es besonders, seit. an sich, Oma's ...

    ... Erstgeborene kriegen...

    meine Frau hat ihr erstes Kind mit 25 und ihr 2. mit 29 bekommen, sie wogen beide fast 4,5 kg und es war derart leicht, dass das 2. ambulant geboren wurde! Heute sind sie beide erwachsen, und sind fertig mit dem besten langen Studium, das sie eingeschlagen haben. Wir gingen insgesamt 20 Nächte in Familien Urlaub innerhalb von 20 Jahren ihrer Kindheit, um uns diese beste Erziehung unserer Kinder zu leisten, und heute wollen uns Nutzniesser schröpfen, indem sie allgemeines Geld begehren, weil sie keine vernünftige Familienplanung hatten! Schande auf diese perverse intellektuellen Leute!).

    ich will nicht ihre Rechte einschränken! planen sie aus Altergründen eine schwierige Geburt, dann sollen sie sie eben, was sie kostet, selber bezahlen...
  3. #3

    Hmm

    Zitat von oui Beitrag anzeigen
    Wir gingen insgesamt 20 Nächte in Familien Urlaub innerhalb von 20 Jahren ihrer Kindheit, um uns diese beste Erziehung unserer Kinder zu leisten, und heute wollen uns Nutzniesser schröpfen, indem sie allgemeines Geld begehren, weil sie keine vernünftige Familienplanung hatten! Schande auf diese perverse intellektuellen Leute!).

    ich will nicht ihre Rechte einschränken! planen sie aus Altergründen eine schwierige Geburt, dann sollen sie sie eben, was sie kostet, selber bezahlen...
    Wenn ich Sie richtig verstehe, dann muss man Kinder möglichst früh bekommen. Können Sie sich vorstellen, dass einige "intellektuelle" Menschen das erst ins Auge fassen, wenn sie:

    - ausreichend Geld haben, um ihren Kindern auch eine Zukunft zu bieten und
    - einen Partner haben, mit dem sie auch alt werden wollen

    Das hat für die Kinder auch einen Vorteil:

    - den Kindern geht es gut und sie können sich auf ein Elternhaus verlassen, dass sie auffängt und in dem Geschrei nicht vorkommt und
    - die Kinder gefördert werden, wo es geht.

    Aber Sie würden es gut finden, wenn eine Frau mit 16 die Ausbildung abbricht, um ein Kind zu bekommen von einem Mann, der 35 ist und bereits drei Kinder hat, um die er sich nicht kümmert oder kümmern kann.

    Wo ist denn Ihrer Meinung nach der Vorteil, wenn man mit 25 Jahren Kindern bekommt und nicht erst mit 35?
  4. #4

    Zitat von oui Beitrag anzeigen
    und nicht der Gesellschaft, für den Nachwuchs zu sorgen! viele heiraten und vermehren sich viel zu spät, nur um sich in der Zwischenzeit zu bereichern (oder nachzuholen, was wirtschaftlich nachzuholen ist, wenn man ein langes Studium absolvierte! Ja, heute verdient nunmal der Klempner mehr, und wer das nicht kapiert hat, ist sein langes Studium nicht würdig... auch hat ihm oft sein Elternhaus bis dahin nichts entbehren lassen!)

    Frühchen gibt es besonders, seit. an sich, Oma's ...

    ... Erstgeborene kriegen...

    meine Frau hat ihr erstes Kind mit 25 und ihr 2. mit 29 bekommen, sie wogen beide fast 4,5 kg und es war derart leicht, dass das 2. ambulant geboren wurde! Heute sind sie beide erwachsen, und sind fertig mit dem besten langen Studium, das sie eingeschlagen haben. Wir gingen insgesamt 20 Nächte in Familien Urlaub innerhalb von 20 Jahren ihrer Kindheit, um uns diese beste Erziehung unserer Kinder zu leisten, und heute wollen uns Nutzniesser schröpfen, indem sie allgemeines Geld begehren, weil sie keine vernünftige Familienplanung hatten! Schande auf diese perverse intellektuellen Leute!).

    ich will nicht ihre Rechte einschränken! planen sie aus Altergründen eine schwierige Geburt, dann sollen sie sie eben, was sie kostet, selber bezahlen...
    Mal abgesehen davon, daß Ihr Beitrag am Thema vorbeigeht:
    Was bitteschön hat das Alter der Mutter mit dem Geburtsgewicht des Kindes zu tun? Sie wissen schon, daß man von ein/zwei selbstbezogenem Erleben nicht auf die Allgemeinheit schließen kann, oder?
    Unser erstes Kind bekam meine Frau mit 18J, die Kleine wog 3100g, Kind 2 bekam sie mit 36J, das wog 4100g, Kind 3 (4400g) mit 39J, Kinder 4&5 (je 2400g) mit 41J; alle fünf (auch die Zwillinge) übertragen und per Einleitung. Sollen wir jetzt daraus schließen, daß "alte" Frauen schwere Kinder bekommen?
    Und was Frühgeborenenzentren mit Bereicherung/Egoismus der entsprechenden Eltern zu tun haben, erschließt sich mir gleich gar nicht.

    Zum Thema: Es ist eine schwierige Entscheidung, vor allem die willkürliche Gewichtsgrenze ist fraglich. Aber wo soll der Strich gezogen werden, soll überhaupt ein Strich gezogen werden? Viele Frühgeburten "kündigen" sich an; in einem solchen Fall ist das Aufsuchen größerer (auch weiter entfernter) Zentren nicht wirklich ein Problem. Aber was ist mit "spontanen" Frühchen? Täte es denen gut, in einer Klinik auf die Welt zu kommen, die nicht wirklich Erfahrung haben, nur weil sie keine Erfahrung haben dürfen ... ? Was tun in ländlichen Gebieten, wieviel Weg ist einer "panischen" Schwangeren zuzumuten.
  5. #5

    Zitat von der_pirat Beitrag anzeigen
    Ich finde die Entscheidung richtig, weil ansonsten kleine Kliniken aus logischen Gründen niemals Frühgeborene behandeln dürfen.

    Allerdings gehe ich ich bei Eingriffen so vor, dass ich mir eine Klinik suche, die Erfahrung mit der Behandlung hat. Zuletzt im letzten Jahr. Da habe ich bewusst nach einer Klinik gesucht, die den entsprechenden Eingriff routinemäßig durchführt. Da war es mir auch egal, wie weit die Klinik entfernt ist. Meine Gesundheit geht mir vor.

    Aber das hat auch eine andere Seite: Man ist nur eine "Nummer" und ob man sich bei der OP Mühe gibt oder einfach nur ein Stück Fleisch bearbeitet kann auch ich nicht sagen... Aber es ist prima verlaufen und ich kann nur sagen: Daumen hoch!

    Meine Kinder würde ich jedenfalls in einer größeren Klinik mit Routine auch bei Zwischenfällen besser aufgehoben empfinden.

    Spezialisten sind gefragt. Überall. Selbst sie Schlauberger suchen sich wie Sie schreiben mit Bedacht die Klinik aus. Das wird für das Frühchen in der Regel schwieriger sein.

    Ein absurdes Urteil das im Zweifel Leben kosten wird.
  6. #6

    Unsinn

    Kliniken machen keinen "Gewinn", sondern Umsatz in der genannten Höhe, 1. Semester BWL! Dem stehen bei 2 - 4 Monaten stationärem Frühchenaufenthalt und 24/7-bedside-Betreuung durch Pflege und Ärzte und Intensivstmedizin höchste Kosten gegenüber, Gewinn = 0 bzw. unter 0. Hier geht es nicht um Qualität, die hat nichts zu tun mit der Klinikgröße oder Fallzahl in dieser Intensivmedizin, hier geht es um verschleierte politische Interessen und das Zerstören exzellenter Versorgung.
  7. #7

    @oui

    Gegenbeispiel: Ich kenne eine Frau, mit 27 J. erstes Kind, Frühgeburt, leider verstorben. Mit 28 J. zweites Kind, Frühgeburt, zum Glück überlebt. Was sagt uns das? Nichts. Es kann halt so oder so kommen, Frühgeburten lassen sich in der Regel bei der Planung der Kinder nicht einkalkulieren, außer, dass es eventuell eine statische Häufung gibt, wenn man bereits ein zu frühgeborenes Kind bekommen hat (Einling, Mehrlinge kann man da sicher ausnehmen, da diese per se ein höheres Risiko der Frühgeburt haben). Und ein Kind verdient die beste Behandlung, egal wie alt seine Eltern sind oder wie viel diese verdienen (deshalb gibt es ja so etwas wie eine Krankenversicherung, die eben auch dieses unerwartete Risiko abdeckt).
  8. #8

    Diese Geier

    sind denn die alle noch zu retten, schaut auf die Zahl, dass ist wohl der wahre Beweggrund für so eine Klage. Es sind Spezialisten,Gott bewahre diese Personen, die jeden Tag diese Problematiken haben auf den Kinderintensivstationen. Jetzt soll es der Standard auch tun. Niemals würde ich das zulassen. Die Geschäftsführer der Kliniken sollten sich ernsthaft fragen...ob das auch mit zum Kodex passt.
  9. #9

    Investition

    Eine Klinik "verdient" 100.000 Euro mit der Versorgung eines Frühchens? Die Versorgung eines Frühchens, die extrem aufwendig und auch kostenintensiv ist, wird mit diesem Betrag honoriert, der vermutlich nahezu vollkommen für ebendiese Versorgung draufgeht. Gesundheit (und Bildung!) sind Zuschußbetriebe, hier wird kein Geld verdient, sondern es wird investiert: In ein von allen gewünschtes gutes Leben (oder in Wettbewerbsfähigkeit eines Staates, der rohstoffarm ist).